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Bundesliga: Union verpasst Heimsieg gegen Greuther Fürth und stolpert im Kampf um Europa
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Publiziert 29/04/2022 um 22:32 GMT+2 Uhr
Union Berlin ist trotz des nächsten Treffers von Superjoker Sven Michel (72.) im Rennen um die Europapokalränge überraschend gestolpert. Ausgerechnet gegen das bereits als Absteiger feststehende Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth reichte es für zu harmlose Köpenicker im 100. Bundesliga-Spiel nur zu einem 1:1 (0:1). Kapitän Branimir Hrgota (33.) hatte die Fürther in Führung gebracht.
Union Berlin patzt gegen Greuther Fürth
Fotocredit: Getty Images
Nur für je einen Wechsel in der Startelf entschieden sich die beiden Fußballlehrer. Fürth-Trainer Stefan Leitl ließ den vom Coronavirus genesenen Jamie Leweling beginnen, also musste Julian Green auf der Bank Platz nehmen. Auf der anderen Seite fiel hingegen András Schäfer mit COVID-19 aus und wurde von Genki Haraguchi ersetzt.
Trotz der 1:4-Niederlage gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Samstag und dem damit verbundenen sicheren Abstieg, zeigte sich Greuther Fürth schon zu Beginn der Partie motiviert. Bereits in der 10. Spielminute kam das Kleeblatt der Führung nahe, doch Branimir Hrgota verpasste eine Hereingabe von Simon Asta ein paar Meter vor dem gegnerischen Tor.
Bis auf eine Chance von Taiwo Awoniyi (11.) blieb Union im ersten Durchgang in der Offensive blass. Die Leitl-Elf drängte hingegen auf das 1:0, doch statt des Treffers gab es eine verpasste Chance von Jessic Ngankam, einen Lattenknaller von Tobias Raschl (jeweils 17.) und einen unpräzisen Abschluss von Hrgota (20.).
Doch kurz danach machte der Kapitän die verpasste Chance höchstpersönlich wieder vergessen. Robin Knoche klärte per Kopf unglücklich vor Hrgotas Füße, der die Kugel von der rechten Strafraumkante traumhaft im langen Kreuzeck versenkte (33.).
Nach dem Seitenwechsel verschoben sich die Spielanteile zu Gunsten der Berliner, doch große Chancen blieben vorerst aus. Dafür hätte sich der inzwischen eingewechselte Andreas Voglsammer bei Ngankam bedanken müssen, denn der 21-Jährige konnte einen Fehlpass des Neuzugangs von Arminia Bielefeld nicht für eine gefährliche Hereingabe vor das Tor nutzen (52.).
Erst in der 70. Minute wechselte Urs Fischer für Taiwo Awoniyi sowie Niko Gießelmann das Duo Kevin Behrens und Sven Michel ein. Letzterer stach wenige Sekunden später als Joker, als Nick Viergever vor dem eigenen Kasten patzte und der Ex-Paderborner die Kugel aus wenigen Metern ins leere Tor jagen konnte (72.).
Danach kam Union dem Siegtreffer näher, aber die Chancen waren zu ungefährlich und so blieb es beim gerechten 1:1. Für die Eisernen ist das ein Rückschlag im Kampf um die internationalen Plätze.
Die Stimmen zum Spiel:
Stefan Leitl (Trainer Greuther Fürth): "Wenn wir in der ersten Hälfte drei Tore machen, dann wäre das auch verdient gewesen. Bis zum Gegentreffer haben wir nicht viel zugelassen, aber leider bringen wir es nicht ganz über die Runden. Trotzdem Kompliment an meine Mannschaft: Gutes Spiel heute."
Branimir Hrgota (Greuther Fürth): "Die erste Hälfte war sehr gut, die zweite Hälfte fing auch gut an. Dann ist auch klar, dass die Unioner Druck machen und dass sie kommen, vor allem, wenn sie zu Hause spielen. Es war letztendlich ein gutes Spiel von uns."
Rani Khedira (Union Berlin): "Die Enttäuschung ist groß. Aufgrund der ersten Hälfte hatten wir heute nicht mehr verdient, es war deutlich zu wenig. In der zweiten wurde es einen Ticken besser, aber auch nicht so, wie wir uns das eigentlich vorgestellt haben. Von daher ist das eher ein gewonnener Punkt heute."
Sven Michel (Union Berlin): "Wir haben heute wirklich kein gutes Spiel gemacht, das muss man einfach sagen. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen und haben nicht das gemacht, was wir machen wollten. Fürth hat es natürlich echt gut gemacht."
Der Tweet zum Spiel:
Besonders angesichts des aktuell sechsten Tabellenplatzes ist das eine interessante Beobachtung. Möglicherweise werden diese Punkte für die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb fehlen.
Das fiel auf: Fürther Offensivfußball gegen den Tabellensechsten
Im zweiten Durchgang sah das anders aus, aber in Hälfte Nummer eins überraschte Greuther Fürth mit Einstellung und Spielstil. Anstatt lustlos zu kicken, präsentierte sich das Sturm-Trio um Leweling, Hrgota und Ngankam offensiv äußerst bemüht. Einzig an der Konzentration hakte es: Alle drei ließen gute Chancen liegen, die im Nachhinein wohl den Sieg hätten garantieren können.
Die Statistik: 51
Trotz des enttäuschenden Ergebnisses aus Sicht der Unioner bekam die Fischer-Elf heute einen weiteren Punkt gutgeschrieben, was einen neuen Rekord im deutsche Oberhaus bedeutete. Damit sind es in der laufenden Spielzeit bereits 51 Zähler - und damit einer mehr als in der vergangenen (50). Und das bei noch zwei ausstehenden Partien.
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Quelle: Perform
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