Matthias Ginter erklärt im Exklusiv-Interview seinen Wechsel zum SC Freiburg: "Das beste Gefühl"
Matthias Ginter wurde zu Beginn des Jahres mit großen europäischen Klubs wie Inter Mailand und dem FC Bayern in Verbindung gebracht, am Ende der vergangenen Saison entschied sich der damalige Gladbacher allerdings überraschenderweise für eine Rückkehr zu seinem Jugendklub SC Freiburg. Im exklusiven Interview mit Eurosport spricht der deutsche Nationalspieler über seine Beweggründe.
"Habe keinen Ball gesehen": Ginter erinnert sich an besonderes Spiel
Quelle: Eurosport
Im Rahmen der neuen Doku-Serie "World At Their Feet" von Warner Bros. Discovery in Partnerschaft mit dem "Olympic Channel" sprach Ginter im Vorfeld der WM 2022 in Katar exklusiv mit Eurosport.
"Als die Entscheidung im Januar gefällt wurde, dass ich Gladbach verlasse, stand zunächst noch ein Wechsel im Winter-Transferfenster im Raum", sagt Ginter. Er ergänzt: "Ich hatte das eigentlich nicht vor, aber es ging auch darum, was der Verein wollte."
Zum Hintergrund: Da der Vertrag des deutschen Nationalspielers im Sommer 2022 endete, war die Transferperiode im Januar für die Fohlen die letzte Möglichkeit, noch eine Ablöse für den Innenverteidiger zu generieren.
Ein passender Abnehmer wurde damals jedoch nicht gefunden, Ginter sah sich nach einer Option für den Sommer um. "Ich habe mich mit meiner Familie und mit meinem Berater zusammengesetzt. Wir haben geschaut, wie die Situation in Deutschland und außerhalb Deutschlands aussieht", so Ginter.
Er habe sich "das eine oder andere Angebot angehört", ehe er im März beschloss, seine Karriere in der Bundesliga fortzusetzen. "Drei, vier Verein", die Ginter namentlich nicht nennt, hätten sich um ihn bemüht. Darunter auch sein Jugendklub SC Freiburg.
Ginter über Freiburg-Wechsel: "Hat perfekt gepasst"
"Wir hatten sowohl am Telefon als auch vor Ort Gespräche", erinnert sich der 28-Jährige. Er führt aus: "Vom Gefühl her war es hier am besten. Die sportliche Rolle war klar, weil auf der Position des Innenverteidigers jemand gesucht wurde, außerdem war die Qualifikation für den Europapokal wahrscheinlich. Es gibt ein neues Stadion und das Umfeld ist toll."
Auch Trainer Christian Streich habe bei Ginters Entscheidung "eine wichtige Rolle" gespielt. Überdies sei auch die emotionale Komponente, die Aussicht darauf, in die Heimat zurückzukehren, ein Aspekt gewesen. "Es hat perfekt gepasst", erklärt Ginter.
Der Defensivspezialist war im Alter von elf Jahren vom Dorfverein SC March in die Nachwuchsabteilung des SCF gewechselt. Bei den Breisgauern durchlief er sämtliche Jugendabteilungen, ehe er im Januar 2012 gegen den FC Augsburg zu seinem Profidebüt in der Bundesliga kam.
Ginter: "Fünf Minuten keinen Ball gesehen"
"Es gab viele Verletzte und ich habe mir Hoffnungen auf einen Kaderplatz gemacht. Es war aufregend, sich vor so vielen Zuschauern warmzumachen", sagt Ginter. "Es war ein schönes Gefühl, eingewechselt zu werden. Ich glaube in den ersten fünf Minuten habe ich keinen Ball gesehen, weil alles einfach so schnell ging."
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Matthias Ginter traf bei seinem Bundesliga-Debüt 2012
Fotocredit: Getty Images
Doch am Ende avancierte das Eigengewächs zum Helden des Spiels, Ginter traf in der 88. Minute zum entscheidenden 1:0 für Freiburg. Ein einschneidendes Erlebnis, auf das er noch heute gerne zurückblickt: "Das war das i-Tüpfelchen, besser hätte ich es mir nicht vorstellen können."
Zweieinhalb Jahre später heuerte Ginter bei Borussia Dortmund an. "Das erste Jahr war schwierig, mit 20 Jahren von Freiburg nach Dortmund zu wechseln, ist eine Umstellung. Ich war zum ersten Mal von Zuhause weg. Es war mir klar, dass ich Anlaufzeit brauchen würde", sagt Ginter.
In der Folge fand sich der Badener aber immer besser im Ruhrgebiet zurecht, gekrönt wurde seine insgesamt dreijährige Schaffenszeit beim BVB mit dem Sieg im DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt (2:0) im Jahr 2017.
Kurz darauf ging es weiter nach Mönchengladbach, wo Ginter zum unangefochtenen Führungsspieler reifte. Eine Rolle, die er nun auch in Freiburg ausfüllt. So schließt sich der Kreis.
Über World At Their Feet:
In der Doku-Serie "World At Their Feet" von Warner Bros. Discovery in Partnerschaft mit dem "Olympic Channel" kommen elf Fußballer zu Wort, die nach ihrem Olympia-Traum nun auch bei der WM 2022 in Katar auflaufen. Die Folgen sind auf und zu sehen.
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Quelle: Eurosport
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