Bundesliga-Vierkampf um die Königsklasse: Union in der Pole Position für die Champions League

Um die beiden Champions-League-Plätze hinter Tabellenführer Borussia Dortmund und Rekordmeister Bayern München ist ein spannender Vierkampf entbrannt - mit völlig ungewissem Ausgang. Union Berlin befindet sich nach dem 1:0 bei Borussia Mönchengladbach in der Pole Position, doch der SC Freiburg sitzt den Köpenickern im Nacken. Aber auch RB Leipzig und Bayer Leverkusen starten in den Endspurt.

Der SC Freiburg und Union Berlin

Fotocredit: Imago

Typisch Christian Streich! "Wenn wir gewinnen, können die hinter uns nicht näher rücken", kommentierte der Trainer des SC Freiburg den Bundesliga-Vierkampf um zwei Champions-League-Plätze. Und traf damit pointiert ins Schwarze, denn sein Team behauptete durch einen 4:0-Erfolg gegen Schalke 04 Rang vier in der Tabelle.
Eine einfache Rechnung, aber schwer umzusetzen. Denn Pokalsieger RB Leipzig lauert mit nur zwei Punkten Rückstand auf dem fünften Platz und nach acht Ligaspielen ohne Niederlage befindet sich auch Bayer Leverkusen noch in Schlagdistanz. Mit zwei Punkten mehr als Freiburg ist Union Berlin Dritter.
Und ein Platz für die Köpenicker in der Königsklasse nach Conference League in der vergangenen Saison und Europa League in dieser Spielzeit wäre längst keine Sensation mehr. "Zu 100 Prozent" sei Union ein Kandidat für die Champions League, attestierte Coach Daniel Farke von Borussia Mönchengladbach den Gästen nach der 0:1-Heimniederlage Fohlen gegen die Berliner.
Nur selbst drüber reden mag man rund um die Alte Försterei (noch) nicht. Kapitän Rani Khedira relativierte: "Diese Liga ist zu stark, du kannst nicht fünf Tage vor Ende ein Fazit ziehen oder träumen." Coach Urs Fischer ergänzte zurückhaltend wie immer: "Wir sind auf einem guten Weg."

Direktes Duell um die Königsklasse

Wohin der am Ende führt? Zweifellos noch fraglich. Schließlich kommt schon am Samstag Bayer in die Hauptstadt. Noch im Oktober auf dem vorletzten Platz sind die Rheinländer wettbewerbsübergreifend seit 13 Spielen ungeschlagen. Sollte man auch bei Union keine Niederlage kassieren, könnte ein vergleichsweise leichtes Restprogramm zur Trumpfkarte der Schützlinge von Trainer Xabi Alonso im Endspurt werden.
"Wir müssen versuchen, jede Woche Druck auf die Vorderen zu machen", formulierte Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes nach dem 2:0-Heimerfolg gegen Leipzig, der Bayer bis auf vier Zähler an die Sachsen heranrücken ließ. Und der auch zur Folge hat, dass RB als aktueller Tabellenfünfter nun die Rolle des Jägers einnehmen muss.
Ein für Marco Rose völlig überflüssiger Paradigmenwechsel, der Leipziger haderte nach der Niederlage in Leverkusen nicht zum ersten Mal mit dem so nicht gewollten Verlauf der Spielzeit: "Das ist das x-te Spiel in dieser Saison, das wir einfach nicht hätten verlieren dürfen. Das ist so ein bisschen die Geschichte unserer Saison."
Und auch eine Story, die tatsächlich unbefriedigend enden könnte, denn die Sachsen stehen im Mai noch vor schweren Auswärtsspielen in Freiburg und München. Torhüter Janis Blaswich warnte die Teamkollegen jedenfalls schon einmal vor: "Wir dürfen uns nicht mehr viel erlauben."
(SID)
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Streich äußert sich zum Kimmich-Aufreger

Quelle: Perform

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