TSG Hoffenheim enttäuscht gegen Greuter Fürth: Nächster Dämpfer für Europapokal-Hoffnungen der Kraichgauer

Hoffenheims Europapokal-Träume haben am 30. Spieltag zu Hause gegen Greuter Fürth einen weiteren Dämpfer erfahren. Die TSG kam gegen das abstiegsbedrohte Kleeblatt nicht über ein maues 0:0 hinaus. Für die Gäste war der Punktgewinn kein Befreiungsschlag. Vier Runden vor Schluss hat Fürth mit elf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt.

TSG Hoffenheim - Greuter Fürth

Fotocredit: Getty Images

Sebastian Hoeneß durfte sich über zwei Rückkehrer freuen. Nach ihren Gelbsperren spielten die Leistungsträger David Raum und Kevin Vogt von Beginn an. Außerdem rückte Munas Dabbur in die Startformation. Für das Trio mussten Georginio Rutter, Angelo Stiller und Havard Nordtveit auf der Bank Platz nehmen.
Ex-Fürther Raum, dessen Flanken diesmal ungewöhnlich wenig Gefahr ausstrahlten, glänzte im Hinspiel. Am Sonntag brachte der Nationalspieler immerhin schon in der dritten Minute einen Eckball in die Mitte, den Sebastian Griesbeck eher zufällig auf Dabbur zurücklegte. Der Abschluss des 29-jährigen Stürmers rauschte deutlich über der Latte ins Aus.
Wenige Minuten später folgte die Hiobsbotschaft für das Kleeblatt: Havard Nielsen musste verletzungsbedingt raus, für ihn kam Dickson Abiama in die Partie (11.). Zwar hatte Hoffenheim das Spiel im ersten Durchgang unter Kontrolle, doch gefährliche Torchancen waren Mangelware. Falls doch Achtung im Strafraum der Fürther geboten war, hieß der gegnerische Hauptdarsteller meistens Andrej Kramaric. Der abgefälschte Schuss des Kroaten fand trotzdem nicht den Weg in den Kasten (24.).
Seit dem Wiederanpfiff stand die Spielvereinigung deutlich stabiler und ließ wenig zu. Schließlich war auch die TSG gezwungen, einen verletzungsbedingten Wechsel vorzunehmen, als Stefan Posch nach einem blutigen Zusammenprall mit Mannschaftskollege Diadié Samassékou von Havard Nordtveit ersetzt werden musste (50.).
Der sonst fast arbeitslose Oliver Baumann wurde in Spielminute 62 zum Eingreifen gezwungen. Julian Green zog aus der Distanz ab und der Keeper lenkte den Ball mit Mühe und Not zur Ecke. In der Schlussphase drängte dann Hoffenheim auf den goldenen Treffer, doch Kramaric sowie die eingewechselten Jacob Bruun Larsen und Georginio Rutter scheiterten an der eigenen Ungenauigkeit oder an Torwart Andreas Linde.

Die Stimmen:

Christoph Baumgartner (TSG Hoffenheim): "Wir sind in einer Phase, in der uns einige Dinge schwerfallen. Wir bringen aktuell nicht unsere Qualität auf den Rasen."
Branimir Hrgota (Greuther Fürth): "Es war ein gutes Fußballspiel der beiden Mannschaften. Ich würde vielleicht sagen, dass es am Ende zu Recht 0:0 steht, obwohl Hoffenheim etwas Glück hatte, dass Baumgartner die zweite Gelbe Karte nicht gesehen hat."
Stefan Leitl (Trainer Greuther Fürth): "Gute Leistung in der Defensive von meiner Mannschaft. Ich finde, dass wir auf Augenhöhe agiert haben. Es waren jetzt nicht die ganz großen Chancen auf beiden Seiten."
Sebastian Hoeneß (Trainer TSG Hoffenheim): "Das ist zu wenig. Wir sind sehr enttäuscht über das Ergebnis. Auch wenn man sich das Spiel anschaut, haben wir zu wenig aus den Situationen, gerade im letzten Drittel, gemacht."

Der Tweet zum Spiel:

Davon war heute tatsächlich nicht viel zu sehen. Vor allem gegen ein Schlusslicht dürfen lange Bälle und Distanzschüsse nicht der einzige Plan sein.

Das fiel auf: Rückkehrer Raum überzeugte nicht

6:3 lautete das Hinspiel-Ergebnis aus Hoffenheimer Sicht. Damals brillierte David Raum unter anderem mit zwei Vorlagen. Heute war davon wenig zu sehen, denn die Flanken fanden selten einen Abnehmer. Abgesehen davon wirkte der 23-Jährige sogar blass. Möglicherweise benötigt der Nationalspieler etwas Zeit, um nach der Gelbsperre am vergangenen Spieltag in den Spielrhythmus zu finden.

Die Statistik: 1

Zehnmal trafen beide Vereine bereits aufeinander. Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Duells gab es heute ein torloses Unentschieden. Eine Premiere, über die sich keine der Seiten freuen dürfte.
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Quelle: Eurosport

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