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FC Bayern München in der Krise: Matthäus attackiert Kahn - und Hoeneß mischt intensiv mit
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Publiziert 26/04/2023 um 13:21 GMT+2 Uhr
In der Mega-Krise des FC Bayern wird weiter munter über mögliche Konsequenzen spekuliert. Auf dem Prüfstand stehen eigentlich alle - von den Spielern, über den Vorstandsvorsitzenden und den Sportvorstand bis hin zum Cheftrainer. Viele hochdekorierte Namen geistern durch die Säbener Straße. Auf Thomas Tuchel und seinem angeschlagenen Team lastet im Titel-Endspurt zudem immenser Druck.
Uli Hoeneß im Gespräch mit Thomas Tuchel
Fotocredit: Imago
Bevor Thomas Tuchel seine müden Stars am Mittwochvormittag nach drei freien Tagen wieder auf dem Trainingsplatz versammelte, gab es erst einmal hohen Besuch. Uli Hoeneß schaute überraschend auf dem Rasen vorbei und plauderte sehr angeregt mit dem neuen Bayern-Trainer und dessen Assistenten Anthony Barry.
Der Ehrenpräsident gestikulierte wild und ballte impulsiv die Faust. Nach 15 Minuten verschwand die "Abteilung Attacke" wieder in der Geschäftsstelle an der Säbener Straße. Zum Krisengipfel mit der angezählten Vereinsführung?
Gesprächsbedarf gibt es im Münchner Dauertief derzeit mehr als genug. So hatte ein Rundumschlag von Lothar Matthäus für weitere Unruhe beim "FC Hollywood" gesorgt. Der Rekordnationalspieler hatte es besonders auf Vorstandschef Oliver Kahn abgesehen.
Kahn habe "den Laden auf jeden Fall nicht im Griff", sagte Matthäus der "Sport Bild". Sein ehemaliger Mitspieler habe "andere Interessen, eine Familie, gerne den Kopf frei, er spielt gern Golf. Auf einmal muss er für ein Unternehmen in der Krise die Verantwortung tragen: eine neue Welt für ihn", so Matthäus: "Vielleicht hat er das unterschätzt."
Matthäus kritisiert auch Hainer
Auch von Präsident Herbert Hainer "hätte ich mir mehr klare Führung erwartet", ergänzte der ehemalige Bayern-Star. Zudem seien die Transfers von Sportvorstand Hasan Salihamidzic "im Nachhinein doch nicht so gut, wie man gedacht hatte"
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Tuchel nach Bayern-Pleite ratlos: "Habe keine Erklärung dafür"
Quelle: Perform
Über mögliche Konsequenzen für die in der Kritik stehenden Bayern-Bosse kann aktuell nur spekuliert werden. Erst am 22. Mai tagt der mächtige Aufsichtsrat unter dem Vorsitz von Hainer - und mit Hoeneß. Der frühere Manager wird nach wie vor als einflussreichster Faktor im Klub gesehen.
Die Fragen lauten: Senkt Hoeneß bei Kahn den Daumen? Oder gar bei Salihamidzic, dessen Mentor er eigentlich ist? Und wer wären die Alternativen? Eine vorübergehende Rückholaktion von Ex-Boss Karl-Heinz Rummenigge soll demnach schon diskutiert werden.
Zudem werden Namen wie Philipp Lahm, Oliver Bierhoff, Christian Seifert oder Bastian Schweinsteiger im aufgeregten Münchner Umfeld gespielt. Sogar Hoeneß-Sohn Florian wird als Kandidat genannt.
Hoeneß rollt Schweinsteiger Teppich aus
Hoeneß hatte Schweinsteiger zuletzt schon den Teppich ausgerollt, sollte der Interesse an einem Job in der Vereinsführung bekunden. Dann würden die Türen beim FC Bayern "weit aufgehen". Schweinsteiger habe, so Hoeneß bei einem "AZ"-Talk, "eine unglaubliche Entwicklung in der Persönlichkeit gemacht".
Er sei nun ein "gestandenes Mannsbild und Weltmann".
Gestandene Mannsbilder dürfte sich Hoeneß im Saisonendspurt auch in der Mannschaft wünschen. Doch die Stars zeigen im engen Titelkampf seit Wochen ungewohnte Schwächen und vor allem: wenig Lust auf die elfte Meisterschaft in Folge. Der neue Trainer wirkt angesichts der vielen Probleme bereits desillusioniert.
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Titel-Dämpfer in Mainz: Tuchel legt den Finger in die Wunde
Quelle: Perform
Noch hat Tuchel keinen Weg gefunden, um die taumelnden Bayern wieder auf Kurs zu bringen. Auch personell ist vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Schlusslicht Hertha BSC (noch) keine Linie zu erkennen - wie etwa beim Hin und Her von Bayern-Ikone Thomas Müller. Matthäus warnte deshalb: "An Thomas Müller sind schon andere Trainer in München gescheitert."
Geld für einen Stürmer ist da
Klar ist in der explosiven Lage nur, dass in den kommenden Wochen beim FC Bayern alles infrage gestellt wird. Auch der vermeintliche Luxus-Kader dürfte einige Veränderungen erfahren. Gesucht werden ein Sechser und vor allem ein Stürmer.
Im Gespräch: Harry Kane von Tottenham Hotspur, Victor Osimhen von der SSC Neapel und Randal Kolo Muani von Eintracht Frankfurt. Bei allen müssten die Münchner ganz tief in die Tasche greifen.
Doch Geld scheint reichlich vorhanden. Laut "Sport Bild" wird Kahn dem Aufsichtsrat einen neuen Rekordumsatz in Höhe von 835 Millionen Euro präsentieren. Ob das für eine Weiterbeschäftigung reicht?
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(SID)
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Tuchel begründet Trainingspause: "Wir sehen ausgelaugt aus"
Quelle: Perform
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