Joshua Kimmich fehlt dem FC Bayern bis 2022 - Infiltrationen der Lunge durch Impfung laut Experten vermeidbar
Joshua Kimmich vom FC Bayern München hat offenbar mit den Folgen seiner Corona-Erkrankung zu kämpfen - der mutmaßlich nach wie vor ungeimpfte Profi fällt wegen "leichten Infiltrationen in der Lunge" bis 2022 aus. Was das für den Bayern-Star bedeutet und wie die vom Verein kommunizierten "leichten Infiltrationen" der Lunge zu bewerten sind, hat Eurosport.de bei einer Münchner Fachklinik erfragt.
Joshua Kimmich - FC Bayern München
Fotocredit: Getty Images
Joshua Kimmich vom FC Bayern München hat seine Corona-Erkrankung offenbar überwunden - seit Donnerstag befindet er sich nicht mehr in Quarantäne. Einsatzfähig ist er jedoch nicht; "aufgrund von leichten Infiltrationen in der Lunge" könne er aktuell nicht voll trainieren, vermeldeten Klub wie Spieler. Er verpasse deshalb die restlichen Spiele 2021, heißt es, und werde erst im Januar wieder "voll mit dabei" sein.
Doch was genau sind "leichte Infiltrationen der Lunge", was bedeutet diese Diagnose, wie ist sie zu bewerten?
Eurosport.de fragte bei Experten der Asklepios Fachkliniken München-Gauting nach, die Kimmich zwar nicht als Patienten betreut, aber dennoch fundierte Aussagen zu allgemeinen Krankheitsbildern in Folge von Corona-Infektionen treffen können.
Generell lasse sich sagen, "dass Covid bedingte Infiltrationen in der Lunge durch eine Impfung vermieden werden können", so die Antwort der Klinik für Pneumologie, Thoraxchirurgie, Intensiv-, Schlaf- und Beatmungsmedizin.
Kimmich: Quarantäne, Quarantäne, Infektion - Ausfall
Kimmich hatte sich am 23. Oktober öffentlich als Impfskeptiker geoutet und erklärt, dass er wegen unzureichender Informationen über Langzeitfolgen bis dato auf eine Corona-Impfung verzichtet habe.
Bei der anschließenden Nationalmannschaftsreise musste er sich nach dem Positiv-Test von Teamkollege Niklas Süle als Kontaktperson in Quarantäne begeben und später ein zweites Mal, als sich ein Betreuer des FC Bayern infiziert hatte. Am 24. November wurde dann über einen positiven Coronatest bei Kimmich berichtet - der Nationalspieler hatte sich also selbst infiziert und musste sich in Isolation begeben.
Zwei Wochen lang war nichts über den Gesundheitszustand des Bayern-Profis bekannt, bis Verein wie Spieler am Donnerstag nun vermeldeten, dass er wegen "Infiltrationen in der Lunge" bis Januar ausfalle.
Kimmich leidet an Entzündung in der Lunge
Von "Infiltrationen in der Lunge" werde in der Pneumologie dann gesprochen, "wenn Entzündungen in der Lunge per Bildgebungsverfahren sichtbar gemacht werden", erklären die Asklepios Fachkliniken München-Gauting. Zu den bekanntesten Bildgebungsverfahren gehören CT, MRT und Röntgen.
Diese Entzündungen "können beispielsweise virusbedingt oder bakteriell verursacht sein. Eine Covid-19-Erkrankung kann Infiltrationen in der Lunge zur Folge haben", so das Statement der Fachkliniken.
Spricht man von "leichten Infiltrationen in der Lunge", liegt also eine Entzündung vor. Diese muss auskuriert werden. "Der Körper benötigt einfach Zeit und Ruhe, um sich auszukurieren. Dabei sollte auf Anstrengungen wie Leistungssport verzichtet werden, um den Genesungsprozess zu unterstützen", erklären die Fachkliniken.
Deswegen kann Kimmich die kommenden Wochen nicht voll trainieren und deshalb auch nicht in den Spielbetrieb des FC Bayern München zurückkehren.
Das Statement der Klinik im Wortlaut:
"Experten von der Asklepios-Lungenklinik in Gauting erklären, dass in der Pneumologie von 'Infiltrationen in der Lunge' gesprochen wird, wenn Entzündungen in der Lunge per Bildgebungsverfahren (CT, MRT oder Röntgen) sichtbar gemacht werden. Diese können beispielsweise virusbedingt oder bakteriell verursacht sein. Eine Covid-19-Erkrankung kann Infiltrationen in der Lunge zur Folge haben."
"Die Frage, ob es sich hier um ein 'besorgniserregendes Krankheitsbild' handelt, kann ohne den Patienten eingehend untersucht zu haben, nur allgemein beantwortet werden: Bei leichten Infiltrationen in der Lunge liegt eine Entzündung vor, der Körper benötigt einfach Zeit und Ruhe, um sich auszukurieren. Dabei sollte auf Anstrengungen wie Leistungssport verzichtet werden, um den Genesungsprozess zu unterstützen."
"Ganz generell gesprochen, lässt sich ergänzend sagen, dass Covid bedingte Infiltrationen in der Lunge durch eine Impfung vermieden werden können."
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