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Bayern-Trainer Thomas nach Deadline-Day-Debakel kritisch: Kader "auf manchen Positionen ein bisschen mutig"
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Publiziert 02/09/2023 um 20:26 GMT+2 Uhr
Bayern-Trainer Thomas Tuchel hat merklich angefressen auf das Transfer-Debakel am Deadline-Day reagiert. Vor dem Bundesligaspiel in Mönchengladbach bezeichnete er den Kader der Münchner als "dünner" als zuletzt. "Es ist ein guter Kader, aber auf manchen Positionen ein bisschen mutig", merkte der 50-Jährige bei "Sky" an. Am Freitag war der Wechsel von Wunschkandidat João Palhinha gescheitert.
Thomas Tuchel zeigte sich vor dem Spiel in Mönchengladbach angefressen
Fotocredit: Getty Images
Dabei hatte der Portugiese bereits den Medizincheck in München absolviert und Bilder im Bayern-Trikot geschossen. Am Ende verweigerte der FC Fulham aber die Freigabe für den Sechser.
"Ich war sehr traurig, weil der Spieler zu uns wollte und ich weiß, was uns dieser Spieler gegeben hätte", sagte Tuchel, der in den vergangenen Wochen seinen Wunsch nach einem defensiv denkenden Mittelfeldspieler beinahe gebetsmühlenartig wiederholt hatte.
Diese Rolle muss nun weiterhin Stratege Joshua Kimmich einnehmen. "Ich wollte, dass Jo sein kreatives Potenzial entfalten kann", erklärte Tuchel seinen Wunsch nach einem Abräumer bei "Sky". Daher hätte er seinem Anführer - sowie Leon Goretzka und Konrad Laimer - mit der Verpflichtung Palhinhas "gerne einen Spieler ins Kreuz gestellt".
Nun müsse der 28 Jahre alte Nationalspieler "sein kreatives Potential zügeln".
Tuchel: "Kader ein bisschen dünn"
Auch auf der Rechtsverteidigerposition verloren die Münchner in den letzten Tagen der Transferperiode entscheidende Qualität.
Trotz der Abgänge von Benjamin Pavard und Josip Stanisic verpasste es der deutsche Rekordmeister, einen Ersatz zu verpflichten. Auch daher sei der Kader nun "ein bisschen dünn, dünner als vorher".
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Josip Stanisic wechselte auf Leihbasis zu Bayer Leverkusen
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Ob der Kader zu dünn ist, um die ambitionierten Saisonziele zu erreichen, wollte Tuchel nicht eindeutig beantworten. "Das werden wir sehen", sagte Tuchel: "Wir sind wenig, aber wir werden unser Bestes tun und den Kader pushen."
Nach dem 2:1-Sieg über Gladbach äußerte sich Tuchel erneut zur Kadersituation und wollte einen neuerlichen Versuch bei Palhinha im Winter nicht ausschließen. "Er spielt jetzt bei Fulham, und wir spielen ohne ihn hier. Im Winter müssen wir sehen. Die Dinge ändern sich manchmal."
Palhinha hatte am Freitag bereits den Medizincheck in München absolviert, erhielt dann aber doch keine Freigabe vom FC Fulham. Er habe "ein bisschen ungläubig" reagiert, sagte Tuchel: "Der Spieler war ja schon bei uns, er war schon in der Röhre. Ich glaube zu wissen, was uns der Spieler gegeben hätte, welchen Push er uns gegeben hätte. Das ist super super schade."
Dreesen nimmt Tuchel in die Pflicht
Der Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen sah dagegen keinen Grund, "nicht zuversichtlich in die Saison zu gehen", wie er bei "Sky" erklärte.
Vielmehr nahm der 55-Jährige den Bayern-Trainer in die Verantwortung. "Er muss ein bisschen kreativer sein. Das ist sein Job", so Dreesen, der in dem Transfer-Debakel auch eine Chance für die Nachwuchsspieler erkannte und nannte Alphonso Davies als Beispiel. "Wir glauben, dass wir trotzdem gut besetzt sind. Wir haben ja nicht nur Noussair Mazraoui hinten rechts", sagte der Bayern-Boss.
Zur Halbzeit in Mönchengladbach wechselte Tuchel Mittelfeldspieler Laimer für den Marrokkaner auf der rechten Abwehrseite ein. Nicht die Traumlösung.
Einigkeit an der Säbener Straße sieht anders aus.
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(mit SID)
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Quelle: Perform
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