FC Bayern - Vorstandschef Oliver Kahn nach Remis-Hattrick besorgt: "Es sind zwei Mannschaften"
Vorstandschef Oliver Kahn vom FC Bayern zeigte sich im Anschluss an das neuerliche 1:1 gegen Eintracht Frankfurt besorgt über die Leistungen der Münchner im neuen Jahr. "Objektiv fällt auf, dass es zwei verschiedene Mannschaften sind. Die Mannschaft vor der Fußball-Weltmeisterschaft und die Mannschaft nach der Fußball-Weltmeisterschaft", sagte er in der Mixed-Zone der Allianz Arena.
Nagelsmann unter Druck: "Machen Sie sich keine Sorgen"
Quelle: Perform
Der deutsche Rekordmeister wartet 2023 nach drei Spielen noch immer auf den ersten Sieg. Bei RB Leipzig und im Duell mit dem 1. FC Köln war die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann ebenfalls nicht über ein 1:1 hinausgekommen.
Eine bedenkliche Entwicklung aus Kahns Sicht, der im Vergleich zur zwischenzeitlichen Herbstkrise, als drei Unentschieden und eine Niederlage ins Kontor geschlagen waren, einen eklatanten Unterschied ausgemacht hatte: "Da hatten wir unglaublich viele Torchancen und haben einfach die Tore nicht gemacht. Jetzt ist das nicht der Fall", erklärte der ehemalige Welttorhüter.
Kahn weiter: "Wir haben nicht Torchance um Torchance, in der zweiten Halbzeit hatten wir relativ wenige Möglichkeiten, fast gar keine, um das Tor zu machen." Tatsächlich mangelte es den Hausherren gegen die kompakt stehenden Hessen nach dem Seitenwechsel an Ideen, in den zweiten 45 Minuten sprang lediglich ein Schuss auf den gegnerischen Kasten hinaus.
Coach Nagelsmann pflichtete seinem Boss allerdings nur bedingt bei. Als er mit Kahns Aussagen auf der Pressekonferenz konfrontiert wurde, sagte der 35-Jährige: "Generell ist es nie gut, wenn man zu wenig Chancen hat." Aber: "Ich sehe jetzt keine zwei verschiedenen Mannschaften."
Bayern-Vorsprung schmilzt
Vor der WM und der anschließenden Winterpause hatte der Vorsprung des Tabellenführers auf den ersten Verfolger Freiburg vier Punkte betragen, den damals drittplatzierten Leipzigern war man bereits auf sechs Zähler enteilt.
Mittlerweile fällt das Polster deutlich kleiner aus. Union Berlin ist nach dem Derbysieg gegen Hertha an einen Punkt an die Bayern herangerutscht, Leipzig und Freiburg lauern mit zwei beziehungsweise drei Punkten Rückstand auf ihre Chancen.
Allzu viele Ausrutscher darf sich der Serienchampion in näherer Zukunft also nicht mehr erlauben. Schon am Mittwoch hat die Nagelsmann-Elf die Chance, eine Trendwende einzuleiten: Dann müssen die Bayern im DFB-Pokal-Achtelfinale bei Mainz 05 (20:45 Uhr im Liveticker) ran.
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