Borussia Dortmund überrollt dezimierte Freiburger - Sébastien Haller feiert emotionale BVB-Torpremiere bei Kantersieg

Borussia Dortmund hat seine Erfolgsserie in der Bundesliga fortgesetzt. Der BVB bezwang den SC Freiburg am 19. Spieltag 5:1 (1:1) und feierte den vierten Sieg in Folge. Nico Schlotterbeck (26.), Karim Adeyemi (48.), Sébastien Haller (51.), Julian Brandt (69.) und Giovanni Reyna (82.) trafen für Dortmund. Lucas Höler erzielte Freiburgs Ehrentreffer (45.). Kiliann Sildillia kassierte Gelb-Rot (17.).

Terzic überglücklich über Haller-Tor: "Bedeutet uns extrem viel"

Quelle: Perform

Mit einer Serie von drei Siegen aus drei Spielen ging der BVB in das Verfolgerduell gegen den SC Freiburg. Die Dortmunder mussten auf Julian Ryerson (Mandelentzündung) und Salih Özcan (Sperre) verzichten, dafür starteten Kapitän Marco Reus und Raphaël Guerreiro.
Der Sportclub rotierte gegen die Borussia, Trainer Christian Streich brachte insgesamt drei neue Akteure, setzte Michael Gregoritsch überraschend auf die Bank. Freiburg agierte in einer Fünferkette gegen den Ball, setzte auf viel Personal im Mittelfeldzentrum.
Der taktische Plan der Gäste ging allerdings nicht auf. Bereits in der 17. Minute gerieten die Breisgauer in Unterzahl. Kiliann Silidillia sah zunächst in der 15. Minute die Gelbe Karte für ein Foul an Karim Adeymi, nur kurz darauf foulte er seinen Gegenspieler wieder gelbwürdig - Gelb-Rot war die logische Konsequenz.
Dortmund nutzte die personelle Überzahl und erzielte in der 26. Minute die hochverdiente Führung. Nico Schlotterbeck erkämpfte sich den Ball nach einer Ecke von Julian Brandt von der linken Seite am ersten Pfosten und suchte aus extrem spitzem Winkel den Abschluss. Mark Flekken war beim Schuss ins kurze Eck machtlos.
Der BVB dominierte die Partie, Freiburg agierte erschreckend schwach. Jedoch verpassten es die Dortmunder, den zweiten Treffer nachzulegen. So kam es, wie es kommen musste - der Sportclub erzielte mit dem ersten Torschuss den Ausgleich. Niklas Süle und Schlotterbeck schafften es nicht, am Strafraum gegen Ritsu Doan zu klären, Lucas Höler bedankte sich und verwandelte aus 15 Metern flach ins rechte Eck (45.).
Im zweiten Durchgang machten es die Dortmunder offensiv zielstrebiger, gingen bereits in der 48. Minute erneut in Führung. Adeyemi spielte im Zentrum den Doppelpass mit Jude Bellingham und zog anschließend aus elf Metern flach ab - der Ball landete im linken Toreck.
Nur kurz darauf legte der BVB das dritte Tor nach. Nach einer Ecke brachte Guerreiro den Ball aus dem linken Halbfeld erneut in den Strafraum. Aus fünf Metern stieg Stürmer Sébastien Haller hoch und vollendete per Kopf unhaltbar zum 3:1 in der 51. Minute.
In der 69. Minute war die Borussia gegen überforderte Freiburger das vierte Mal zur Stelle. Brandt bekam den Ball im Zentrum, wurde nicht angegriffen und zog aus 22 Metern ab. Der Ball knallte vom linken Innenpfosten ins Tor. Flekken war einmal mehr machtlos.
Freiburg hatte dem Dortmunder Spiel wenig entgegen zu setzten und kassierte in der Schlussphase auch noch den fünften Gegentreffer. Guerreiro legte den Ball im Strafraum für den eingewechselten Giovanni Reyna vor, der US-Amerikaner traf aus 15 Metern flach ins rechte Eck (82.). Es war der 5:1-Endstand in einer Partie, die der BVB über die volle Distanz dominierte.

Die Stimmen:

Christian Günter (SC Freiburg): "Wir haben uns echt viel vorgenommen, die Anfangsphase war auch ganz gut. Natürlich - dann kommt die Gelb-Rote Karte, das macht es dann hier nicht einfacher - gerade gegen den BVB. Extrem bitter."
Matthias Ginter (SC Freiburg): "Es ist ohnehin schon schwer, dann 75 Minuten zu zehnt. Es war für uns eine glückliche Fügung, dass wir noch kurz vor der Halbzeit das 1:1 gemacht haben. Wir haben alles versucht, haben alles verteidigt und dann war es natürlich schwer nach dem Doppelschlag."
Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund / über sein Tor): "Ich habe geschossen und es dann gar nicht gesehen und nur den Jubel gehört. Ich glaube, Luci (Lucas Höler; Anm. d. Red.) geht weg, weil er Angst vor dem Elfmeter hat und dann treffe ich ihn gut. Das hat mich gefreut."
Edin Terzic (Trainer Borussia Dortmund): "Wir haben von Beginn an die Kontrolle übernommen, waren sehr dominant, haben sehr klar verteidigt. Das Spiel wurde durch Gelb-Rote Karte verändert. In der zweiten Halbzeit haben wir eine richtig gute Leistung gezeigt, gegen eine Mannschaft in Unterzahl, das war nahezu perfekt. Wir haben kaum noch den Gegner atmen lassen."
Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Wir wollten in ein gutes Umschaltspiel kommen, um Dortmund da vielleicht wehzutun. Dann gibt's die Gelb-Rote Karte. Es war heute das Problem, dass mir die Verhältnismäßigkeit gefehlt hat. Wir waren mit dem Ball nicht gut genug, einige Spieler waren im Zweikampf nicht gut genug, deshalb haben wir 5:1 verloren."

Der Tweet zum Spiel:

Dortmund setzte am Weltkrebstag ein symbolisches Zeichen. Ausgerechnet Haller traf nach überstandener Hodenkrebs-Erkrankung zum 3:1.

Das fiel auf: Von der Talfahrt erholt

Die Leistungen von Adeyemi in der ersten Saisonhälfte ließen zu wünschen übrig - 13 Einsätze in der Bundesliga, eine Vorlage, mehr nicht. So geriet der Offensivmann auch im eigenen Lager in die Kritik - viele Fans attestierten dem Youngster eine schlechte Einstellung.
Adeyemi setzte sich mit der Kritik offenbar auseinander, analysierte seine Performance und zeigt seit dem Beginn der Rückrunde ein anderes, besseres Gesicht. Zwei Spiele, zwei Tore und jeweils entscheidender Anteil daran, dass der BVB den Platz als Sieger verließ. Der 21-jährige Nationalspieler ist mittlerweile ein extrem wichtiger Faktor in der Dortmunder Offensive.

Die Statistik: 19

My Home is my Castle - trifft auf Borussia Dortmund in der jüngsten Vergangenheit definitiv zu. Aus den letzten sieben Heimspielen holte der BVB starke 19 Punkte.
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Quelle: Perform

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