Borussia Dortmund: Hans-Joachim Watzke berichtet über Telefonat mit Uli Hoeneß nach verspielter Meisterschaft

Hans-Joachim Watzke hat am Abend der verspielten Meisterschaft mit Uli Hoeneß telefoniert. "Er hat mich angerufen als ich noch im Stadion war. Natürlich habe ich ihm bei der Gelegenheit auch gratuliert”, erzählte Watzke der "Bild am Sonntag". Als Bayerns Jamal Musiala zuvor das 2:1 gegen den 1. FC Köln erzielt hatte, habe sich der 63-Jährige gefühlt, "als ob mir jemand ein Messer ins Herz rammt".

Hans-Joachim Watzke am Telefon.

Fotocredit: Getty Images

Den Anruf von Hoeneß habe Watzke als wertschätzend empfunden. "Unser Verhältnis hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert." Worüber die beiden konkret sprachen, wollte der 63-Jährige aber nicht preisgeben.
Doch er offenbarte seine Gefühlswelt an jenem Nachmittag des 27. Mai: "Ab der 75. Minute habe ich fast mehr auf den Monitor vor meinem Sitzplatz geschaut (als auf das Spiel im BVB-Stadion; Anm. D. Red.). Dort lief das Köln-Spiel. Als in der 89. Minute das 2:1 für Bayern fiel, habe ich mich gefühlt, als ob mir jemand ein Messer ins Herz rammt.”
Auch vom weiteren Verlauf seines Abends erzählte Watzke: "Ich habe zwei, drei Rotwein getrunken, mehr nicht, und dann gemerkt, dass ich nichts spüre. Ich muss so viel Adrenalin im Körper gehabt haben, dass der Alkohol keine Wirkung gezeigt hat.” Sein emotionaler Schmerz sei dabei schlimmer gewesen als der nach dem verlorenen Champions-League-Finale 2013 gegen den FC Bayern (1:2).
Ähnlich haben sich sicher auch die BVB-Fans im Stadion gefühlt. Diesen gegenüber zeigte sich Watzke sehr dankbar für ihre fortwährende Unterstützung, auch nach der Mega-Enttäuschung: "Am liebsten hätte ich mich bei jedem Einzelnen per Handschlag bedankt."

Watzke: BVB-Spieler "konnten mit diesem Druck nicht umgehen"

Der Dortmund-Boss fand sogar eine mögliche Erklärung für die verspielte Meisterschaft, am letzten Spieltag gegen Mainz 05 (2:2).
"Es wurde - natürlich ungewollt - ein unfassbarer Erwartungsdruck von allen Seiten aufgebaut. Offensichtlich konnten einige Spieler, speziell die, die noch nie Meister waren, am Ende mit diesem Druck nicht umgehen. Für sie war das am Ende des Tages vielleicht zu viel. Noch zu viel", so Watzke.
picture

Glasner: "Passt mir bitte gut auf die Eintracht auf"

Quelle: Perform

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung