Hertha BSC feiert gegen Greuther Fürth dank Debütant Ekkelenkamp und einem Eigentor den ersten Heimsieg der Saison

Hertha BSC hat den Aufwärtstrend in der Bundesliga bestätigt und am 5. Spieltag den ersten Heimsieg der Saison eingefahren. Das Team von Pal Dardai schlug Aufsteiger Greuther Fürth nach Rückstand 2:1 (0:0). Branimir Hrgota brachte die Gäste nach der Pause vom Punkt in Führung (57./FE), doch Debütant Jurgen Ekkelenkamp (61.) und ein Eigentor von Maximilian Bauer (79.) bescherten Berlin drei Punkte.

Jürgen Ekkelenkamp (r.) traf für Hertha BSC

Fotocredit: Getty Images

Zunächst passierte wenig im Kellerduell zwischen Hertha BSC und Greuther Fürth. Die einzig nennenswerte Chance vor dem Seitenwechsel hatten die Berliner in Person des Doppeltorschützen der vergangenen Woche, Suat Serdar, der jedoch um Zentimeter verpasste (16.).
Bitter aus Sicht der Berliner war vor allem der Ausfall ihres Kapitäns Dedryck Boyata, der nach knapp einer halben Stunde verletzt ausgewechselt werden musste. Für ihn kam aufgrund der Personalsorgen in der Innenverteidigung der erst 17-jährige Linus Gechter zu seinem zweiten Einsatz im Oberhaus (27.).
Der Aufsteiger hatte etwas mehr Spielanteile, kam aber zu keinem einzigen gefährlichen Torabschluss. Zum Pausenpfiff quittierten einige Zuschauer das Gesehene mit Pfiffen.
Nach der Pause schienen die Berliner besser in der Partie zu sein, doch Fürth schlug zu. Branimir Hrgota verwandelte einen Foulelfmeter souverän (57.). Doch der verbesserte Eindruck der Hauptstädter täuschte nicht und nur kurz nach dem Rückstand glichen die Berliner aus. Der 87 Sekunden zuvor eingewechselte Neuzugang Jurgen Ekkelenkamp erzielte mit seinem ersten Ballkontakt in der Bundesliga überhaupt per Kopfball nach Ecke das 1:1 (61.). Ein Traumeinstand beim Debüt!
Die Hausherren blieben dran und erzielten in der Schlussphase noch den völlig verdienten Siegtreffer, der aus Sicht der Fürther denkbar unglücklich fiel. Nach einer Flanke von Marco Richter spitzelte Maximilian Bauer den Ball mit dem Standbein ins eigene Tor (79.).
Die Hertha ging noch auf das 3:1, von Fürth kam wenig. Die Franken bleiben damit auch nach dem fünften Spieltag sieglos und das Schlusslicht der Bundesliga. Berlin hingegen feiert zum ersten Mal seit fast eineinhalb Jahren zwei Siege in Folge im Oberhaus.

Die Stimmen:

Pál Dárdai (Trainer Hertha BSC): "In der ersten Halbzeit waren beide Mannschaften sehr passiv. Wir mussten ihnen einen Elfmeter schenken, um uns zu befreien. Zum Schluss haben wir verdient gewonnen. Was mich stolz macht, ist das Durchschnittsalter der Viererkette. Wir haben einiges geändert in der Halbzeit und auch gut gewechselt."
Jurgen Ekkelenkamp (Hertha BSC): "Es fühlt sich großartig an. Ich war nicht glücklich auf der Bank, aber ich bin glücklich, getroffen zu haben. Ich möchte wichtig für die Mannschaft sein und ihr mit Toren und Assists helfen."
Davie Selke (Hertha BSC): "Wir wurden in der Halbzeit darauf aufmerksam gemacht, was nicht gut lief. Wir haben dann nach dem 0:1 gut reagiert. Wir haben alles gegeben und reingehauen."
Branimir Hrgota (Greuther Fürth): "Das direkte Tor danach hat uns wehgetan. Wir wollen länger in Führung bleiben und heute hat das nicht geklappt. Dann machen sie das zweite Tor danach und dann stehst du ohne Punkte da."

Der Tweet zum Spiel:

Kam für den Kapitän zu seinem zweiten Einsatz in der Bundesliga und seinem ersten Spiel überhaupt im Olympiastadion, Linus Gechter. Der 17-Jährige erledigte seine Aufgabe unaufgeregt und sehr ordentlich.

Das fiel auf: Berliner Reaktion nach der Halbzeit und dem Rückstand

Die Leistung der Hertha vor der Halbzeit war über weite Strecken nicht ausreichend, um im Oberhaus – auch gegen einen Aufsteiger - zu bestehen. Umso höher ist die Reaktion nach dem Seitenwechsel und vor allem nach dem Rückstand zu bewerten. Der Sieg ist aufgrund einer starken Willensleistung gegen harmlose Fürther mehr als verdient.

Die Statistik: 1

Jurgen Ekkelenkamp nutzte seinen ersten Torschuss in der Bundesliga zum Ausgleich. Eine gute Minute zuvor wurde er erst eingewechselt.
(SID)
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Rose mit klarer Ansage: "Wenn er Stammspieler sein will, dann ..."

Quelle: Perform

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