Im weißen Hemd und mit ein paar Minuten Verspätung nahm Sadio Mané auf dem Podium in der Münchner Allianz Arena platz.
Flankiert vom Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn, Präsident Herbert Hainer und Sportvorstand Hasan Salihamidzic stand der 30-Jährige Rede und Antwort.
So zurückhaltend Mané bei einigen Themenbereichen verständlicherweise blieb, so klar beantwortete er die Frage, ob sein neues Team denn alles mitbringe, um nach zwei enttäuschenden Jahren in der Königsklasse wieder nach dem Titel zu greifen.
Bundesliga
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"Ja, der Kader hat die Qualität", betonte der senegalesische Nationalspieler. "Das ist eine der besten Mannschaften der Welt."

Salihamidzic lobt "Mentalitätsmonster" Mané: "Das brauchen wir"

Er habe vor, "mit diesem Klub alle Titel zu holen", versicherte Mané. Der Mann weiß, wovon er spricht. Unter Jürgen Klopp in Liverpool gewann der Angreifer im Jahr 2019 die Champions League, die FIFA Klub-WM und den UEFA Supercup. In der Folgesaison wurde Mané mit den Reds Meister, in diesem Jahr kamen der FA Cup und der Ligapokal hinzu.
Mehr geht nicht in England.

Mané: "Bin vielleicht hungriger geworden"

In Deutschland hofft der Angreifer auf eine ähnliche Erfolgsbilanz. Die Frage, inwieweit er in der Premier League ein anderer geworden sei und welchen Sadio Mané der FC Bayern nun bekomme, brachte den Neuzugang ins Grübeln. "Ich bin noch immer derselbe Sadio wie zu Beginn in Liverpool", reflektierte der Senegalese. Vielleicht sei er "noch etwas hungriger" geworden.

Kahn zur Causa Lewandowski: "Wir freuen uns, wenn ..."

Worte, die man in München gerne hört, reichte es vergangene Saison doch "nur" zur deutschen Meisterschaft. "Wir waren nicht zufrieden, dafür sind unsere Ansprüche zu hoch", gab Kahn unumwunden zu. Wohlwissend, dass mit dem Mané-Deal die Chancen signifikant steigen, dass man am Ende der kommenden Spielzeit zufriedener sein darf an der Säbener Straße.

Spekulation um Manés Rückennummer und Lewandowskis Zukunft

Ein Thema, zu dem sich weder Mané und die Bayern in die Karten schauen ließen, war die Rückennummer, die der Neue tragen wird. Aus Sicht des Klubs bewegt man sich auf gefährlichem Gelände, denn die Vergabe hängt auch damit zusammen, ob Robert Lewandowski und Serge Gnabry dem Verein erhalten bleiben.
Lewandowskis Neun und Gnabrys Sieben wären durchaus Nummern, die für Mané infrage kämen. Entsprechend zurückhaltend reagierte der Königstransfer. "Ich bin ja erst angekommen und wir haben noch nicht darüber gesprochen. Ich werde mich entscheiden, wenn die Zeit kommt - aber die Nummer ist mir eigentlich egal", ließ Mané wissen.
Der Versuch der Pressevertreter, über Oliver Kahn Neues zur Causa Lewandowski zu erfahren, ging ebenso schief. "Bei Robert hat sich nicht viel verändert. Er hat einen Vertrag bis 2023 und wir freuen uns, wenn er am ersten Trainingstag bei uns auftaucht", gab der Vorstandsvorsitzende zu Protokoll.
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