Borussia Dortmund feiert Last-Minute-Sieg bei Mainz 05 - Joker Giovanni Reyna lässt den BVB jubeln

Borussia Dortmund hat in der Bundesliga im Kampf um die Champions-League-Plätze einen wichtigen Sieg gefeiert. Das Team von Trainer Edin Terzic sich am Mittwoch dank eines Last-Minute-Treffers 2:1 (1:1) beim FSV Mainz 05 durch. BVB-Neuzugang Julian Ryerson (4.) und Joker Giovanni Reyna (90.+3) trafen zum umjubelten Sieg der Dortmunder. Jae-sung Lee hatte Mainz früh in Führung gebracht (2.).

Last-Minute-Sieg in Mainz: BVB-Coach Terzic verrät Erfolgsgeheimnis

Quelle: Perform

Die Mainzer wollten gegen den BVB nach fünf sieglosen Spielen in Folge wieder drei Punkte einfahren. Trainer Bo Svensson veränderte seine Startelf im Vergleich zum vergangenen Wochenende auf zwei Positionen. Jae-sung Lee kam in die Startelf, genauso wie Neuzugang Andreas Hanche-Olsen, der sein Bundesliga-Debüt gab. Außerdem vertrat Finn Dahmen weiter den verletzten Robin Zentner.
Nach dem wilden 4:3-Sieg gegen den FC Augsburg, hoffte BVB-Coach Edin Terzic auf mehr defensive Stabilität. Er brachte Niklas Süle als Kapitän in die erste Elf, auch Emre Can war mit dabei, stand für den gelbgesperrten Jude Bellingham auf dem Platz. Mats Hummels saß nur auf der Bank, ebenso Stürmer Sébastien Haller.
Bereits in der 2. Minute scheiterte Terzic‘ Defensivplan das erste Mal. Nach einer Ecke von der linken Seite setzte sich Lee am kurzen Pfosten gegen Rechtsverteidiger Julian Ryerson durch und setzte seinen Kopfball ins linke Eck. Gregor Kobel war noch dran, konnte jedoch nicht abwehren.
Dortmunds Antworte folgte prompt. Ryerson zog von der rechten Seite in die Mitte und suchte aus 18 Metern den Abschluss. Edimilson Fernandes bekam sein Bein in die Schussbahn und lenkte die Kugel so unglücklich über Dahmen ins rechte Eck – der Ausgleichstreffer in der 4. Minute.
In der Folge übernahm der BVB die Spielkontrolle, dominierte phasenweise mit mehr als 80 Prozent Ballbesitz. Es war allerdings Ballbesitzfußball ohne große Durchschlagskraft. Im letzten Drittel fehlten den Gästen der Ideenreichtum und auch die Schnelligkeit in den Angriffen. Mainz konzentrierte sich auf die Defensivarbeit, suchte die Chance in Kontern.
Im zweiten Durchgang prägten vor allem Fehlpässe auf beiden Seiten das Spielgeschehen, Offensivaktionen waren die Ausnahme. Terzic versuchte mit einem Dreifachwechsel (Haller, Jamie Bynoe-Gittens, Giovanni Reyna) Einfluss zu nehmen – und bewies ein goldenes Händchen. In einer durchwachsenen zweiten Halbzeit ging der BVB kurz vor Schluss in Führung. Nach einer Ecke von der rechten Seite, verlängerte Haller den Ball auf den zweiten Pfosten, Reyna verwandelte aus kurzer Distanz zum 2:1-Siegtreffer (90.+2).

Die Stimmen:

Finn Dahmen (1. FSV Mainz 05): "Der Start mit dem Tor war super, dann kriegen wir ein ärgerliches Gegentor. Danach haben wir etwas gebraucht, um mit dem Dortmunder Druck klarzukommen. Ab der 25. Minute haben wir wirklich ein gutes Spiel gemacht. Wir hätten uns zumindest einen Punkt verdient."
Bo Svensson (Trainer FSV Mainz 05): "Es ist bitter für uns, dass das Tor so fällt. Am Anfang hatten wir keinen Zugriff, da war Dortmund die klar bessere Mannschaft. Mit der Dauer sind wir in der zweiten Halbzeit immer besser geworden und hatten die Chance, ein Tor zu schießen. Es gibt viele positive Sachen, die wir mitnehmen können."
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"Ist sehr bitter": Svensson enttäuscht nach Last-Minute-Pleite

Quelle: Perform

Edin Terzic (Trainer Borussia Dortmund): "Wir sind sehr zufrieden mit dem Endergebnis. Nach dem Rückstand hat die Mannschaft eine richtig gute Reaktion gezeigt und sich schnell mit dem Ausgleich belohnt. Mit nahezu der letzten Aktion sind wir der glücklichere Sieger, es hätte in alle Richtungen gehen können. Wir sind froh, dass wir so aus den Startlöchern gekommen sind ins neue Jahr. Wir wissen, dass noch viel Arbeit auf uns wartet."
Julian Brandt (Borussia Dortmund): "Die Last-Minute-Siege sind die emotionalsten. Wir haben nach letztem Sonntag an den Sieg geglaubt. Wir merken, dass wir uns die Siege bis zur 90. Minute und darüber hinaus verdienen müssen. Seb (Sébastien Haller) hat extreme Kopfballqualitäten. Er ist momentan noch nicht bei 100 Prozent, aber er tut uns extrem gut."

Der Tweet zum Spiel:

Drei Punkte und doch zu wenig?!

Das fiel auf: Defensive Instabilität

Es ist das große Manko der Dortmunder in dieser Saison – die Defensivschwäche. Immer wieder sind die einfachen Gegentore des BVB Thema, immer wieder sucht die Mannschaft nach Lösungen, immer wieder ohne nachhaltigen Erfolg. Die Dortmunder stehen bei 25 Gegentoren nach 17 Partien, weisen eine positive Tordifferenz von lediglich fünf Treffern auf – zu viel und zu wenig für die Ansprüche des BVB.

Die Statistik: 2

Reyna stand in den letzten Wochen und Monaten vermehrt in der Kritik, auf dem Spielfeld liefert der US-Amerikaner. In den letzten beiden Spielen war Reyna jeweils als Joker zur Stelle - zwei Spiele, zwei Tore.
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Terzic stellt Haller Sonderlob aus: "Seine Präsenz hat uns geholfen"

Quelle: Perform

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