RB Leipzig mit nächstem Rückschlag im Rennen um die Champions League: Rote Bullen unterliegen zehn Gladbachern

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RB Leipzig hat im Rennen um die Champions League einen weiteren Dämpfer hinnehmen müssen. Die Sachsen unterlagen am Montagabend einer dezimierten Borussia aus Mönchengladbach mit 1:3 (1:2). Breel Embolo brachte die Hausherren in der 17. Minute in Front, Christopher Nkunku hatte die Leipziger Antwort parat (36.). Jonas Hofmann (45.+2/77.) avancierte schließlich zum Gladbacher Helden.

RB Leipzig unterlag Gladbach 1:3

Fotocredit: Getty Images

RB Leipzig, das den vierten Platz und damit die Champions-League-Qualifikation anvisierte, ging mit fünf Wechseln im Vergleich zum Hinspiel in der Europa League gegen die Rangers in die Partie. Unter anderem kehrte Kevin Kampl, der in der Europa League gelbgesperrt fehlte, in die Startelf zurück. Zudem stürmte André Silva in der Offensive als einzige Spitze im 3-4-2-1-System.
Die Fohlen, die aufgrund eines Protestes gegen das Konstrukt RB Leipzig 19 Minuten lang ohne die Unterstützung ihrer Fans auskommen mussten, traten nur mit einer einzigen Änderung in der Startelf auf. Kapitän Lars Stindl kehrte zurück, Alassane Pléa nahm zunächst auf der Bank Platz.
Gladbach, für das es in der Restsaison um nicht mehr viel ging, war von Beginn an die griffigere Mannschaft und bespielte die Gäste sehr aktiv. In der 17. Minute gingen die Fohlen schließlich in Führung. Stindl versuchte den Ball in die linke Strafraumhälfte zu passen, Konrad Laimer bekam den Fuß dazwischen und fälschte unglücklich in die Mitte ab. Breel Embolo stand völlig frei und verwandelte aus elf Metern ins Tor.
Auch in der Folge war von RB Leipzig kaum etwas zu sehen, Gladbach kontrollierte das Geschehen, die Offensivgefahr blieb jedoch überschaubar. In der 36. Minute gelang den Gästen plötzlich aus dem Nichts der 1:1-Ausgleichstreffer. Silva machte im linken Halbfeld einen hohen Ball fest und schickte danach Christopher Nkunku, der in die rechte Strafraumhälfte einzog und sicher ins linke Eck einschob.
Der Ausgleich war nur ein kurzer Weckruf für die Leipziger, die zwar den Weg in die Offensive suchten, dabei allerdings die Defensivarbeit vernachlässigten. Gladbach konterte in der Nachspielzeit über Embolo, der im Mittelkreis einen Steilpass auf Jonas Hofmann spielte. Der Flügelspieler lief alleine auf das Tor zu und brachte die Kugel im linken Eck unter (45.+2).
Die Roten Bullen zeigten im zweiten Durchgang eine verbesserte Leistung, setzten sich von Beginn an in der Offensive fest und erspielten sich gute Torchancen. In der 55. Minute waren die Gäste nah dran am 2:2-Ausgleich. Nach einer Flanke von der linken Seite von Angeliño, scheiterte Silva aus vier Metern per Kopf an Yann Sommer und der Latte.
Eine weitere vermeintlich gute Chance der Leipziger unterbanden die Gladbacher per Foulspiel. Nkunku war nach einem Pass von Dani Olmo auf und davon. Nico Elvedi zog per Grätsche die Notbremse, stoppte den Leipziger Topscorer kurz vor der Strafraumgrenze und sah in der 64. Minute den Platzverweis – klare Sache.
Weniger klar war ein vermeintliches Foulspiel der Gladbacher in der 71. Minute. Eine Hereingabe aus dem linken Halbfeld landete im Strafraum bei Nkunku, Ramy Bensebaini verteidigte und traf Ball und Spieler – allerdings zuerst und deutlich klarer den Leipziger. Referee und VAR sahen es anders und ließen weiterspielen.
Nur Minuten später gewann Florian Neuhaus den Ball in der eigenen Defensive gegen Kampl und eröffnete einen Gladbacher Konter. Die Kugel landete in der rechten Strafraumhälfte bei Jordan Beyer, der den Überblick behielt und Hofmann anspielte. Aus elf Metern halbrechter Position war der deutsche Nationalspieler erneut zur Stelle und traf ins linke Eck (77.) zum 3:1-Endstand, das für Leipzig den fünften Tabellenplatz bedeutete.

Die Stimmen:

Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach): "Ich habe Spaß gehabt, weil ich gesehen habe, wie wir das Spiel angegangen sind, dann zu zehnt den Kampf angenommen, richtig gut verteidigt haben. Ich habe mich auf ein Spiel vorbereit mit viel Arbeit, vielen Bällen. Es war wichtig, dass wir für die Moral den Dreier eingefahren haben."
Péter Gulácsi (RB Leipzig): "Wir haben eine ganz schlechte erste Halbzeit gespielt. Wir haben viele Bälle verloren, wir waren schlampig. Gladbach hat es gut gemacht. Die zweite Halbzeit war deutlich besser. Am Ende ist das 3:1 ziemlich enttäuschend."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Der zwei-Spiele-Weg

All in im internationalen Geschäft bedeutet für die Leipziger in dieser Woche ein Tanz auf der internationalen Rasierklinge: Bundesliga oder Europa League – Ziel ist in beiden Fällen die Qualifikation für die Königsklasse. Während es gegen die Rangers am Donnerstag um den Einzug ins Finale der Europa League gehen wird (ein Finalsieg bedeutet die direkte Qualifikation für die Champions League), war gegen Gladbach klar, dass die Leipziger möglichst einen Sieg benötigten, um über die Liga den Weg in die Champions League zu finden. Zwei Spiele je Wettbewerb bleiben, vier Spiele und der größtmögliche Fokus.
RB-Coach Domenico Tedesco setzt vermutlich auf ein verteiltes Risiko. Er brachte gegen Gladbach in der Liga das vermeintlich bestmögliche Personal und wird auch am Donnerstag gegen die Rangers auf nahezu dieselbe Elf bauen. Intensive Tage, hohe Belastung und ein Risiko, das der Trainer vielleicht gehen muss – aufgrund der engen Tabellenkonstellation in der Bundesliga.

Die Statistik: 2

Wenn es nach der "Tedesco-Tabelle" ginge, wäre die Königsklasse für Leipzig in der nächsten Saison sicher. Nach Übernahme des Trainers holten die Roten Bullen 36 Punkte aus 18 Partien – Platz zwei hinter dem FC Bayern München.
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Quelle: Perform

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