Borussia Dortmund – Giovanni Reyna, Yossoufa Moukoko, Mateu Morey: Die drei BVB-Fragezeichen

Borussia Dortmund wagt nach dem bitteren Saison-Finale in der kommenden Spielzeit einen neuen Angriff auf den FC Bayern München und die Meisterschale. Dafür haben die Westfalen nach dem Verkauf von Jude Bellingham auf dem Transfermarkt ordentlich nachgerüstet. Während die Neuen sich bereits erste schwarz-gelbe Sporen verdient haben, sieht es für ein BVB-Trio aktuell eher düster aus.

Youssoufa Moukoko von Borussia Dortmund

Fotocredit: Getty Images

Es war ein Party-Sonntag in Dortmund.
Im Anschluss an die offizielle Teampräsentation bezwang der BVB vor 80.000 Zuschauern Ajax Amsterdam im Signal-Iduna-Park 3:1 und sorgte so für einen erfreulichen Abschluss der Vorbereitung. Allen voran der umstrittene Neuzugang Felix Nmecha überzeugte mit einem Doppelpack in Schwarz-Gelb.
Nach dem gleichermaßen schmerzhaften wie erwartbaren Abgang von Jude Bellingham ist es unter anderem Nmecha, der fortan in die Bresche springen muss – und der mit seinem Auftritt die Hoffnungen der Anhänger auf eine Meister-Revanche in der kommenden Saison nährt.
Doch nicht bei allen Dortmundern lief die Vorbereitung nach Plan, besonders drei Spieler mit Startelf-Potenzial suchen beim Revierklub ihre Rolle. Giovanni Reyna, Youssoufa Moukoko und Mateu Morey sind die drei BVB-Fragezeichen.

1.) Giovanni Reyna

Reyna und die vergangenen zwei Jahre beim BVB könnte auch den Buchtitel "die Leiden des jungen Gio" tragen.
Der hochtalentierte 20-Jährige zog sich regelmäßig Verletzungen zu, in der Spielzeit 2021/22 kam Reyna gerade einmal auf zehn Bundesligaeinsätze. In der vergangenen Saison hatte Trainer Edin Terzic kaum Verwendung für den US-Amerikaner.
Die größte Enttäuschung erfuhr der Youngster aber bei der WM in Katar. "Bei dieser Weltmeisterschaft gab es einen Spieler, der die Anforderungen sowohl auf als auch neben dem Platz nicht erfüllte", sagte US-Coach Gregg Berhalter und ergänzte: "Einer von 26, daher fiel er besonders auf." Obwohl Berhalter den Namen nicht nannte, war später klar, dass er sich auf Reyna bezog.
"Ich habe gehofft, mich nicht zu den Ereignissen bei der WM äußern zu müssen", leitete Reyna ein Instagram-Statement ein. "Ich bin davon überzeugt, dass Dinge, die in einer Teamumgebung passieren, privat bleiben sollten." Doch Reyna schlug auch selbstkritische Töne an: "Kurz vor der WM sagte mit der Trainer, dass meine Rolle beim Turnier nur sehr begrenzt sein würde. Ich war am Boden zerstört."
Er sei "eine emotionale Person" und die Emotionen seien kurz nachdem er über seine Rolle aufgeklärt wurde mit ihm durchgegangen. "Ich entschuldigte mich bei meinen Teamkollegen und meinem Trainer und mir wurde gesagt, dass mir vergeben wurde." Reyna wolle sich fortan "als Mensch und als Fußballer verbessern."
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Gio Reyna

Fotocredit: Getty Images

Viele Chancen, sich zumindest fußballersich zu verbessern, bekam er in der Folge nicht eingeräumt. Nach der WM stand Reyna für Dortmund nur einmal in der Startelf.
Kein Wunder, dass er in der Sommerpause medial als Verkaufskandidat gehandelt wurde. Der nächste Rückschlag folgte auf dem Fuße – im Finale des Gold Cups Anfang Juni zog sich Reyna abermals eine Verletzung zu. Laut "Ruhr Nachrichten" verpasst der Offensivmann den Saisonauftakt.
Es ist das nächste Kapitel der Reyna-Saga in Dortmund. In der anstehenden Saison dürfte es für ihn um seine Zukunft beim BVB gehen. Sein Vertrag läuft noch bis 2025.

