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FC Bayern beendet Ergebniskrise gegen Bayer Leverkusen - Jamal Musiala ragt heraus
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Publiziert 30/09/2022 um 22:19 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern München hat nach vier sieglosen Spielen in Serie im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am 8. Bundesligaspieltag einen 4:0 (3:0)-Heimsieg gefeiert. Überragender Mann war einmal mehr Jamal Musiala, der das 1:0 durch Leroy Sané vorbereitete (3.), das 2:0 selbst erzielte (17.) und auch beim 3:0 durch Sadio Mané auflegte (39.). Den Schlusspunkt setzte Thomas Müller (84.).
Leroy Sané (l.) und Jamal Musiala vom FC Bayern
Fotocredit: Getty Images
Nach zuletzt vier sieglosen Bundesligapartien in Serie standen die Zeichen beim Rekordmeister auf Wiedergutmachung - und die Münchner verschwendeten keine Zeit, um nach der Länderspielpause wieder in die Spur zu finden.
Bereits in der dritten Spielminute bediente Shootingstar Jamal Musiala Mitspieler Leroy Sané mustergültig mit einem scharfen Querpass von der rechten Seite. Letzterer fackelte nicht lange und brachte seinen abgefälschten Schuss aus knapp sieben Metern im Tor unter (3.).
Die Hausherren dominerten nach Belieben und machten weiter Druck. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde knickte Bayer erneut ein. Diesmal traf der Vorlagengeber vom 1:0 selbst und erhöhte nach einem Doppelpass mit Thomas Müller aus halbrechter Strafraumposition auf 2:0. Lukas Hradecky war zwar noch dran, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern (17.).
Gegen Mitte der ersten Hälfte hatte Bayer dann gute fünf Minuten: Erst scheiterte Moussa Diaby aus 17 Metern an einer einhändigen Abwehr von Manuel Neuer (34.), vier Minuten später hatte der Schlussmann Glück, dass ein sehenswerter Schlenzer von Robert Andrich aus 25 Metern nur auf dem Tordach landete (38.).
Kurz nach den vergebenen Möglichkeiten erhöhte Sadio Mané kurz vor der Pause auf 3:0 (39.). Der Senegalese wurde von Musiala an der Strafraumkante angespielt, verzögerte kurz und brachte das Spielgerät schließlich flach rechts im Tor unter. Dabei blieb es bis zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild: Bayern dominierte die Partie, Bayer lief hinterher. Mit Charles Aranguiz und Piero Hicapie für Jeremie Frimpong und Mitchel Bakkker brachte Seoane zwei frische Kräfte. Einen positiven Effekt brachten die Wechsel aber nicht.
In der 54. Minute parierte Hradecky gleich zweimal stark. Erst hielt der Finne aus kurzer Distanz hervorragend gegen Mané, nur Momente später lenkte er einen wuchtigen Distanzschuss von Mathijs de Ligt über den Querbalken (54.). Zwei Minuten später musste der Finne dann doch hinter sich greifen, doch der Treffer von Mané wurde nach Video-Check von Tobias Stieler zurückgenommen. De Ligt hatte Odilon Kossounou zuvor im Kopfballduell gefoult (56.).
Anschließend führten diverse Wechsel auf beiden Seiten zu einem Bruch im Spiel. Die Bayern schalteten einen Gang zurück, die Partie trudelte langsam aus. Der eingewechselte Serge Gnabry prüfte Hradecky erst aus spitzem Winkel (70.), dann per Freistoß (83.).
Bitter für den Torwart: Gute fünf Minuten vor Schluss rutschte er bei einem Passversuch weg, sodass Müller sich den Ball schnappen konnte und ins leere Tor zum verdienten 4:0-Endstand traf (84.).
