Raphaël Guerreiro bringt BVB-Bosse mit starken Leistungen zum Umdenken - Vertragsverlängerung im Gespräch

Raphaël Guerreiro erlebt aktuell bei Borussia Dortmund seinen zweiten sportlichen Frühling. Der 29-Jährige hat seit Anfang Februar wettbewerbsübergreifend zehn Scorerpunkte markiert. Ein Grund für die Leistungssteigerung: Trainer Edin Terzic setzte Guerreiro zuletzt auch im Mittelfeld ein, wo er seine Stärken besser ausspielen kann. Zur Belohnung ist angeblich eine Vertragsverlängerung in Sicht.

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Quelle: Perform

Raphaël Guerreiro war in den vergangenen Wochen der große Gewinner bei Borussia Dortmund. Der Portugiese, der aufgrund seiner schwachen Leistungen in der Hinrunde angeblich vor dem Abschied im Sommer stand, drehte zuletzt beim BVB wieder auf.
In seinen vergangenen fünf Bundesliga-Auftritten erzielte Guerreiro zwei Tore und steuerte sieben Assists bei. Damit ist der 29-Jährige im Kalenderjahr 2023 der Topscorer der Bundesliga.
Auch die Partie gegen den 1. FC Köln (6:1) bestimmte Guerreiro maßgeblich mit (ein Tor, zwei Vorlagen) - und das nicht auf seiner etatmäßigen Position als Linksverteidiger, sondern vielmehr als Achter im Zentrum.
Dort blüht der Europameister von 2016 regelrecht auf, kann seine offensiven Qualitäten besser ausspielen als links hinten. Nach diesen Leistungen soll Guerreiro laut "Ruhrnachrichten" mit einem neuen Vertrag belohnt werden.

Terzic vertraut Guerreiro auf neuer Position

Angeblich ist das Arbeitspapier auf zwei Jahre ausgelegt. Sportdirektor Sebastian Kehl erklärte nach dem Sieg gegen Köln, der den Dortmundern die Tabellenspitze bescherte, gegenüber der "WAZ": "Vor Wochen wurde ja schon geschrieben, dass eine Entscheidung gefallen ist, dass uns Rapha verlassen muss. Das ist nicht so, das ist offen." Man sei aktuell "in Gesprächen".
Eine Einigung ist laut den Berichten noch vor Ende der aktuellen Länderspielpause möglich. Auch nach dem 2:2 gegen Erzrivale Schalke resümierte Kehl bereits: "Er hat das sehr gut gemacht." Guerreiro habe sich "immer wieder aktiv in den Ballaktionen" eingebracht. Wettbewerbsübergreifend kommt er mittlerweile auf 16 Torbeteiligungen.
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Raphael Guerreiro durfte zuletzt häufiger im Zentrum ran

Fotocredit: Getty Images

Der zweite Frühling des Portugiesen ist dabei wohl vor allem Trainer Edin Terzic zu verdanken. Der 40-jährige Coach hatte Guerreiro auch schon in seiner ersten Amtszeit (Dezember 2020 bis Juni 2021) wiederholt im Zentrum aufgestellt.
Thomas Tuchel wagte in seiner Zeit als BVB-Trainer dasselbe Experiment und meinte damals: "Raphaël Guerreiro ist viel zu gut, um auf eine Position festgelegt zu werden."

Guerreiro mit Leistungsexplosion in 2023

Nach der Verpflichtung von Außenverteidiger Julian Ryerson im Winter wurde Guerreiro zuletzt nicht mehr auf links benötigt und war somit frei für seine Paraderolle auf der Acht im 4-3-3-System. Während als linker Verteidiger immer wieder die Schwächen in der Defensivarbeit auffielen, kann er im Zentrum vor allem seine Stärken ausspielen.
Terzic meinte nach dem Schalke-Spiel zu dieser neuen Rolle: "Wir wissen, dass er auch im Mittelfeld gute Entscheidungen treffen kann. Er kommt in den Halbräumen immer wieder in die Positionen, in denen er Lösungen findet." Guerreiro habe "ein gutes Spiel gemacht, das wollen wir uns auch für die Zukunft offenhalten".
Vor allem gegen Köln brillierte der Portugiese, der seit 2016 beim BVB spielt. Mit 12,11 Kilometern lief Guerreiro so viel wie kein anderer BVB-Akteur. Hinzu kommen 83 Prozent erfolgreiche Pässe und 67 Prozent erfolgreiche Dribblings.
Zum Vergleich: Im letzten Bundesliga-Spiel vor der WM-Pause gegen Borussia Mönchengladbach (2:4) kam der 29-Jährige als linker Verteidiger nur auf eine Zweikampfquote von 17 Prozent. In der gesamten Hinrunde hatte er zudem nur ein Tor und zwei Vorlagen vorzuweisen.

Interesse an Guerreiro aus dem Ausland

Durch den sicheren Abgang von Mahmoud Dahoud und die noch nicht geklärte Zukunft von Mittelfeld-Ass Jude Bellingham steht der BVB im zentralen Mittelfeld wohl ohnehin vor einigen Baustellen. Ein Abschied von Guerreiro wäre eine weitere zu schließende Lücke.
Ein Angebot zur Verlängerung mit dem portugiesischen Nationalspieler ist daher die logische Schlussfolgerung. Doch ob auch Guerreiro seinen vermutlich letzten großen Vertrag seiner Karriere in Dortmund unterschreiben will, bleibt offen. Vor allem aus England, aber auch aus Spanien und Italien sollen einige Vereine Interesse zeigen, berichtete unter anderem das Onlineportal "90min".
In den kommenden Wochen hat der Europameister von 2016 in jedem Fall die Chance, sich mit ähnlich starken Leistungen bei der Borussia unentbehrlich zu machen.
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Quelle: Perform

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