FC Bayern München - Jahreshauptversammlung: Präsident Herbert Hainer entschuldigt sich für Chaos im Vorjahr

Präsident Herbert Hainer hat sich auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern für sein Verhalten bei der Veranstaltung im Vorjahr entschuldigt. Dieser Abend sei "kein Ruhmesblatt" gewesen, "auch ich", ergänzte er, "habe an diesem Abend als Versammlungsleiter Fehler gemacht, dafür möchte ich mich nochmals in aller Form entschuldigen". Später wurde der 68-Jährige als Präsident wiedergewählt.

Bayern-Präsident Herbert Hainer

Fotocredit: Imago

Hainer ist mit großer Mehrheit für weitere drei Jahre zum Präsidenten gewählt worden.
Bei der Abstimmung der 1395 anwesenden Mitglieder erhielt er 1092 Ja-Stimmen (78,2 Prozent). Es gab 218 Nein-Stimmen und 85 Enthaltungen. Hainer ist durch die Wahl zum Präsidenten zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrates der FC Bayern AG.
Bei seiner Wahl vor drei Jahren hatte er wie seine Vorgänger Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß und Karl Hopfner über 97 Prozent der Stimmen erhalten.
Im vergangenen Jahr hatte Hainer Wortmeldungen von Mitgliedern, die sich zu einem umstrittenen Sponsorenvertrag des FC Bayern noch hatten einbringen wollen, nicht mehr zugelassen. Dies hatte für Tumulte gesorgt.

Hainer: "Wir müssen im Austausch bleiben"

Konkret auf die Kritik an der Verbindung mit "Qatar Airways" ging der 69-Jährige zu Beginn der diesjährigen Versammlung allerdings nicht ein.
Hainer sprach zunächst lediglich den Umgang des FC Bayern und dessen Kommunikation mit dem Thema an.
Die "wichtigste Lehre" aus diesem Abend sei gewesen: "Wir wollen als Verein ein Anspielpartner sein und Doppelpässe spielen, wir müssen im Austausch bleiben."

Hainer zieht pikanten Vergleich zu Borussia Dortmund

Finanziell stehe der FC Bayern indes, trotz der Corona-Pandemie, hervorragend da. Der Gesamtkonzern wies auch zum Abschluss des zweiten kompletten Jahres der Corona-Pandemie einen Gewinn aus.
Bei einem Gesamtumsatz von 665,7 Millionen Euro in der Saison 2021/22 wurde ein Überschuss von 12,7 Millionen Euro nach Steuern erwirtschaftet.
Da konnte sich Hainer einen Vergleich mit dem BVB nicht verkneifen. "Wenn man mal auf unseren Rivalen in der Bundesliga schaut: Borussia Dortmund hat zum dritten Mal in Serie rote Zahlen geschrieben mit einem Fehlbetrag von 35 Millionen Euro in der letzten Saison", legte der Präsident den Finger in die Wunde.
(SID)
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Quelle: Perform

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