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Niclas Füllkrug - Werder-Torjäger betreibt Eigenwerbung vor den Augen von Hansi Flick: "Ist der beste Stürmer der Liga"
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Publiziert 08/10/2022 um 10:38 GMT+2 Uhr
Niclas Füllkrug hat erneut WM-Werbung in eigener Sache betrieben. Unter den Augen des Bundestrainers Hansi Flick glänzte der Stürmer beim 2:1-Auswärtssieg in Hoffenheim mit einem Tor und einer Vorlage. "'Fülle' ist der beste Stürmer, den wir haben in der Liga - und auch der beste Deutsche für mich", lobt Kapitän Marco Friedl. Trainer Ole Werner drückte dagegen auf die Euphoriebremse.
Niclas Füllkrug
Fotocredit: Getty Images
Niclas Füllkrug spielte den Ahnungslosen. "Das wusste ich gar nicht", kommentierte der Toptorschütze der Fußball-Bundesliga mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht die Anwesenheit von Hansi Flick auf der Tribüne: "Dann hat er ein zerfahrenes Spiel mit vielen Torchancen auf beiden Seiten gesehen."
Was der Bundestrainer am Freitagabend beim 2:1 (1:1) von Werder Bremen bei der TSG Hoffenheim aber vor allem zur Kenntnis genommen hat, war Füllkrugs erneute WM-Werbung in eigener Sache. Mit der Vorlage zum Tor von Marvin Ducksch (18.) und seinem Treffer kurz vor Schluss per Foulelfmeter (87.) avancierte der Angreifer wieder einmal zum Matchwinner des Aufsteigers.
Acht Tore und drei Vorbereitungen nach neun Spieltagen sprechen eine deutliche Sprache. Die Bremer (15 Punkte) stehen vor allem aufgrund der Topform Füllkrugs so gut da. Die Befürworter einer Nominierung des 29-Jährigen für die bevorstehende Endrunde in Katar (20. November bis 18. Dezember), zu denen unter anderem Rekordnationalspieler Lothar Matthäus und Rio-Weltmeister Bastian Schweinsteiger gehören, werden immer zahlreicher.
"'Fülle' ist der beste Stürmer, den wir haben in der Liga - und auch der beste Deutsche für mich", sagte Bremens Kapitän Marco Friedl: "Ich glaube, 'Fülle' weiß am besten, wie er damit umzugehen hat. Er konzentriert sich nur auf seine Leistung – und das sieht man Woche für Woche."
Bittencourt lobt "Lücke"
Auch Leonardo Bittencourt war voll des Lobes über seinen Teamkollegen. "Mir war klar, dass er trifft", äußerte der frühere Hoffenheimer, den die Nationalmannschafts-Debatte nicht verwundert: "Um wirklich darüber zu sprechen, so wie gerade darüber gesprochen wird, brauchst du eine gute Phase über mehrere Wochen und Monate hinweg - und 'Fülle' hat die."
Der Hochgelobte zeigte sich nach der Partie vor 25.410 Zuschauern, in der Munas Dabbur den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt hatte (32.), aber eher selbstkritisch. "Natürlich gibt es noch Luft nach oben", sagte Füllkrug: "In der Passgenauigkeit hätte ich heute noch besser sein können, gerade in Situationen, die ich eigentlich gut löse."
Auch den Höhenflug seiner Mannschaft wollte der Angreifer nicht allein für sich reklamieren. "Unsere großen Stärken sind die mannschaftliche Geschlossenheit und der Spielstil", äußerte Füllkrug: "Wir müssen trotzdem bodenständig und demütig bleiben, weil wir wissen, wo wir herkommen. Demut wird oft belohnt. Dementsprechend werden wir jetzt keine Luftschlösser bauen."
Werner: "Leistungen sind auffällig"
Das wollte auch Ole Werner mit Blick auf die WM-Debatte nicht. "Seine Leistungen sind auffällig, deshalb ist es ein Thema, aber das muss der Bundestrainer entscheiden", sagte der Werder-Trainer: "Wichtig ist, dass man sich auf seine eigenen Themen konzentriert. Das macht Niclas."
Werner weiß allerdings mehr, als er verraten wollte. Schließlich gab der Coach zu Protokoll, dass er "Anfang der Saison" mit Flick gesprochen hat. Um was es dabei ging, wollte Werner zwar nicht verraten - doch wenn Füllkrug im Fall der WM-Berufung wieder den Ahnungslosen spielen darf, ist ohnehin alles gesagt.
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(SID)
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Quelle: Perform
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