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FC Bayern - Lothar Matthäus und Didi Hamann tadeln Julian Nagelsmann: "Dann muss er in die 3. oder 4. Liga gehen"
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Publiziert 19/02/2023 um 00:00 GMT+1 Uhr
Die beiden ehemaligen Bayern-Stars Lothar Matthäus und Dietmar Hamann haben Julian Nagelsmann für dessen verbalen Ausraster im Anschluss an die 2:3-Niederlage in Mönchengladbach mit deutlichen Worten kritisiert. "Das wird ganz sicher ein Nachspiel haben, wenn er solche Worte verwendet. Ich erwarte, dass sich die Verantwortlichen unter Kontrolle haben", sagte Matthäus bei "Sky".
"Nicht alles auf die Goldwaage": Nagelsmann äußert sich zu Ausraster
Quelle: Perform
Was war passiert? Nagelsmann war nach Abpfiff wutentbrannt in den Katakomben aufgetaucht und in Richtung Schiedsrichterkabine gegangen. Er schrie: "Will der mich verarschen?" – und meinte damit den Unparteiischen Tobias Welz.
Grund der Wut war der Umstand, dass Welz dem Münchner Innenverteidiger Dayot Upamecano in der achten Minute wegen einer vermeintlichen Notbremse die Rote Karte gezeigt hatte.
Eine durchaus strittige Entscheidung. Als Nagelsmann wenige Augenblicke später zurückkehrte bezeichnete er das Schiri-Gespann als "weichgespültes Pack."
Auf der Pressekonferenz bezog er zu seinem Ausbruch Stellung. "Natürlich habe ich mich in der Mixed-Zone aufgeregt, aber nicht jedes Wort bitte auf die Goldwaage legen", sagte er. Nagelsmann ergänzte: "Es gibt Emotionen in diesem Sport, davon lebt er auch. Es ist nicht alles richtig, was ich da sage oder von mir gebe."
Nagelsmann gibt zu: "Eindeutig zu weit gegangen"
Später zeigte er sich via Twitter deutlich reumutiger und bat Welz um Entschuldigung. Er sei "eindeutig zu weit gegangen".
Mit Kritik sah er sich später dennoch konfrontiert. Neben Matthäus tadelte auch Hamann den 35-Jährigen. "Im Eifer des Gefechts rutschen natürlich mal Sachen raus, aber wenn er nicht will, dass seine Worte auf die Goldwaage gelegt werden, dann muss er in die 3. oder 4. Liga gehen. Da interessiert es keinen, was er erzählt", sagte Hamann bei "Sky".
Der ehemalige deutsche Nationalspieler schob nach: "Dieser Verantwortung musst du dir bewusst sein." Nagelsmann müsse sich "in Zukunft besser im Griff haben". Hamann weiter: "Er ist Trainer von Bayern München er repräsentiert einen Verein, der, was weiß ich, wie viele hunderttausend Mitglieder hat."
Verständnis äußerte Nagelsmanns Kölner Trainerkollege Steffen Baumgart. "Ich finde, wir sollten den Mensch auch Mensch sein lassen und nicht Roboter", sagte der extrovertierte Baumgart am Sonntag bei Bild TV. Nagelsmann habe "Emotionen gezeigt, die waren nicht in Ordnung, das hat er auch eingesehen - aber dann ist auch gut".
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Quelle: Perform
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