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FC Bayern München - "Weiter-so undenkbar": Countdown für Bosse um Oliver Kahn und Co. läuft
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Publiziert 24/04/2023 um 15:41 GMT+2 Uhr
Im Angesicht der "Katastrophe": Beim taumelnden FC Bayern München kämpft Oliver Kahn um seinen Chefjob. Doch nicht nur der Vorstandsvorsitzende muss offenbar auf den Prüfstand. Sportchef Hasan Salihamidzic und der Technische Direktor Marco Neppe werden genauso kritisch unter die Lupe genommen wie Trainer Thomas Tuchel. Ein "weiter so" scheint unter derzeitigen Gesichtspunkten fast undenkbar.
Titel-Dämpfer in Mainz: Tuchel legt den Finger in die Wunde
Quelle: Perform
Die "ausgelaugten" Stars dürfen noch bis Mittwoch ihre verwundeten Fußballer-Seelen pflegen, doch der Countdown für die angeschlagenen Bosse läuft längst. Bei der Aufsichtsratssitzung von Bayern München am 22. Mai steht alles auf dem Prüfstand - allen voran die Zukunft von Oliver Kahn.
Der unter massiven Druck geratene Vorstandschef soll bereits in Kreisen des mächtigen Gremiums um Präsident Herbert Hainer und den einstigen Patron Uli Hoeneß für sich werben - zu spät? Konsequenzen seien "eher wahrscheinlich", schreibt der "kicker", der den ruhmreichen deutschen Rekordmeister "sportlich wie politisch kurz vor dem Zusammenbruch" sieht: "Ein Weiter-so, nach der Saison, ist aktuell nicht denkbar."
Im Aufsichtsrat, glaubt die "Süddeutsche Zeitung" zu wissen, werde "nicht mehr nur darüber diskutiert, ob Bayern-Vorstände ihren Posten räumen müssen, sondern auch: wie viele?" Die Arbeit von Sportchef Hasan Salihamidzic und des Technischen Direktors Marco Neppe wird ebenso kritisch beäugt wie jene des glücklosen Trainers Thomas Tuchel.
Kahn schützt den Coach, doch nach dem niederschmetternden 1:3 in Mainz am vergangenen Samstag hatte er betont: "Verantwortung tragen wir alle" - nicht er allein. Dennoch steht im Angesicht der drohenden "Katastrophe" (Kahn) einer titellosen Saison in erster Linie der Klubchef im Feuer.
Kahn schließt Rücktritt aus
Einen Rücktritt, heißt es, schließe Kahn aus, er wolle seinen bis Ende 2024 laufenden Vertrag erfüllen. Dazu passt seine Aussage, er plane, "nächste Saison noch mal richtig anzugreifen". Lässt ihn der für die Bestellung und Abberufung des Vorstands zuständige Aufsichtsrat?
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Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic
Fotocredit: Imago
Unterstützung erhält Kahn von unerwarteter Seite. "Ich finde die Rolle, die Oliver ausübt, ganz gut", sagte dessen früherer Torwart-Rivale Jens Lehmann bei "Bild"-TV: "Er hält sich zurück, das ist eines CEO würdig. Sie hatten bisher nur etwas Pech mit den Trainern."
Das ist höflich formuliert. Nach dem gescheiterten Experiment mit "Trainertalent" Julian Nagelsmann startete Tuchel ähnlich desaströs wie 1991 die Fehlbesetzung Sören Lerby.
Eine schlechtere Bilanz (drei Niederlagen in sieben Spielen) wiesen beim Rekordmeister nur Dettmar Cramer (1975) und Giovanni Trapattoni (1994, je vier) auf. Tuchel wirkt rat- und hilflos, auch er brauchte nach Mainz "ein paar Tage Abstand".
Comeback der alten Granden?
Für seine Einstellung ist in erster Linie Salihamidzic verantwortlich. Wie für die von Nagelsmann, die unausgewogene Kaderplanung oder die Fehleinschätzung, man müsse Torgarant Robert Lewandowski nicht mit einer gleichwertigen Neun ersetzen.
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Tuchel nach Bayern-Pleite ratlos: "Habe keine Erklärung dafür"
Quelle: Perform
"Intern" häuften sich die Meinungen, dass der FC Bayern "für ihn eine Nummer zu groß sei", schreibt der "kicker". Salihamidzic statt Kahn als Opfer? Für den früheren Bayern-Kapitän Stefan Effenberg jedenfalls wäre es "fatal", müsste Kahn gehen, wie er im "Sport1"-Doppelpass betonte.
Dennoch gibt es längst Spekulationen um eine Rückkehr von dessen Vorgänger Karl-Heinz Rummenigge oder ein Comeback von Hoeneß.
Letzteres, meint die "Bild", wäre angesichts der weiter vorhandenen Machtfülle des langjährigen Patriarchen ohnehin die "ehrlichste" Lösung.
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(SID)
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Tuchel begründet Trainingspause: "Wir sehen ausgelaugt aus"
Quelle: Perform
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