Drei Dinge, die bei Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg auffielen: Das 180-Grad-Duo
Borussia Dortmund fertigte den VfL Wolfsburg am Sonntagabend 6:0 (3:0) ab und hielt den Meistertraum damit am Leben. Beim Schützenfest gegen die überforderten Niedersachsen überzeugte vor allem ein Duo, das während der Saison immer wieder mit Kritik konfrontiert wurde. Zudem stellte Torhüter Gregor Kobel seine Klasse einmal mehr unter Beweis. Drei Dinge, die auffielen.
Terzic gerät bei Adeyemi ins Schwärmen: "Herausragend"
Quelle: Perform
Mächtige Ansage nach München: Borussia Dortmund setzte beim 6:0 gegen den VfL Wolfsburg ein Ausrufezeichen im Titelkampf, nachdem der FC Bayern am Samstagabend in Bremen vorgelegt hatte.
Der Rückstand auf den Dauer-Champion aus dem Süden beträgt drei Spieltage vor Schluss lediglich einen Punkt. Auch, weil der BVB vor heimischer Kulisse mit reichlich Selbstvertrauen auftrat und schon vor dem Seitenwechsel alles klar machte.
Karim Adeyemi, Sébastien Haller und Donyell Malen brachten die Dortmunder auf die Siegerstraße, nach der Pause schraubten Jude Bellingham und der überragende Adeyemi das Ergebnis weiter in die Höhe.
Neben Adeyemi überzeugte in der Offensive einmal mehr auch Malen. Gregor Kobel und Routinier Mats Hummels hielten den Laden indes hinten zusammen.
Drei Dinge, die auffielen.
1.) Das 180-Grad-Duo
Lange wurden Neuzugang Adeyemi und Malen, der bereits im Sommer 2021 von der PSV Eindhoven ins Ruhrgebiet gewechselt war, kritisch beäugt. Die beiden pfeilschnellen Angreifer hatten vor allem zu Beginn der Saison - auch aufgrund von Verletzungen - mit Problemen zu kämpfen.
Mittlerweile zählt das Duo zu den absoluten Leistungsträgern und untermauerte gegen die Wölfe eindrucksvoll die vollzogene 180-Grad-Wende. Adeyemi steuerte nicht nur zwei Tore, sondern eine Vorlage bei. Sein Pendant war neben seinem eigenen Treffer an zahlreichen weiteren guten Angriffen beteiligt.
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Karim Adeyemi
Fotocredit: Getty Images
Die Zahlen der vergangenen Wochen sprechen Bände: Im neuen Jahr markierte Adeyemi sechs Tore und lieferte fünf Assists. Dies gelang keinem anderen Bundesligaspieler in ebenjenem Zeitraum. Malen erzielte derweil alle seine acht Bundesliga-Tore in dieser Spielzeit in den vergangenen zweieinhalb Monaten.
"Am Anfang der Saison haben wir gesagt, dass wir jeden einzelnen Spieler brauchen", sagte Trainer Edin Terzic im Anschluss der Partie bei "DAZN". Er ergänzte: "Karim hat heute 99 von 100 Aktionen richtig gemacht. Das war außergewöhnlich. Nicht nur seine Tore, sondern auch seine Beschleunigung. Genau das wollen wir."
Vollumfänglich zufrieden war Adeyemi nach der Begegnung aber dennoch nicht. Der Grund: In der 65. Minute setzte der Nationalspieler einen Elfmeter weit über den Kasten und verpasste damit seinen ersten Dreierpack im deutschen Oberhaus.
"Ich hätte ihn lieber Marco (Reus, d. Red.) gegeben. Das wäre besser gewesen", sagte Adeyemi bei "DAZN". Insgesamt fiel sein Fazit aber freilich positiv aus: "Wir hatten sehr viel Spaß, wir hatten hinter den Ketten sehr viele Räume - die haben wir genutzt. Es hat heute alles gepasst."
2.) Kobel ist der beste Bundesliga-Torwart
6:0 klingt einseitig und souverän. War es auch. Es hätte allerdings anders laufen können. Beim Stand von 1:0 sprintete Patrick Wimmer (19.) völlig alleine auf Dortmunds Schlussmann Gregor Kobel zu. Der Schweizer Keeper machte sich groß, wartete ab und parierte in herausragender Manier.
Zwölf Minuten später kratzte er einen Schlenzer von Jakub Kaminski aus dem Eck. Ansonsten wurde Kobel nur selten geprüft, vor allem seine erste Glanztat hielt den Tabellenzweiten aber auf der Siegerstraße.
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Gregor Kobel (l.) im Duell mit Patrick Wimmer
Fotocredit: Getty Images
Kobel, seit fast zwei Jahren in Diensten des BVB, zeigte wieder einmal, dass er aktuell zu den besten Torhütern Europas zählt. Über die gesamte Spielzeit, in Abwesenheit des verletzten Manuel Neuer, avancierte er zum stabilsten Torwart der gesamten Liga. Einzig im Schlüsselduell mit dem FC Bayern (2:4) patzte der 25-Jährige.
Kobel hielt nach Koen Casteels (Wolfsburg) und Mark Flekken (Freiburg) am häufigsten die Null (zehnmal), zudem wehrt er 74 Prozent der gegnerischen Schüsse ab. In dieser Disziplin wird Kobel nur von Frederik Rönnow (Union Berlin, 80 Prozent) übertroffen.
Ein meisterlicher Rückhalt.
3.) Der Routinier räumt auf
Für Hummels war der Erfolg gegen Wolfsburg ein besonderer: Es war der 200. Bundesliga-Sieg für Dortmund im 339. Spiel. Nur Klub-Legende Michael Zorc fuhr mit dem BVB noch mehr ein (206.).
Dass die Dortmunder gegen Wolfsburg die Oberhand behielten, war nicht nur der starken Offensivabteilung und Kobel geschuldet, auch Hummels hatte seine Anteile am Dreier. Vor dem 2:0 durch Haller erkämpfte er die Kugel im Mittelfeld und leitete den Treffer damit ein.
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Mats Hummels von Borussia Dortmund
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Auch ansonsten machte der 34-Jährige eine gute Figur. Hummels gewann 60 Prozent seiner Zweikämpfe und kam auf fünf Balleroberungen. Darüber hinaus setzte er die meisten Tacklings (3).
Hummels' Arbeitspapier läuft am Saisonende aus. Im Gegensatz zu Reus, der kürzlich um ein weiteres Jahr verlängert hatte, ist beim Weltmeister von 2014 noch nichts geklärt. "Auch mit Mats sind wir im engen Austausch, wir müssen es aber auch nicht jeden Tag betonen und nicht jeden Tag Wasserstandsmeldungen abgeben", sagte Sportdirektor Sebastian Kehl jüngst bei "DAZN".
Ein Hummels in dieser Form würde dem BVB auch in der kommenden Saison bestens zu Gesicht stehen.
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Quelle: Perform
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