Dietmar Hamann teilt erneut gegen kriselnden FC Bayern München aus: "Sie zerfallen in ihre Einzelteile"

Der FC Bayern musste gegen den FSV Mainz 05 einen erneuten Rückschlag verkraften (1:3). Ex-Profi Dietmar Hamann ging danach mit den Münchnern hart ins Gericht. Bei "Sky" kritisierte der 49-Jährige unter anderem die Mannschaft: "Sie zerfallen in ihre Einzelteile. Ich habe das Gefühl, dass da keine Mannschaft auf dem Platz steht." Auch der Trainerwechsel auf Thomas Tuchel habe "nicht gefruchtet".

Tuchel nach Bayern-Pleite ratlos: "Habe keine Erklärung dafür"

Quelle: Perform

"Es ist schon Wahnsinn. (...) Ratlosigkeit, Verunsicherung. Nur: Das war ja ein Grund, warum der neue Trainer kommt. Es ist auch zu einfach zu sagen: Was hat Nagelsmann mit der Mannschaft gemacht? Nee. Den Wechsel hat man gemacht, damit man wieder etwas Ruhe, Sicherheit reinbringt", erklärte Hamann.
Dies habe aber nicht funktioniert. "Ein Trainerwechsel ist immer ein Risiko. Stand heute muss man sagen, dass die Entscheidung, die sie (die Klub-Bosse, Anm. d. Red.) da getroffen haben, nicht gefruchtet hat."
Tuchel übernahm vor ziemlich genau einem Monat von Julian Nagelsmann. Seither konnte der ehemalige PSG- und Chelsea-Coach aber in sieben Spielen nur zwei Siege einfahren.
Im DFB-Pokal und in der Champions League schied der deutsche Rekordmeister jeweils im Viertelfinale aus.

Hamann mit harter Kritik: "Das ist keine Mannschaft"

Am Samstag gaben die Bayern durch die Niederlage gegen Mainz und Dortmunds Sieg gegen Eintracht Frankfurt (4:0) zudem die Tabellenführung an den BVB ab. In der Mannschaft schaue "jeder auf sich, und dann sind sie nicht mehr in der Lage, ihrem Nebenmann zu helfen. Ich habe das Gefühl: Das ist keine Mannschaft. Da spielt jeder für sich."
Zudem fehle jegliche Reaktion im Team: "Das ist ja das beste Zeichen: Immer wenn es Rückschläge gibt, dann findest du heraus, wie geschlossen eine Mannschaft ist. Sie hatten viele Rückschläge in den letzten Wochen – und sind nicht einmal zurückgekommen, nicht einmal", kritisierte Hamann.
Bei den Bayern gebe es "nicht diese Geschlossenheit zu sagen: Männer, come on! Machen wir es miteinander. Das haben sie nicht. Das ist keine Mannschaft." Die Spieler seien außerdem "nicht in der Lage zu reagieren, und das ist immer das Zeichen, dass die Mannschaft entweder körperlich nicht fit genug ist oder dass sie nicht geschlossen ist, und Zweiteres ist mit Sicherheit der Fall", beendete der ehemalige Münchener seine vernichtende Kritik.
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Titel-Dämpfer in Mainz: Tuchel legt den Finger in die Wunde

Quelle: Perform

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