2.) Youssoufa Moukoko

Ende Januar war es endlich so weit: Moukoko verlängerte nach zähen Verhandlungen seinen Vertrag beim BVB bis 2026.
Kurz darauf wurde es deutlich ruhiger um das Top-Talent, das in der Hinrunde der vergangenen Saison in Abwesenheit von Sébastien Haller (Krebserkrankung) immerhin sechs Tore erzielt hatte.
Während Moukoko einen Monat lang an einem Syndesmosebandanriss laborierte, lieferte Rückkehrer Haller beständig ab. Moukoko blieb nur noch die Rolle des Reservisten, zu besagten sechs Toren gesellte sich schließlich nur noch ein einziges hinzu.
Die Verantwortlichen beobachteten die Entwicklung des 18-Jährigen offenbar mit Argusaugen, Moukoko ist dem Vernehmen nach nicht mehr unumstritten in Dortmund.
Wie die "Bild" unlängst berichtete, bemüht sich der Vizemeister um einen neuen Stürmer. Demnach sei Hugo Ekitiké von Paris Saint-Germain aufgrund Moukokos wechselhafter Leistungen als Alternative ins Visier der Dortmunder gerückt. Auch die Abhängigkeit des BVB von Haller sei den Bossen darüber hinaus ein Dorn im Auge.
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Youssoufa Moukoko

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Die Klubführung traut Moukoko angeblich nicht zu, in Abwesenheit von Haller abzuliefern. Dabei ist eine Haller-Abstinez schon in Sichtweite. Im Januar nimmt der Mittelstürmer mit der Elfenbeinküste voraussichtlich am Afrika Cup teil und wird Terzic dementsprechend nicht zur Verfügung stehen.
Welche Rolle Moukoko in der kommenden Saison winkt, ist noch völlig offen. Einen kleinen Glücksmoment erlebte er immerhin im Rahmen der USA-Tour. Beim 3:2 gegen Manchester United zeichnete Moukoko für den Siegtreffer verantwortlich.
Aktuell deutet dennoch einiges darauf hin, dass der U21-Nationalspieler sich zunächst einmal hinten anstellen muss.

3.) Mateu Morey

333 Tage musste Morey ohne Fußball auskommen. Eine Knie-Operation und Trainingsrückstand hatten den Spanier, der bereits zwischen April 2021 und Mai 2022 aufgrund eines Kreuzbandrisses gefeht hatte, ausgebremst. Seit er beim BVB unter Vertrag steht, fiel Morey 851 Tage aus – und verpasste 111 Spiele.
Beim Testspielauftakt gegen Westfalia Rhynern durfte er endlich wieder eine Halbzeit lang mitmischen. Morey wirkte nach der langen Leidenszeit glücklich auf dem Feld.
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Matheu Morey von Borussia Dortmund

Fotocredit: Getty Images

Doch die Freude währte nicht allzu lange, vor der USA-Reise erweiterte der 23-Jährige das Dortmunder Lazarett. Diesmal schaltete eine Muskelverletzung den Rechtsverteidiger außer Gefecht. Rein fußballerisch wäre Morey für den BVB eine echte Bereicherung, seine Verletzungshistorie trübt die Hoffnungen enorm.
Morey setzt aktuell seine Reha fort, eine mögliche Rückkehr verzögert sich also erneut. Vorerst ist der gebürtige Mallorquiner keine ernstzunehmende Option für Terzic. Grundsätzlich steht seine Zukunft bei den Westfalen in den Sternen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge würde der BVB Morey bei einem passenden Angebot ziehenlassen.
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Quelle: Perform

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