Eurosport
FC Schalke 04 lebt! Zwei Joker drehen Partie gegen Werder Bremen und sorgen für wichtigen Dreier im Abstiegskampf
Von
Publiziert 29/04/2023 um 20:31 GMT+2 Uhr
Der FC Schalke 04 hat am 30. Bundesliga-Spieltag einen wichtigen Heimsieg im Abstiegskampf eingefahren. Die Knappen schlugen den SV Werder Bremen nach Rückstand 2:1 (0:1). Marvin Ducksch (18.) hatte die Gäste in Führung gebracht, doch die beiden Joker Sepp van den Berg (81.) und Dominick Drexler (90.+2) drehten die Partie in der Schlussphase zugunsten von Königsblau.
Sepp van den Berg trifft nach seinem Comeback nach langer Verletzungspause
Fotocredit: Getty Images
Mit einem furiosen Kraftakt hat Schalke 04 seine Chance auf den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga gewahrt. Die Königsblauen setzten sich in ihrem richtungweisenden Heimspiel gegen Mitaufsteiger Werder Bremen nach Rückstand noch mit 2:1 (0:1) durch und verkürzten den Rückstand auf den Relegationsplatz auf einen Punkt. Weil aber auch die Konkurrenten im Tabellenkeller punkteten und das Restprogramm extrem anspruchsvoll ist, bleibt die Lage prekär.
Die Gelsenkirchener müssen noch beim FSV Mainz 05, Rekordmeister Bayern München und RB Leipzig antreten, Eintracht Frankfurt ist der letzte Heimspielgegner. Zumindest ist Schalke noch im Rennen - anders als vor zwei Jahren: Da stand der einstige Champions-League-Stammgast am 30. Spieltag bereits als Absteiger fest.
Der zuvor lange verletzte Sepp van den Berg (81.) und Dominick Drexler (90.+2), die beide kurz zuvor eingewechselt worden waren, drehten das Spiel für die Königsblauen. Marvin Ducksch (18.) hatte die Führung für die Bremer erzielt, die im vergangenen gemeinsamen Zweitligajahr in Gelsenkirchen gewonnen hatten: Mit dem damaligen 4:1 verschoben sie die Schalker Aufstiegsfeier um eine Woche. Bremen hat noch sieben Punkte Vorsprung vor der Abstiegszone.
Schalke-Trainer Thomas Reis musste kurzfristig auf Abwehrstabilisator Moritz Jenz verzichten, der eigentlich nach überstandener Oberschenkelzerrung und vorsichtigem Comeback wieder für 90 Minuten eingeplant war. Dafür kehrte Routinier Maya Yoshida in die Verteidigung zurück. Im Mittelfeld stand U21-Nationalspieler Tom Krauß wieder zur Verfügung. Werder-Coach Ole Werner fehlte zwar weiter Torjäger Niclas Füllkrug (Wadenverletzung), dafür war dessen Sturmpartner Ducksch rechtzeitig fit.
Schalke wehrt sich - und wird belohnt
Nach zerfahrenem Beginn mit vielen Ungenauigkeiten im Spielaufbau drückte Schalke erstmals aufs Tempo, als Rodrigo Zalazar mit einem Steilpass Kenan Karaman einsetzte, der aber das lange Eck knapp verfehlte (12.). Besser machte es Ducksch auf der anderen Seite, als er die erste gelungene Werder-Kombination über Maximilian Philipp und Mitchell Weiser erfolgreich abschloss - mit anschließender Bierdusche vor der Nordkurve.
Mit dem Tor zogen die Bremer den Schalkern den Stecker: Das Spiel plätscherte dahin, ohne dass einem Team wirklich Konstruktives gelang. Viele Unterbrechungen, viele Rück- und Querpässe - Schalke konnte nicht, Werder wollte nicht. Aufregung gab es erst wieder, als Simon Terodde mit einem Kopfball Bremens Keeper Jiri Pavlenka zu einer Glanzparade zwang (34.). Auf der Gegenseite hatte Philipp nach Pass von Weiser das 2:0 auf dem Fuß (45.).
Nach der Pause wehrte sich Schalke und bemühte sich um mehr Offensivaktionen, Marius Bülter prüfte Pavlenka mit einem Distanzschuss (47.), auch Zalazar scheiterte am Werder-Keeper (58.). Zudem traf Krauß die Latte (64.). In der Schlussphase gab Stürmer Sebastian Polter sein Comeback nach langer Pause wegen einer Kreuzbandverletzung. Dann drehte Schalke furios auf.
Die Stimmen zum Spiel:
Thomas Reis (Trainer Schalke 04): "In der ersten Halbzeit haben wir kein gutes Spiel gemacht und den Gegner zum Kontern eingeladen. Ich war mit dem ein oder anderen ein bisschen unzufrieden, habe mich aber entschieden, nicht zu wechseln. In der zweiten Hälfte war mehr Energie auf dem Platz. Heute hat's geklappt, die Einwechselungen waren gut. Der Sieg war sehr wichtig, wir sind weiter im Rennen, es ist noch ein weiter Weg zu gehen."
Marius Bülter (FC Schalke 04): "Wir müssen unser Herz auf dem Platz lassen und zusammenhalten. Solche Siege tun extrem gut. Das muss uns Wucht und Schwung geben."
Ole Werner (Trainer Werder Bremen): "In der ersten Halbzeit ist vieles für uns ganz vernünftig gelaufen, wir gehen in Führung, verteidigen gut, haben die Möglichkeit, auf 2:0 zu stellen. In der zweiten Halbzeit ist es uns überhaupt nicht mehr gelungen, für Entlastung zu sorgen. Der Ausgleich war folgerichtig, wir haben nicht mehr zu unserem Spiel gefunden. In der Schlussphase war es Wildwest, unter dem Strich haben wir verdient verloren."
Das könnte Dich auch interessieren: Drei Dinge, die auffielen: Bochum straft Terzic Lügen
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/04/28/3693858-75167088-2560-1440.jpg)
Tuchel erklärt Hoeneß-Besuch: "Dann kann es emotional werden"
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung