BVB gewinnt Topspiel bei Eintracht Frankfurt - Jude Bellingham entscheidet hitziges Duell
Publiziert 29/10/2022 um 20:25 GMT+2 Uhr
Borussia Dortmund hat das hitzige Topspiel bei Eintracht Frankfurt 2:1 (1:1) gewonnen und damit drei wichtige Zähler im Meisterkampf eingefahren. Julian Brandt (21.) brachte die Gäste in Führung, die Daichi Kamada nur fünf Minuten (26.) später egalisierte. BVB-Motor Jude Bellingham erzielte kurz nach dem Seitenwechsel (52.) den entscheidenden Treffer für die Mannschaft von Coach Edin Terzic.
Jude Bellingham entscheidet Topspiel in Frankfurt
Fotocredit: Getty Images
In einem ausgeglichenen Topspiel ging Borussia Dortmund nach einer sehenswerten Kombination in Führung. Donyell Malen setzte sich auf der linken Seite gegen Tuta durch und fand dann rechts im Strafraum Julian Brandt, der durch die Beine von Evan N’Dicka und Kevin Trapp zum 1:0 einschob (21.).
Allerdings währte die Freude der Gäste nur kurz. Fünf Minuten später platzierte Daichi Kamada nach starker Vorarbeit von Randal Kolo Muani einen Schuss aus 17 Metern perfekt im linken unteren Toreck (26.).
Anschließend erarbeitete sich die SGE einige gute Torabschlüsse, auch weil Borussia Dortmund sich immer tiefer zurückzog. Kurz vor der Halbzeitpause wurde es dann richtig brenzlig im Dortmunder Strafraum. Kolo Muani traf mit einem Lupfer über Gregor Kobel hinweg den linken Pfosten. Den Abpraller wollte sich Jesper Lindström sichern, wurde aber im Fünfmeterraum von Karim Adeyemi klar von hinten geschubst.
Der Däne fiel zu Boden – statt eines Strafstoßes entschied Schiedsrichter Sascha Stegemann allerdings auf Handspiel von Lindström und Freistoß für den BVB (42.). Auch der VAR schaltete sich kurioserweise nicht ein.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs war erneut Frankfurt das aktivere Team, den Treffer aber erzielte die Borussia. Nach feiner Kombination über Niklas Süle und Youssoufa Moukoko traf Jude Bellingham aus acht Metern wuchtig ins linke Toreck (52.).
Die Eintracht ließ sich davon aber nicht beirren und spielte weiter wie zuvor. Zunächst verpasste Lindström nach Pellegrini-Flanke den Ausgleich gegen einen stark reagierenden Kobel (54.). Wenig später parierte der Schweizer erneut herausragend gegen Kolo Muani, der zweite Ball landete bei Götze. Dessen Schussversuch gegen die alte Liebe wurde von Nico Schlotterbeck auf der Torlinie geklärt (57.).
Nur eine Minute später musste Kobel erneut retten. Schlotterbeck rutschte im Strafraum weg und machte so den Weg frei für Lindström, dessen Schussversuch aufs kurze Eck von Kobel vereitelt wurde (58.).
Auch in der Folge lief Frankfurt an, Dortmunds Defensive allerdings hatte sich nun aber besser auf die Angriffe der SGE eingestellt und ließ nicht mehr viel zu.
So blieb es schließlich beim 2:1-Auswärtserfolg der Borussia, die zuvor nur eines der letzten acht Auswärtsspiele im Deutsche Bank Park gewinnen konnte. So aber zog Dortmund auch in der Tabelle an der Eintracht vorbei.
Die Stimmen zum Spiel:
Markus Krösche (Sportdirektor Eintracht Frankfurt): "Letztendlich hat der Schiedsrichter heute keine gute Partie gemacht. Aus meiner Sicht war das ein ganz klarer Elfmeter. Wir diskutieren immer über den Videoschiedsrichter, da frage ich mich wirklich, wozu wir den haben. Natürlich müssen wir unsere Tore machen, aber das sind einfach die Schlüsselszenen in der Partie."
Sebastian Rode: "Wir haben die Bälle heute nicht reingemacht. Dortmund hat seine Chancen genutzt und hatte mit Gregor Kobel auch einen sehr guten Torwart."
(Zur Elfmeter-Szene) "Das ist das große Dilemma, dass es die Möglichkeit gibt, sich die Szene nochmal anzuschauen und sie nicht genutzt wird. Wenn er (Lindström, Anm. d. Red.) nicht geschubst wird, macht er den Ball rein. Daher ist es für mich die Verhinderung einer klaren Torchance und somit ein klarer Elfmeter."
Mario Götze (Eintracht Frankfurt): "Ich meine, wir haben am Mittwoch ein super Spiel gemacht, haben heute eine gute Leistung gezeigt. Wir haben unsere Chancen nicht genutzt, Dortmund war dann eiskalt. Die Torchancen, die wir haben, müssen wir einfach besser nutzen, wir bringen uns gut in die Situationen, aber schließen dann nicht ab."
Gregor Kobel (Borussia Dortmund): "Im Spiel habe ich die (Elfmeter- Anm. d. Red.) Szene gar nicht richtig gesehen, aber wenn man die Bilder sieht, ist das natürlich klar. Wir haben jetzt super gepunktet in den letzten Spiele, super verteidigt. Aber es gibt sicherlich noch die ein oder andere Situation, die wir besser machen können. Von der Qualität in unserer Mannschaft ist es ganz klar, dass wir oben mitspielen müssen."
Mats Hummels (Borussia Dortmund): "Ich glaube, dass wir auf einem sehr schwierigen Platz gespielt haben - für beide Mannschaften. Es war ein schwieriges Spiel mit aufgeheizter Stimmung. Am Ende haben wir unsere Chancen besser genutzt als Frankfurt. Wenn die Eintracht ihre Chancen nutzt, gehen wir heute als Verlierer vom Platz."
(Zu seiner öffentlich geäußerten Kritik) "Ich habe das schon bewusst gemacht, weil es manchmal auch der letzte Ausweg ist."
Edin Terzic (Trainer Borussia Dortmund): "Es war ein großer Kampf. Eine große Portion Glück. Aber nichtsdestotrotz ein richtig wichtiger, geiler Sieg. Wir wissen aber auch, dass wir am Ende Glück hatten. Wir hatten heute nicht so viele Torchancen, haben die aber genutzt. Wir sind glücklich, dass wir heute den Dreier geholt haben. Der war richtig wichtig."
Der Tweet zum Spiel:
Auch auf Twitter war der nicht gegebene Elfmeter das Diskussionsthema schlechthin.
Das fiel auf: Der nicht gegebene Strafstoß
In dieser Saison sind die Schiedsrichter schon oft in die Kritik geraten, auch in Frankfurt machte das Unparteiischen-Gespann mitsamt des Video-Schiedsrichters Dr. Robert Kampka einen folgenschweren Fehler. Den Elfmeter kurz vor der Halbzeitpause nicht zu geben, war eine klare Fehlentscheidung, Eintracht Frankfurt wurde die große Möglichkeit zum Ausgleich genommen. Diese Szene wird die Diskussion, die um die Schiedsrichter und den VAR schon seit Beginn der Saison entbrannt ist, auf keinen Fall entschärfen.
Die Statistik: 22
Borussia Dortmund hat nun 22 Zähler und zieht so an Eintracht Frankfurt (20) in der Tabelle vorbei.
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Quelle: Perform
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