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FC Bayern München trennt sich von Julian Nagelsmann - Thomas Tuchel als möglicher Ersatz bereit
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Publiziert 23/03/2023 um 22:21 GMT+1 Uhr
Rekordmeister Bayern München trennt sich laut einem Bericht der Bild von Trainer Julian Nagelsmann. Nach Informationen der Zeitung vom späten Donnerstagabend ist der frühere Dortmunder Coach Thomas Tuchel Favorit auf die Nachfolge. Der 49 Jahre alte Tuchel hatte mit dem FC Chelsea die Champions League gewonnen, wurde dort aber nach dem schwachen Saisonstart im September 2022 freigestellt.
Julian Nagelsmann
Fotocredit: Getty Images
Die Meldungen von seiner plötzlichen Entlassung bei Bayern München machten am Donnerstagabend bereits rasend schnell die Runde, Julian Nagelsmann aber wurde offenbar völlig überrumpelt.
"Nein", sagte der 35-Jährige dem "kicker", er wisse "noch nicht", dass er beim Rekordmeister durch Thomas Tuchel ersetzt werden soll. Die "Bild"-Zeitung und der "kicker" dagegen meldeten da bereits, dass das Aus des Trainers beschlossene Sache sei - und der frühere Dortmunder Tuchel als Nachfolger bereitstehe.
Laut "kicker" habe es in den vergangen Tagen bereits Kontakt zwischen den Bayern und Tuchel gegeben. Der 49-Jährige ist seit seiner Entlassung beim FC Chelsea im September 2022 ohne Job - im Sommer 2021 hatte er mit den Londonern die Champions League gewonnen.
In jenem Sommer war Nagelsmann nach München gekommen, 25 Millionen Euro überwies der Klub dafür an RB Leipzig. Und spätestens in dieser Saison durfte man auch vom Titel in der Königsklasse träumen, Nagelsmanns Team gewann sämtliche seiner bislang acht Spiele auf internationalem Parkett. In der Liga aber schwächeln die Bayern.
Bayerns "Langzeitprojekt" bereits gescheitert
Unter Nagelsmanns Regie spielt München die schlechteste Bundesliga-Saison seit elf Jahren. Am Sonntag hatte Bayern 1:2 bei Bayer Leverkusen verloren - und damit erstmals seit dem zwölften Spieltag auch die Führung in der Tabelle. Dort liegen sie nun auf dem zweiten Platz hinter Borussia Dortmund. Nach der Länderspielpause kommt es am 1. April in München zum direkten Duell mit dem Spitzenreiter.
Dennoch hatte nichts auf eine Trennung hingedeutet. Sportvorstand Hasan Salihamidzic sprach zuletzt von einem "Langzeitprojekt" mit Nagelsmann, auch Vorstandschef Oliver Kahn und Präsident Herbert Hainer nahmen den Coach wiederholt in Schutz.
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Julian Nagelsmann
Fotocredit: Getty Images
Doch die Leistungen in der Liga waren zuletzt zu schwankend - und mit Tuchel ist ein ausgewiesener Fachmann auf dem Markt. Bereits in der Vergangenheit hatte es Kontakt zwischen den Bayern und dem Coach gegeben.
In Leverkusen war Salihamidzic geradezu ungehalten, er habe von den Spielern "nicht das" gesehen, "was Bayern München bedeutet", sagte er. Seine Mängelliste war entsprechend lang: "So wenig Antrieb, so wenig Mentalität, so wenig Zweikampfführung, so wenig Durchsetzungsvermögen habe ich selten erlebt."
Bayern im steten Auf und Ab
Dabei hatte Nagelsmann nach dem dominanten Einzug ins Viertelfinale der Champions League gegen Paris St. Germain noch betont, dass die Bayern "alles erreichen" können - allerdings nur, "wenn wir die maximale Gier und Emotionalität mit unserer Qualität paaren".
Das gelingt in der Bundesliga allerdings zu selten. Vor der WM-Pause hatten die Bayern neun Punkte Vorsprung auf den BVB, nun liegen sie einen Zähler zurück. Dazu kommen die Diskussionen über den "Maulwurf" bei den Bayern, der Nagelsmanns Taktik an die Presse gegeben hatte.
Für Nagelsmann hatte es in seinem ersten Jahr in München "nur" zum Meistertitel gereicht, im Viertelfinale der Champions League gab es das überraschende Aus gegen Underdog FC Villarreal, im DFB-Pokal ein herbes 0:5 in der zweiten Runde bei Borussia Mönchengladbach.
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Quelle: Perform
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