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FC Bayern München gewinnt auch gegen Stuttgart nicht: Guirassy verwandelt Elfmeter in der Nachspielzeit
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Publiziert 10/09/2022 um 17:27 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern München kann in der Bundesliga nicht mehr gewinnen. Auch gegen Stuttgart reicht es beim 2:2 (1:0) nur zu einem Punkt. Serhou Guirassy verwandelt in der Nachspieltzeit einen Foulelfmeter zum Ausgleich. Mathys Tel trifft zur Führung (36.) und ist damit jüngster Bundesliga-Torschütze der Münchner. Chris Führich gleicht aus (57.), Jamal Musiala besorgt das zwischenzeitliche 2:1 (60.).
So reagiert Nagelsmann auf den Schocker gegen Stuttgart
Quelle: Perform
Zwischen den beiden CL-Krachern gegen Inter Mailand und den FC Barcelona warf Bayern-Coach Julian Nagelsmann gegen Stuttgart die Rotationsmaschine an und veränderte seine Startelf auf sechs Positionen - so kam etwa Talent Mathys Tel zu seinem Bundesliga-Startelfdebüt.
Die Bayern benötigten gegen kompakt verteidigende Stuttgarter etwas Anlaufzeit, sodass ein Kimmich-Freistoß (18.) lange Zeit die einzige gefährliche Abschlusschance blieb. Nach einer halben Stunde erhöhten die Hausherren aber die Schlagzahl und kamen der Führung durch eine Doppelchance von Mathys Tel und Serge Gnabry näher (30.).
Sechs Minuten später war es dann soweit. Kimmichs Verlagerung fand Alphonso Davies, der am linken Starfraumrand Konstantinos Mavropanos stehen ließ und mit seinem Pass Tel im Rückraum fand. Dessen noch leicht abgefälschter Schuss aus 13 Metern landete flach zur mittlerweile verdienten Bayern-Führung im Netz (36.).
Die Gäste aus Stuttgart kamen deutlich verbessert aus der Pause und belohnten sich in der 57. Minute mit dem Ausgleich. Einen ungenauen Davies-Pass fing Mavropanos energisch ab und bediente Chris Führich, der Manuel Neuer mit einem präzisen Abschluss in die lange Ecke überwand. Doch die Antwort der Bayern folgt nur drei Minuten später mit einer starken Einzelleistung: Jamal Musiala wackelte Atakan Karazor im Strafraum mit einer schnellen Bewegung aus und schloss aus 13 Metern unhaltbar flach in die linke Ecke zur erneuten Führung ab (60.).
Die Schwaben ließ sich vom erneuten Rückschlag jedoch nicht aus der Bahn werfen und kamen dem Ausgleich nach 74 Minuten ganz nahe. Ein krachender Abschluss von Serouh Guirassy von der Strafraumgrenze klatschte jedoch nur an die Querlatte.
Der VfB glaubte bis zum Schluss weiter an sich und kam gegen nachlässige Münchener in der Nachspielzeit tatsächlich noch zum Ausgleich. Nachdem Matthijs de Ligt Gegenspieler Guirassy im eigenen Strafraum getroffen hatte, entschied Schiedsrichter Christian Dingert nach Ansicht der Bilder auf Strafstoß. Den verwandelte der gefoulte Guirassy humorlos zum 2:2-Endstand in die rechte obere Ecke (90.+2).
Die Stimmen zum Spiel:
Julian Nagelsmann (Trainer FC Bayern): "Die ersten 30 Minuten waren wir nicht so gut im Spiel, das ist oft so nach einem Champions League-Spiel. Dann haben wir 15 Minuten sehr gut gespielt und verdient geführt. Die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit waren auch okay. Wir hatten genügend Chancen, um das dritte Tor zu machen. Am Ende hat Stuttgart viel Risiko genommen, da hatten wir gute Kontermöglichkeiten, sind aber nicht in der Qualität zum Abschluss gekommen, wie es hätte sein können. Es war ein klassischer Verlauf. Der Gegner denkt irgendwann, es geht noch was und es ging noch was mit dem Elfmeter in der Nachspielzeit."
Thomas Müller (FC Bayern): "Ich bin das erste Mal in dieser Saison sauer auf uns selbst. Wenn wir jedes Spiel gewinnen wollen, musst du bis ans Letzte gehen. Deswegen habe ich heute eine richtige Krawatte."
Pellegrino Materano (Trainer VfB Stuttgart): "Großes Kompliment an meine Mannschaft. Ich finde, dass der Punkt nicht unverdient ist."
Florian Müller (VfB Stuttgart): "Wir haben nicht aufgegeben und immer daran geglaubt, dass wir einen Punkt mitnehmen können."
Der Tweet zum Spiel: Rekordmann Mathys Tel
Das fiel auf: Kimmich-Manndeckung als probates Mittel
In der Anfangsphase versuchte der VfB mit Joshua Kimmich den Strategen des FC Bayern aus dem Spiel zu nehmen, indem "Kettenhund" Atakan Karazor die Kreise Kimmichs mit einer Manndeckung klein halten sollte. Die Taktik ging zu Beginn des Spiels gut auf - bis die Bayern reagierten und sich Kimmich fortan im Spielaufbau die Bälle tiefer abholte. Diese Wege ging Karazor nicht mehr mit, sodass Kimmich - wie etwa vor dem 1:0 - mit seinen Spielverlagerung schalten und walten konnte. Dennoch übte der VfB weiter phasenweise frühen Druck auf Kimmich aus, so dass dieser die Bayern-Angriffe nicht in gewohnter Schlagzahl antreiben konnte.
Die Statistik: 13
Auch wenn der Punkt in München für den VfB als Erfolg zu werten ist, warten die Schwaben in der Liga seit 13 Spielen auf einen Auswärtssieg und damit länger als jeder andere Bundesligist.
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Quelle: Perform
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