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Joshua Kimmich: Karl-Heinz Rummenigge äußert sich zur Impfdebatte um den Bayern-Star
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Publiziert 24/10/2021 um 13:50 GMT+2 Uhr
Karl-Heinz Rummenigge hat sich im Interview mit "Bild TV" zur Impfdebatte um Nationalspieler Joshua Kimmich geäußert. "Natürlich kam das überraschend, dass er nicht geimpft ist", gab der ehemalige Sportvorstand des FC Bayern München zu. Der 66-Jährige zeigte grundsätzlich Verständnis für Kimmichs Entscheidung. Allerdings ergänzte er: "Als Vorbild wäre es trotzdem besser, er wäre geimpft."
Joshua Kimmich - FC Bayern
Fotocredit: Imago
Kimmich habe vor allem Sorgen wegen der Langzeitfolgen des Impfstoffes, so Rummenigge. "Das was Joshua macht, ist sehr verantwortungsvoll. Er möchte für sich erstmal Dinge wie die Langzeitwirkung abwarten und er wird jeden zweiten Tag getestet", erklärte 66-Jährige weiter.
Zudem nahm der Funktionär den 26-Jährigen vor seinen Kritikern in Schutz. "Grundsätzlich möchte ich zu Kimmich erstmal sagen: Er ist vielleicht DER Spieler der Bundesliga, der in vielen Dingen eine Vorbildfunktion hat. Ich kenne ihn als tollen Menschen, das zeigt auch seine 'We kick Corona'-Initiative", sagte Rummenigge.
Er fügte hinzu: "Ich bin überzeugt, dass er sich möglicherweise zeitnah impfen lässt. Er ist ein total verantwortungsbewusster Mensch und Spieler. Wir können sehr froh sein, dass er Teil dieser beiden Mannschaften in unserem Land ist."
Es sei außerdem nicht die Aufgabe des Fußballs, eine Impfpflicht für Spieler einzuführen. "Die Impfpflicht liegt ja nicht beim Fußball, sondern bei der Politik. Durch den Fakt, dass bei Bayern der eine oder andere nicht geimpft ist, haben wir jetzt eine Diskussion. Das sollte aber nicht über den Fußball eingeführt werden", so Rummenigge.
Lauterbach: "Kimmichs Impfung hätte Symbolwirkung"
Für SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wäre eine Corona-Impfung von Kimmich "wertvoll. Denn davon geht eine enorme Symbolwirkung aus für junge Leute, die epidemiologisch ein Problem darstellen", sagte der Politiker im "Doppelpass" von "Sport1".
Er sei davon ausgegangen, dass der Profi von Bayern München "selbstverständlich geimpft ist". Es wäre am besten, so Lauterbach, wenn bei Kimmich "jetzt die Impfung noch käme und man keinen großen Druck aufbaut". Das wäre "nämlich falsch, denn wir haben keine Impfpflicht, es ist Joshua Kimmichs eigene Entscheidung".
Fußballer seien "am Ende nichts anderes als - wenn auch gut bezahlte - Beschäftigte", betonte Lauterbach. Allerdings gebe es "eine Lücke, die für den normalen Zuschauer schwer begreiflich ist: Der Zuschauer muss 2G nachweisen, derjenige aber, der für das Entertainment zuständig ist, der also bei der Arbeit ist, der kann zu 2G nicht gezwungen werden."
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(mit SID)
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Kimmich ungeimpft? Toppmöller wischt Debatte beiseite
Quelle: Perform
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