Drei Dinge, die beim FC Bayern in Bremen auffielen: Coach Tuchel nervt die Müller-Diskussion

Mit dem 2:1 (0:0) gegen den SV Werder Bremen hat der FC Bayern München am Samstagabend im Meisterschaftskampf vorgelegt. Dies lag unter anderem daran, dass Sorgenkind Sadio Mané sich steigerte und zudem Nationalspieler Leroy Sané ins Spiel kam. Die Personalie Thomas Müller bleibt beim deutschen Rekordmeister hingegen ein heikles Thema für Trainer Thomas Tuchel. Drei Dinge, die auffielen.

Thomas Tuchel zeigt sich genervt von der Debatte um Thomas Müller

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Es war kein Glanzstück, dass der FC Bayern München in Bremen hinlegte. Nach schwierigen 95 Minuten stand am Ende ein hart erkämpfter 2:1-Sieg durch die Treffer von Serge Gnabry (62.) und Leroy Sané (72.).
In der Schlussphase wurde es noch einmal spannend, weil Niklas Schmidt in der 87. Minute der Anschlusstreffer gelang.
Thomas Tuchel war dennoch zufrieden. "Wir haben ein sehr gutes Auswärtsspiel gegen einen guten Gegner gemacht", sagte der Bayern-Trainer bei "Sky".
Mit aktuell vier Punkten Vorsprung auf Borussia Dortmund (So. 17.30 gegen Wolfsburg im Liveticker) führt der FC Bayern die Tabelle der Bundesliga an.
Drei Dinge, die uns bei Bayerns Sieg in Bremen auffielen.

1. Mané erlebt zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten

Ein Spiel, zwei komplett unterschiedliche Hälften. Sadio Mané hatte in der ersten Halbzeit große Probleme. Er war zwar sehr motiviert, doch ihm gelang nahezu nichts. Mané beendete die ersten 45 Minuten ohne Torschuss und ohne Torschussvorlage.
Nach dem Wechsel drehte Mané auf. Er bereitete eine gute Torchance ein, gab zwei Torschüsse ab leitete dann die Situation vor Gnabrys Führungstreffer ein.
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Sadio Mané gegen den SV Werder Bremen

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Auf Nachfrage von Eurosport sagte Trainer Thomas Tuchel: "Ich gebe Ihnen recht, die erste Halbzeit war ein bisschen fahrig. Ich weiß auch gar nicht wieso, er hat technische Fehler gehabt und hat ein bisschen schlampig die Aktionen zu Ende gespielt. In der zweiten Halbzeit hatte ich dann auch das Gefühl, dass er dran ist, dass er gute Aktionen findet im Strafraum und er hat mir auf jeden Fall besser gefallen."
Mané und der FC Bayern - vielleicht findet die bislang schwierige Beziehung am Ende der Saison doch noch zu einem Happy End.

2. Tuchel ist genervt von den Diskussionen um Müller

Thomas Müller winkte fröhlich ins Publikum, als er zur Ersatzbank ging. Gut möglich aber, dass es in ihm völlig anders aussieht. Zum zweiten Mal in Folge stand er nicht in der Startelf. Seine Personalie wird heiß diskutiert. "Sky"-Experte Lothar Matthäus äußerte vor dem Spiel sein Unverständnis: "Müller spielt nicht gegen Manchester, weil er zu langsam ist, weil das kein Müller-Spiel ist. Letzte Woche gegen Hertha, weil es nicht passt. Jetzt spielt er wieder nicht."
Schlussendlich kam Müller in der 64. Minute in die Partie. "Thomas hatte eine gute Energie", sagte Tuchel später. Auf die Frage, wann denn nun die typischen "Thomas-Müller-Spiele" kämen, reagierte er genervt: "Alle Spiele sind Thomas-Müller-Spiele. Ich habe das damals gesagt, weil die Spiele gegen Manchester City vom Spieltypus Thomas nicht liegen. Die anderen Spiele sind Thomas-Müller-Spiele, das ist doch völlig klar. Ich habe auch Verständnis für eine Frage. Etwas weniger Verständnis habe ich für 100 Fragen an einem Spieltag."
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Thomas Müller (FC Bayern) vor dem Gastspiel bei Werder Bremen

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Tuchel führte fort: "So wie sich Thomas verhält und so top-professionell wie er trainiert und was für einen Einfluss er in der Mannschaft hat, das ist top. Jetzt hat er zweimal hintereinander nicht begonnen, gegen Hertha hatte er es mit dem Rücken."
Und warum hatte er diesmal nicht gespielt? Tuchel ließ Gnabry in der Startelf, weil er zuletzt auch gegen die Hertha traf. Müller hatte dadurch das Nachsehen. "Harte Entscheidungen muss es geben", sagte Tuchel.
Nachfragen zu diesem Thema sind allerdings die logische Folge.

3. Sané empfiehlt sich für die Startelf

Leroy Sané nahm zum dritten Mal in Folge zunächst auf der Ersatzbank seinen Platz ein. Gut möglich allerdings, dass er kommenden Samstag im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 wieder in der Startelf stehen wird.
"Leroy war stark", lobte Tuchel. Der Offensivspieler kam in der 64. Minute ins Spiel und war sofort ein belebendes Element. In der 72. Minute traf er nach einer starken Vorarbeit von Noussair Mazraoui zum 2:0, war auch sonst sehr aktiv am Spielgeschehen beteiligt und hatte noch eine weitere Torchance.
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Leroy Sané

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Dies war genau der Effekt, den sich Tuchel von einem Einwechselspieler wünscht: "Es ist einfach extrem wichtig - nicht nur bei Bayern, aber vor allem bei Bayern - dass wir 13, 14, 15 Spieler haben, die immer wieder starten können und die auch, ob sie nun beginnen oder von der Bank kommen, Spiele entscheiden können."
Dennoch kann Sané darauf hoffen, bald wieder in der Startelf zu stehen.
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Quelle: Perform

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