FC Bayern München: Dietmar Hamann schimpft über Aus von Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic

Der FC Bayern München hat sich am Samstag offiziell von seinem Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic getrennt. Dietmar Hamann hat für die Art und den Zeitpunkt des Bekanntwerdens der folgenschweren Entscheidung kein Verständnis. "Das ist an Respektlosigkeit nicht zu überbieten", schimpfte der ehemalige Bayern-Spieler. "Die Bayern müssen wirklich aufpassen."

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Quelle: Perform

Bereits vor der offiziellen Mitteilung des Vereins waren Berichte über die Trennung des FC Bayern von Kahn und Salihamidzic mit Berufung auf vereinsinterne Quellen im Umlauf. "Ich weiß nicht, wo die herkommt, es muss ja vom Verein kommen", reagierte Hamann erbost auf die Vorab-Meldungen zum Bayern-Beben.
"Es gab wohl eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung, wo das beschlossen wurde. Da habe ich überhaupt kein Verständnis für", so der 49-Jährige.
Kurz zuvor hatte der deutsche Rekordmeister noch auf spektakuläre Art und Weise seinen 33. Meisterschaftstitel erobert. Dieser Triumph habe unter dem Rauswurf von Kahn und Salihamidzic sehr gelitten.
"Egal, wer jetzt kommt, die Bayern müssen wirklich aufpassen. Das, was sie jetzt machen, ist dem FC Bayern unwürdig", unterstrich Hamann.

Hamann zum Kahn-Aus: "Das ist eine Frechheit"

"Sie müssen aufpassen, dass sie sich nicht auseinanderdividieren lassen oder auseinanderfallen", führte er weiter aus. "Das, was sie heute gemacht haben, mit dieser Mitteilung, ist eine Frechheit."
Wie Kahn kurz nach Abpfiff selbst in den Sozialen Netzwerken mitteilte, wurde dem ehemaligen Welttorhüter seitens des Vereins untersagt, am 34. Spieltag im Stadion anwesend zu sein. Ein Umstand, den Hamann nicht nachvollziehen kann. "Wenn einem CEO, der noch federführend ist, untersagt wird, zu kommen, da verstehe ich die Welt nicht mehr. Willkommen beim neuen FC Bayern."
Laut Hamann könnte der Umgang des FC Bayern mit Kahn und Salihamidzic auch Auswirkungen auf die Zukunft von Trainer Thomas Tuchel haben. "Die Frage wird sein, was er macht. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass er bald nicht mehr Trainer des FC Bayern ist, sondern sagt: 'Lass es gut sein'", erklärte er.
"Wenn du siehst, wie mit den Leuten umgegangen wird, dann stellt sich die frage: Willst du für so einen Verein arbeiten? Was der Verein die letzten 30, 40 Jahre geleistet hat, die Erfolge sind Wahnsinn", fasste Hamann zusammen. "Aber was sie sich jetzt in den letzten Wochen und Monaten geleistet haben, mit der Krönung heute - da fehlen mir die Worte."
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Quelle: Perform

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