Die Stimmen:
Jamal Musiala (FC Bayern München): "Wir müssen in den nächsten Partien genauso spielen wie heute. Wir sind noch nicht komplett aus der Krise heraus. Wir müssen das über die nächsten Partien bestätigen. Wir haben heute eine gute Tiefe in unserem Spiel kreiert und die richtigen Laufwege gemacht. Bei meinem Treffer hatte ich ein bisschen Glück, weil Hradecky noch dran war. Ich will noch besser werden und noch mehr Tore schießen, auch wenn mir das in dieser Saison schon ganz gut gelingt. Wir haben alle den Druck gespürt und haben uns deshalb auf uns fokussiert. Wir wollen immer gewinnen."
Julian Nagelsmann (Trainer Bayern München): "Die Art und Weise war gut. Man merkt in jedem Spiel, dass die Spieler voll dabei sind. Das war heute schon sehr zufriedenstellend. Wir haben auch sehr stabil verteidigt."
Gerardo Seoane (Trainer Bayer Leverkusen): "Es gibt nach jedem Spiel viel zu besprechen. Mit dem frühen Gegentor gab es das schlimmstmögliche Szenario für uns. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Es ist eine Willensfrage. Wir hatten nicht die nötige Aggressivität. Das ist auch ein mentaler Prozess."
Kerem Demirbay (Bayer 04 Leverkusen): "Wir sind angereist, um das Spiel zu gewinnen. Die Bayern haben von Anfang an mit einer Dominanz gespielt, das war brutal. Sie waren uns eigentlich überall überlegen. Sie haben das überragend gemacht und haben einen überragenden Trainer. Für uns ist die Situation dagegen natürlich sehr schwer. Wir müssen das Spiel jetzt analysieren. Jeder muss sich hinterfragen und ehrlich zu sich selbst sein, ob er wirklich alles gegeben hat. Wir dürfen die Köpfe nicht hängen lassen und müssen positiv bleiben. Klar bin ich niederschlagen, ich will als Führungsspieler aber trotzdem vorangehen."
Der Tweet zum Spiel:
Er hat einen Grund zum Grinsen! Star-Neuzugang Sadio Mané durfte im Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen seinen ersten Liga-Treffer vor heimischer Kulisse feiern. Zuvor hatte der Senegalese nur auswärts in Frankfurt und Bochum getroffen.
Das fiel auf: 45 Minuten reichen Bayern dank überragendem Musiala
Bayer fehlte es an Mut, Leidenschaft und Aggressivität. Die Mannschaft von Gerardo Seoane setzte die Bayern viel zu spät unter Druck und ließ sich so das Spiel des Gegners aufdrücken. Den quirligen Musiala bekam die Werkself zu keinem Zeitpunkt unter Kontrolle. Die linke Seite der Gäste um Mitchel Bakker und Diaby konnte erneut nicht überzeugen. Dem Niederländer, der für Piero Hincapie in die Mannschaft gerutscht war, fehlte es an Dynamik. Dementsprechend revidierte Seoane seine Entscheidung und nahm ihn in der Halbzeit für Hincapie vom Feld. Da war es jedoch schon zu spät.
Die Bayern-Offensive brillierte dagegen im ersten Abschnitt wie vor der Ergebnis-Krise. Im letzten Drittel wurde das Spiel immer wieder auf die schnellen und quirligen Außenbahnen verlagert, was den Gegner ein ums andere Mal vor Probleme stellte. Überragender Mann auf dem Feld war Musiala, der an den ersten drei Toren beteiligt war. Sein Dribbling auf engstem Raum ist schon jetzt, mit nur 19 Jahren, auf absolutem Weltklasseniveau.
Die Statistik: 3
Abermals überzeugte DFB-Youngster Musiala mit einer hervorragenden Leistung. Der talentierte Offensivspieler sammelte bereits in den ersten 45 Minuten drei Scorerpunkte (zwei Vorlagen, ein Tor) und ging in der 81. Minute unter lautem Applaus vom Platz.
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Quelle: Perform
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