Bundesliga - FC Bayern feiert Schützenfest nach Rückstand: Benjamin Pavard trifft doppelt gegen Augsburg

Der FC Bayern hat nach dem Viertelfinal-Einzug in der Champions League unter der Woche erfolgreich zurück in den Bundesliga-Alltag gefunden. Gegen den FC Augsburg siegten die Münchner nach Rückstand 5:3. Joao Cancelo (15.), Doppelpacker Benjamin Pavard (19.,35.), Leroy Sané (45.) und Alphonso Davies (74.) trafen für den FCB, Mergim Berisha (3., 60.) und Irvin Cardona (90.+3) für den FCA.

Der FC Bayern bezwang Augsburg 5:3

Fotocredit: Getty Images

Im Vergleich zum erfolgreichen Champions League-Spiel gegen Paris Saint-Germain, wechselte FCB-Trainer Julian Nagelsmann auf insgesamt fünf Positionen. Eric Maxim Choupo-Moting fiel mit Rückenproblemen aus, Thomas Müller, Josip Stanisic, Kingsley Coman und Leon Goretzka saßen auf der Bank. Joao Cancelo, Serge Gnabry, Benjamin Pavard, Leroy Sané und Sadio Mané begannen.
Die Augsburger, die in den vergangenen Wochen wichtige Punkte im Abstiegskampf holten, gingen selbstbewusst ins Duell gegen den deutschen Rekordmeister – FCA-Coach Enrico Maaßen forderte "Intensität, Mut und Effizienz". Er brachte im Auswärtsspiel drei neue Spieler. Julian Baumgartlinger, Mergim Berisha und Maximilian Bauer starteten.
Die Gäste starteten furios – so wie ihr Trainer es sich vorstellte – und gingen bereits in der 2. Minute in Führung. Pavard köpfte einen hohen Ball an der Strafraumgrenze direkt in die Füße von Berisha, der Cancelo stark austanzte und aus elf Metern flach ins rechte Eck vollendete. Yann Sommer war chancenlos.
Kurz darauf drehte sich das Spiel völlig, es entwickelte sich eine Partie auf das Tor der Augsburger. In der 15. Minute gelang den Münchnern der verdiente Ausgleich. Sané passte den Ball auf die rechte Seite auf Cancelo, der sich gegen Mads Pedersen durchsetzte und die Kugel aus sieben Metern ins lange Eck schoss.
Wenige Minuten später gingen die Hausherren in Führung. Mané brachte den Ball nach einer ungeklärten Freistoßhereingabe aus der rechten Strafraumhälfte in die Mitte, der aufgerückte Pavard verwandelte problemlos aus fünf Metern ins Tor (19.).
In der 35. Minute erzielte der französische Verteidiger sein zweites Tor. Nach einer Ecke von der rechten Seite landete der Ball über Umwege hoch am Fünfmeterraum. Pavard packte einen wunderschönen Volleyschuss aus und knallte den Ball unhaltbar ins Augsburger Tor.
Kurz vor der Halbzeitpause erzielte der deutsche Rekordmeister den vierten Treffer. Mané bekam den Ball in der linken Strafraumhälfte und spielte ihn in die Mitte. Die Augsburger schafften es nicht, die Kugel zu klären, Sané lief ein und erzielte das 4:1 per Kopf aus kurzer Distanz (45.).
Der FC Augsburg hatte nichts dagegenzusetzen, war mit den vier Toren zur Halbzeitpause noch gut bedient. Die Münchner agierten spielfreudig, kombinationsstark und effektiv nach vorne und waren auch in der Arbeit gegen den Ball enorm aktiv. So blieb es auch im zweiten Durchgang der Partie.
In der 50. Minute erzielten die Münchner den nächsten Treffer – allerdings aus Abseitsposition. Beim Zuspiel von Sané stand Mané im Strafraum im Abseits. Der Angreifer traf zwar sicher aus elf Metern ins Tor, der Treffer zählte aufgrund der Abseitsposition natürlich nicht.
Stattdessen waren die Augsburger plötzlich und unerwartet in der Offensive. Zunächst scheiterte Arne Maier mit einem Schuss aus 16 Metern an Sommer, danach traf Matthijs de Ligt den eingewechselten Irvin Cardona von hinten am Fuß – Elfmeter für Augsburg war die Folge. Berisha trat an und verkürzte in der 60. Minute für die Gäste.
Eine Viertelstunde später stellten die Münchner den alten Abstand wieder her. Cancelo zog mit dem Ball in die rechte Strafraumhälfte ein und spielte einen überlegten und starken Lupfer auf den zweiten Pfosten. Alphonso Davies lief ein und traf per Volleyschuss aus fünf Metern ins rechte Eck (74.).
Den Schlusspunkt setzten allerdings die Augsburger in der Nachspielzeit. Ruben Vargas setzte sich stark auf der linken Seite durch, dribbelte bis zur Grundlinie und passte punktgenau ins Zentrum auf Cardona, der problemlos aus fünf Metern das 5:3-Endergebnis erzielte (90.+3).

