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1. FC Köln dreht Spiel gegen den BVB: Rückkehr von Anthony Modeste zu Ex-Klub geht schief
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Publiziert 01/10/2022 um 17:24 GMT+2 Uhr
Borussia Dortmund hat bei der Rückkehr von Anthony Modeste zu Ex-Klub 1. FC Köln Lehrgeld zahlen müssen. Der BVB unterlag am 8. Spieltag in der Domstadt 2:3 (1:0). Julian Brandt hatte die Borussia in Führung gebracht (31.), Köln schlug aber durch Florian Kainz (53.), Steffen Tigges (56.) und Dejan Ljubicic (71.) zurück. Der BVB kam durch ein Eigentor von Benno Schmitz (78.) nur noch zum Anschluss.
Terzic nach Pleite bedient: "Brutal, ärgerlich und bitter"
Quelle: Perform
Borussia Dortmund hat den Sprung an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga vor dem Topspiel gegen Bayern München verpasst. Die Mannschaft von Trainer Edin Terzic unterlag beim 1. FC Köln mit 2:3 (1:0) und fiel vor dem direkten Duell am kommenden Samstag sogar hinter den punktgleichen deutschen Rekordmeister zurück.
Julian Brandt (31.) brachte die in der ersten Halbzeit besseren Gäste vor dem wegweisenden Champions-League-Duell beim FC Sevilla am Mittwoch in Führung. Florian Kainz (53.), der Ex-Dortmunder Steffen Tigges (56.) und Dejan Ljubicic (71.) drehten aber die Begegnung. Das Dortmunder 2:3 durch ein Eigentor von Benno Schmitz (78.) kam zu spät. Für Köln war es der erste Heimsieg gegen den BVB seit fast sieben Jahren.
Vor 50.000 Zuschauern stand zunächst einmal Rückkehrer Anthony Modeste im Mittelpunkt. Der im Sommer nach Dortmund gewechselte Torjäger begrüßte kurz vor dem Anpfiff alle Kölner Ersatzspieler per Handschlag, dann folgte eine innige Umarmung mit Trainer Steffen Baumgart. Die versöhnlichen Szenen hielten die FC-Fans allerdings nicht davon ab, Modeste bei jedem Ballkontakt auszupfeifen.
Terzic beorderte neben Modeste auch den zweiten Kölner Zugang Salih Özcan in die Startelf, Mats Hummels und Marius Wolf fehlten kurzfristig aufgrund einer Erkältung. Der BVB-Coach verordnete seinem Team ein offensives 4-1-2-3-System, klare Chancen gab es in den ersten 25 Minuten aber keine.
Die Gäste kamen dann durch Donyell Malen zum ersten gefährlichen Abschluss (27.), auf der anderen Seite verzog Kainz knapp (29.). Dortmund übernahm in der Folge immer mehr das Kommando. Dem Führungstreffer ging ein Ballverlust von FC-Innenverteidiger Timo Hübers voraus. Ersatzkapitän Jude Bellingham bediente Brandt, der frei vor Torhüter Marvin Schwäbe die Nerven behielt.
Bis zur Pause verpassten es die Gäste, die Führung auszubauen. Der starke Karim Adeyemi fand mit einer sehenswerten Direktabnahme ebenso in Schwäbe seinen Meister (33.) wie Malen (40.).
Die Gastgeber kamen mit deutlich mehr Druck aus der Pause. Ondrej Duda wurde aber in höchster Not von Niklas Süle geblockt (47.), die Abschlüsse von Linton Maina (47.) und Duda (51.) waren noch zu harmlos. Dann drückte Kainz eine Hereingabe von Maina über die Linie. Drei Minuten später köpfte Tigges eine Kainz-Ecke zur Führung ein.
BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl sprang nach dem Rückstand von der Bank auf und feuerte die Schwarz-Gelben lautstark an. Der Weckruf fand Gehör. Der BVB startete wütende Angriffe. Die Schüsse von Brandt und Bellingham stellten Schwäbe aber vor keine Probleme. Auf der anderen Seite traf der eingewechselte Florian Dietz frei vor dem BVB-Tor nur den Innenpfosten (69.). Ljubicic machte es besser.
Die Stimmen zum Spiel:
Timo Hübers (1. FC Köln): "Ich kenne Anthony (Modeste, Anm. d. Red.) gut, wir haben ein Jahr lang miteinander gespielt und trainiert. In so einem Duell muss man das ausblenden. Da gab es auch ein paar Nickligkeiten - er einmal an mir, ich einmal an ihm. Zum Glück haben wir aber die Punkte hierbehalten."
Steffen Baumgart (Trainer 1. FC Köln): "In der ersten Halbzeit waren wir nicht gut, in der zweiten haben wir dann endlich Fußball gespielt. In der ersten Halbzeit hatten wir zwar die ein oder andere Aktion, haben den Ball aber zu selten an den Mann gebracht. Im zweiten Durchgang haben wir das Herz in die Hand genommen und sind marschiert. Aufgrund der zweiten Halbzeit, der Mentalität und der Laufbereitschaft ist der Sieg zwar glücklich, aber nicht unverdient. Wir haben alles rausgehauen."
Julian Brandt (Borussia Dortmund): "Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt. Wir hätten uns einen Gefallen tun können und das zweite Tor nachlegen müssen. Im zweiten Durchgang verteidigen wir es dann sehr schlecht und schlucken in relativ kurzem Zeitraum drei Tore – das darf uns nicht passieren. Es war eine tolle Kulisse hier in Köln, das darf aber keine Ausrede sein."
Der Tweet zum Spiel:
Anthony Modeste wurde bei seiner Rückkehr nach Köln durchgehend von den Fans ausgepfiffen. FC-Coach Steffen Baumgart begrüßte seinen Ex-Stürmer jedoch mit einer kurzen, aber innigen Umarmung. Das half aber auch nicht: Am Ende unterlag Modeste mit seinem neuen Klub beim alten Arbeitgeber mit 2:3.
Das fiel auf: Köln und BVB mit zwei Gesichtern
In einer temporeichen und intensiven Anfangsphase merkte man dem BVB in Drucksituationen an, dass es noch Abstimmungsprobleme in der Defensive gibt. Besonders Thomas Meunier und Niklas Süle wirkten nicht eingespielt. Durch Körperlichkeit und Robustheit arbeitete sich der Favorit aus Dortmund aber nach und nach in die Partie und wurde wiederholt gefährlich.
Donyell Malen und Karim Adeyemi kreierten mit ihren Tempoläufen immer wieder Tiefe im BVB-Spiel, in der Mitte zogen Jude Bellingham und Julian Brandt geschickt die Fäden. Letzterer krönte eine gute Leistung mit einem technisch sehenswerten Tor zur verdienten Führung. Malen dagegen war zwar ein ständiger Unruheherd, ließ aber zu viel liegen.
Die Kölner konnten nur zeitweise dagegenhalten. Besonders Startelf-Debütant Linton Maina wirkte motiviert, stand aber zu oft im Abseits. Florian Kainz und Dejan Ljubicic stachen jedoch heraus und drehten nach dem Seitenwechsel richtig auf.
Binnen kürzester Zeit traf Kainz selbst und legte einen Treffer auf, Ljubicic markierte zudem das 3:1. Der BVB verlor komplett den Faden und wurde förmlich überrannt. Hinzu kam, dass Baumgarts Einwechselung des jungen Dennis Huseinbasic für zusätzlichen Schwung sorgte.
Die Statistik: 151
Ganze 151 Sekunden brauchte der FC, um die Partie gegen den BVB durch Treffer von Kainz und Tigges zu drehen.
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(mit SID)
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Quelle: SID
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