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Bayern-Boss Oliver Kahn schießt gegen Lothar Matthäus zurück: "Klar Grenzen überschritten"
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Publiziert 02/04/2023 um 19:35 GMT+2 Uhr
Oliver Kahn hat im verbalen Schlagabtausch mit Lothar Matthäus erneut zurückgeschossen. Der Rekordnationalspieler hatte dem Vorstandsvorsitzenden beim Spiel des FC Bayern gegen den BVB vorgeworfen, in Bezug auf die Entlassung von Julian Nagelsmann die Unwahrheit gesagt zu haben. "Wenn mich jemand der Lüge bezichtigt, werden hier klar Grenzen überschritten", schimpfte Kahn nun bei "Sky90" zurück.
"Grenze überschritten": Hainer über Zoff zwischen Kahn und Matthäus
Quelle: MagentaTV
Auslöser der wiederholten Schimpftiraden war ein Interview von Kahn vor dem Klassiker zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund (4:2) in der Allianz Arena, in dem sich der frühere Weltklassetorwart den "Sky"-Experten zur Brust nahm und ihm unterstellte, an "Erinnerungsverlust" zu leiden.
Matthäus hatte in der zurückliegenden Woche den Stil der Vereinsführung - vor allen Dingen bezogen auf die Freistellung von Julian Nagelsmann - bemängelt. Angesprochen auf die Trennung vom Landsberger, der von seiner bevorstehenden Entlassung aus den Medien erfuhr, beteuerte Kahn, man habe "nach dem Leak" der Trennung mit dem 35-Jährigen gesprochen.
Matthäus zog die "zeitliche Abfolge" der Ereignisse daraufhin in Zweifel und sagte in der Halbzeitpause gegenüber "t-online": "Ich weiß, dass Oliver Kahn lügt." Nach der Begegnung widersprach auch Nagelsmanns Berateragentur den Ausführungen des Vorstandsvorsitzenden beim Rekordmeister.
Gegenüber "Sky90", wo Kahn am Abend zu Gast war, wiederholte der Weltmeister von 1990 am Samstagabend auf Anfrage seinen Vorwurf. "Ich habe Nachrichten bekommen, in denen es heißt, Kahn lügt - ich gehe davon aus, dass er nicht die Wahrheit sagt", machte Matthäus deutlich.
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Oliver Kahn im Gespräch mit Sebastian Hellmann und Lothar Matthäus
Fotocredit: Imago
Kahn: "'Mia san Mia' mit der Muttermilch"
Der Bayern-Chef, der seinem früheren Mannschaftskollegen schon zuvor "stil- und haltlose Aussagen" vorgeworfen hatte, kritisierte nun "die Umgangsformen" von Matthäus.
"Wenn mich jemand der Lüge bezichtigt, werden hier klar Grenzen überschritten. Dann erwarte ich auch konkrete Aussagen, konkret, wo denn diese Lüge oder diese Unwahrheiten stattgefunden haben", forderte Kahn bei "Sky90". Nichts anderes habe Kahn hinterfragen wollen.
Auch Matthäus' ursprüngliche Aussage, das "Mia san Mia" werde bisweilen beim FC Bayern München "mit Füßen getreten" wies der Karlsruher erneut deutlich zurück. "Hasan und ich sind, wenn man zusammenrechnet, 20 Jahre beim FC Bayern. Wir haben das Mia san Mia mit der Muttermilch mitbekommen", machte Kahn deutlich.
Kahn: "Das Geschäft hat sich weiterentwickelt"
Allerdings gehören bestimmte Zeiten in der Zwischenzeit der Vergangenheit an, betonte der 53-Jährige: "Das Geschäft, der Fußball haben sich weiterentwickelt. Beim Mia san Mia geht es um viele Dinge". Über derlei Themen könne man diskutieren, so Kahn, der seinem ehemaligen Teamkollegen indirekt die Hand reichte.
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Tuchel nach Traumstart erleichtert: "War sehr nervös"
Quelle: SID
"Ich habe ja mit Lothar zusammengespielt und da ging es auch ab und zu mal zur Sache. Das ist übrigens auch dieses Mia san Mia - dass man sich auch mal streitet, auch mal auseinandersetzt", spielte Kahn den Disput herunter. "Für mich ist wichtig: Immer auch für den Erfolg des FC Bayern München", machte der Bayern-Boss deutlich.
Hamann freut Streitgespräch
Matthäus hatte schon am Samstagabend erklärt, er suche keinen "Privatkrieg" mit Kahn. Der verbale Schlagabtausch dürfte dennoch sicher in die nächste Runde gehen. Ganz zur Freude von Dietmar Hamann, der sich an dem Schauspiel erfreute, wie er ebenfalls bei "Sky90" zugab: "Für mich war das gutes Fernsehen. Mich freut es, wenn da mal ein bisschen Feuer ist. Das ist doch das, was die Leute sehen wollen."
Trotz des spektakulären 4:2 (3:0) der Münchner am Samstagabend in der Allianz Arena: Schlagzeilen entstehen in München dieser Tage außerhalb des Rasens.
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