Die Stimmen zum Spiel:

Jeffrey Gouweleeuw (FC Augsburg): "Der Anfang war sehr gut, machen auch ein frühes Tor, sind eigentlich gut drin im Spiel. Aber danach haben wir es nicht gut gemacht. Wir haben vorne nicht gut gepresst und dann haben sie Qualitäten."
Mergim Berisha (FC Augsburg): "Das Ergebnis war ein bisschen zu hoch in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit haben wir vier Wechsel gemacht, neuen Schwung reingebracht und waren ein bisschen aktiver, aber wie in der ersten Halbzeit kannst du hier nicht auftreten."
Julian Nagelsmann (Trainer FC Bayern München): "Es ist immer so gegen Augsburg, dass wir nie den Anstoß hatten. Dann können sie gleich das Spiel machen, was sie machen wollen. Das Ding vorne reinkloppen und auf den zweiten Ball gehen. Aber die Reaktion ist das Wichtige, die war sehr gut."
Jamal Musiala (FC Bayern München): "Es war ein bisschen unglücklich, das Tor so früh zu kriegen. Aber danach haben wir eine gute Reaktion gezeigt. Ich glaube, drei Tore müssen wir heute nicht kassieren und jeder ist sauer darüber."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Liebe Grüße aus 2022

Vor der WM-Pause Mitte November dominierte der FC Bayern München seine Wettbewerbe, holte bis zur Unterbrechung zehn Siege in Serie – wettbewerbsübergreifend. Es war der FC Bayern München, dem viele Experten zur damaligen Form den Gewinn der Champions League zutrauten – so konstant stark spielten die Münchner. Es folgte die Weltmeisterschaft, die einen kleinen Bruch beim Rekordmeister hinterließ: Drei Remis in der Bundesliga in Folge, zähe, wenig überzeugende Auftritte.
Seit ein paar Wochen zeigen die Münchner ihre Form aus Ende 2022, dominieren ihre Gegner und zeigen ebendiese Konstanz, die sie nach dem Jahreswechsel zunächst vermissen ließen. Der FC Bayern liefert – und nicht nur die erste Elf. Der gesamte Kader hat verstanden, was gefordert ist. Gegen Augsburg startete die vermeintliche zweite Garde und überzeugte vollends. Wenn die FIFA nicht noch kurzfristig eine neue WM stattfinden lässt, sind und bleiben die Münchner wieder Favorit in allen Wettbewerben.

Die Statistik: 150

Doppelte Premiere für Pavard. Der Franzose absolvierte nicht nur sein 150. Pflichtspiel für den FC Bayern München, sondern erzielte außerdem seinen ersten Bundesliga-Doppelpack.
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Mbappé gezähmt: So wurde Upamecano zu Bayerns Abwehr-Star
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung