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Borussia Dortmund verpasst Heimsieg gegen 1. FC Heidenheim - kuriose Szenen vor Elfmeter
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Publiziert 01/09/2023 um 22:31 GMT+2 Uhr
Borussia Dortmund ist am 3. Bundesliga-Spieltag nicht über ein 2:2 (2:0) gegen Aufsteiger 1. FC Heidenheim hinausgekommen. Julian Brandt (7.) und Emre Can per Strafstoß (15.) brachten die Schwarz-Gelben in Führung. Eren Dinkci verkürzte in der zweiten Halbzeit (61.) für die Gäste, ehe Heidenheim nach langem Hin und Her einen Foulelfmeter bekam, den Tim Kleindienst verwandelte (82.).
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Quelle: Perform
Chaotische Zustände beim Videobeweis und ein blamables Unentschieden haben Borussia Dortmund das Blitz-Debüt von Niclas Füllkrug verhagelt.
Der BVB verspielte gegen den aufmüpfigen Aufsteiger 1. FC Heidenheim unter kuriosen Umständen eine Zwei-Tore-Führung und musste sich sensationell mit einem Remis begnügen. Der Saisonstart ist in den Sand gesetzt.
"Wir haben uns in der zweiten Halbzeit zum großen Teil selbst geschlagen", sagte Julian Brandt bei "DAZN".
Man habe zwei Tore gefangen, "bei denen wir eigentlich sicher den Ball haben. Wir müssen schleunigst lernen, den Ball zu beschützen, solche Tore brechen uns das Genick."
"Wir haben komplett die Struktur aufgegeben. Selbst als es zwölf Minuten Nachspielzeit gab, wollten wir mit jeder Aktion schnell, schnell, schnell vor das Tor kommen. Das sind Dinge, die uns nicht passieren dürfen, wenn wir die ganz großen Ambitionen haben wollen. Das passiert Spitzenmannschaften nicht. Uns passiert das wiederholt. Und da fällt es schwer, die richtigen Worte zu finden", gab Trainer Edin Terzic zu.
In der Schlussphase spielten sich wilde Szenen ab. Einen ursprünglich verhängten Foulelfmeter gegen Dortmund beim Stand von 2:1 nahm Schiedsrichter Tobias Reichel scheinbar zunächst zurück, ging dann doch raus zum Bildschirm - und zeigte wieder auf den Punkt.
Tim Kleindienst gelang dadurch das Tor zum ersten Heidenheimer Bundesliga-Punkt.
Von wegen Schaulaufen! Heidenheim wehrt sich
Nationalstürmer Niclas Füllkrug, erst am Donnerstag überraschend von Werder Bremen zum BVB gewechselt, wurde mit viel Applaus begrüßt, saß aber bis zur 78. Minute auf der Bank.
Der Platz im Dortmunder Sturmzentrum gehört bis auf Widerruf Sébastien Haller. Das könnte sich allerdings zügig ändern. Am Freitag agierte der Franzose unglücklich und verursachte auch den Elfmeter zum Ausgleich.
Heidenheim versuchte anfangs vergebens, eine Festung am eigenen Strafraum aufzubauen, Julian Brandt knackte die Abwehr schon in der siebten Minute. Nach Emre Cans 2:0 (15., Handelfmeter) schien ein 75-minütiges Schaulaufen gegen einen bemühten, aber auf diesem Niveau chancenlosen Gegner zu beginnen. Doch der FCH wehrte sich nach Kräften, traf durch Eren Dinkci (61.) und kämpfte verbissen weiter: mit Erfolg.
BVB lässt Chancen liegen - und wird bestraft
Zu Beginn hatte der BVB seine Abwehrreihe erwartungsgemäß weit vorne postiert, Heidenheim fehlte da noch die Luft zum Atmen. Brandt nutzte aus der Drehung die erste große Chance mit einem Schuss an die Unterseite der Querlatte.
Can hatte vorher den Ball an den Ellbogen bekommen, was Schiedsrichter Reichel als nicht strafwürdig ansah. Wenige Minuten später aber ahndete er ein Handspiel des früheren BVB-Juniorenspielers Lennard Maloney nach Ansicht der TV-Bilder.
Das Duell schien entschieden zu sein, Heidenheim kam unter Druck viel zu selten in ein ruhiges Passspiel. Marcel Sabitzer (19./25.) und der starke Donyell Malen (28.), der viel rochierte und auf der rechten Seite immer wieder Christoph Theuerkauf davon lief, hätten früh weitere Tore erzielen können.
Hallers Foul bringt Heidenheim zurück ins Spiel
Heidenheim spielte die wenigen Möglichkeiten, aus guten Positionen anzugreifen, lange schwach aus. Trainer Frank Schmidt brachte daher zur zweiten Halbzeit Marvin Pieringer als zweite Spitze neben Tim Kleindienst, der kurz darauf eine ordentliche Chance vergab (49.).
Dem möglichen Anschlusstreffer durch Marvin Pieringer (52.) blieb nach längerem Videobeweis wegen eines vermeintlichen Handspiels die Anerkennung verweigert. Dennoch: Heidenheim zeigte, wie anfällig der nun weitaus weniger dominante BVB auch gegen unterlegene Gegner ist.
Füllkrug: "Eine verrückte Partie"
Vorne vergaben die Dortmunder rund um Dinkcis Tor beste Chancen in Serie stümperhaft. Dabei taten sich Donyell Malen, Ramy Bensebaini und Haller besonders hervor. Heidenheim blieb somit im Spiel, ging ab der 70. Minute volles Risiko - wenig später beging Haller sein folgenschweres Foul im Strafraum.
"Es war eine verrückte Partie. Nach einer soliden ersten Halbzeit, in der wir alles im Griff haben, darf die zweite Halbzeit nicht passieren", befand Debütant Füllkrug.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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