Die Gäste aus Wolfsburg um Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac agierten zu Spielbeginn mutig im Spiel nach vorne und aggressiv in den Zweikämpfen. Beinahe hätten sich die Wölfe für den couragierten Auftritt in der Anfangsphase auch belohnt, Bayern-Verteidiger Alphonso Davies "klärte" einen Wimmer-Pass aber mit dem Schienbein an den eigenen Außenpfosten (5.).
Die Bayern benötigten - bis auf einen Lattenkopfball von Benjamin Pavard nach 13 Minuten - über eine halbe Stunde, um ein Rezept gegen die giftigen Wölfe zu finden, schlugen dann aber zwei Mal eiskalt zu. Beim 1:0 setzte sich Jamal Musiala vor dem Strafraum mit einer Mischung aus Glück und Geschick gegen zwei Gegenspieler durch und versenkte die Kugel aus 18 Metern unhaltbar zur Bayern-Führung im Eck (33.).
In der 44. Minute legten die mittlerweile spielbestimmenden Bayern nach: Bei einem Flachschuss von Joshua Kimmich von der Strafraumgrenze hielt Thomas Müller am Fünfmeterraum seinen Schlappen in die Schussbahn und verlängerte die Kugel mit der Fußspitze zum 2:0-Halbzeitstand ins Netz.
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Nach dem Seitenwechsel verpassten die Gäste durch Lukas Nmecha, der die Kugel am Fünfer nicht optimal traf, den Anschluss. Es war zugleich auch die beste VfL-Chance in Hälfte zwei (49.). Die Bayern taten offensiv nur noch das Nötigste, sorgten durch Müller (56.) und Leroy Sané (58.) aber weiterhin für gefährlichen Offensivaktionen.
In der Schlussphase ließ Sadio Mané mit einem missratenen Kopfball erst das 3:0 liegen (70.), kurz darauf wurde ein Treffer des Sommerneuzugangs aufgrund einer knappen Abseitsposition aberkannt (74.) - wie schon in der ersten Hälfte (20.).
Am letztlich ungefährdeten Bayern-Erfolg gegen zum Ende hin immer müder werdende Wolfsburger änderte das freilich nichts mehr.

Die Stimmen:

Julian Nagelsmann (FC Bayern München): "Wolfsburg hat gut begonnen, es ging für uns teilweise auch darum, nicht alles immer gleich nach vorne spielen zu wollen. Wir hatten dann zwanzig Minuten lang eine richtige Druckphase, in der noch mehr Tore hätten fallen können. Das war insgesamt ein sehr verdienter Sieg."
Niko Kovac (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir haben uns nach Kräften gewehrt und es den Bayern in der ersten Hälfte schwer gemacht. Der Druck wurde dann aber vor den Toren zu groß. Wir haben es ordentlich gemacht, aber natürlich sind die Bayern zu stark."
Jamal Musiala (FC Bayern): "Es läuft richtig gut für uns, wir spielen momentan sehr guten Fußball. Wir sind nicht gut ins Spiel reingekommen, aber dann haben wir mehr investiert und in kurzer Zeit zwei Tore geschossen."
Thomas Müller (FC Bayern): "Es war nicht so ein berauschendes Fest wie die ersten beiden Spiele. In der ersten Halbzeit haben wir immer besser Fuß gefasst und das Spiel nach der Pause kontrolliert."
Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): "Bayern ist schon eine andere Klasse als wir. Dennoch hatten wir einige Möglichkeiten, die wie leider nicht genutzt haben. So wird es in München schwer."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Magischer Musiala

Jamal Musiala befindet sich weiter in blendender Form und ist aus der Startelf der Bayern aktuell nicht wegzudenken. Auch gegen Wolfsburg versetzte das Supertalent das Publikum mit kleinsten Bewegungen auf engstem Raum und in zugleich höchstem Tempo mehrfach ins Staunen. 87 Prozent Passquote und drei Schlüsselpässe rundeten neben seinem Tor zum 1:0 eine erneut überragende Leistung ab. "Der scheißt sich nix", sagte der ehemalige Bayern-Star Michael Ballack bei "DAZN" bewundernd: "Er bringt so viel mit, ist auch im Strafraum unheimlich ruhig, das kannst du nicht lernen." Da bucht einer schon den WM-Zug ...

Die Statistik: 26

Der FC Bayern hat noch keines seiner 26 Bundesliga-Heimspiele gegen den VfL Wolfsburg verloren (24 Siege, zwei Remis). Kein anderes Team trat in der Bundesliga-Historie zu Hause so oft gegen einen Gegner an, ohne ein einziges Mal zu verlieren.
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