Union Berlin verteidigt Besuch von Ungarn-Präsident Viktor Orban an der Alten Försterei - Fans üben heftige Kritik
Union Berlin hat das Treffen zwischen Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban und Mittelfeldmann Andras Schäfer am Dienstag an der Alten Försterei verteidigt. "Es gab ein offizielles Schreiben der ungarischen Botschaft mit der Bitte, ein privates Treffen eines ungarischen Nationalspielers zu ermöglichen", erklärte Kommunikationschef Christian Arbeit auf einer Pressekonferenz am Mittwoch.
Wirbel um Besuch von Orban - so reagiert Union auf die Kritik
Quelle: Perform
"Dieser Bitte sind wir nachgekommen. Wir haben ihn nicht offiziell empfangen", betonte Arbeit auf der Medienrunde vor der Europa-League-Partie am Donnerstag gegen Malmö FF (21:00 Uhr im Liveticker).
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hatte am Dienstag während seines mehrtägigen Aufenthalts in Deutschland ein Treffen mit Andras Schäfer von Union Berlin, bei dem der 59-Jährige ein signiertes Trkot seines Landsmanns mit der Trikotnummer 13 erhielt.
Gründe dafür wollte der Bundesliga-Spitzenreiter nicht nennen, der Besuch sei eine private Angelegenheit gewesen.
"Ein Besuch beim Tabellenführer. Treffen mit Andras Schäfer", schrieb Orban, der am Vortag Bundeskanzler Olaf Scholz in Berlin getroffen hatte, unter ein auf seinem Profil veröffentlichten Bild bei Instagram, auf dem er Schäfer per Handschlag begrüßt.
Außerdem veröffentlichte das Staatsoberhaupt auf seinen sozialen Kanälen ein Video, auf dem auch Unions Kommunikationschef Arbeit und der Technische Direktor Michael Parensen zu sehen sind.
Union-Fans verurteilen Orban-Besuch
Arbeit verdeutlichte auf der Pressekonferenz am Mittwoch jedoch noch einmal, dass der Besuch als "nicht politisch" bewertet werde. "Viktor Orban war nicht undercover in Deutschland, er war auf einem offiziellen Staatsbesuch", so Arbeit weiter.
Die Fans der Eisernen sahen dies jedoch gänzlich anders und verurteilten den Besuch des ungarischen Präsidenten scharf.
"Warum bietet ihr Viktor Orban so eine Bühne? Als Union-Fan bin ich zutiefst enttäuscht. Schämt euch!", schrieb ein User bei Twitter. Ein anderer ergänzte: "Aktuell nicht mehr 'mein' Union. Ich schäme mich für den Verein. Eure Nummer gestern war absolut unterste Schublade. Und durch die 'Reaktion' heute habt ihr es noch schlimmer gemacht."
Orban wird seit Jahren vorgeworfen, die Menschenrechte in Ungarn systematisch einzuschränken.
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(mit SID)
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