BVB zögert auf dem Transfermarkt - noch bis zu 37 Millionen Euro bei Borussia Dortmund auf der hohen Kante
Borussia Dortmund hält auf dem Transfermarkt die Füße still, dabei hatten die Bosse weitere Neuzugänge angekündigt. Während der FC Bayern, RB Leipzig und Bayer Leverkusen kräftig aufrüsten, müssen sich die BVB-Fans derzeit in Geduld üben. In Dortmund scheint man sich aktuell nicht ganz einig zu sein, wer den Kader wirklich verstärkt. Außerdem müssen noch einige Spieler verkauft werden. Das bremst.
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Quelle: Perform
Während der FC Bayern, Bayer Leverkusen und RB Leipzig in den vergangenen Tagen mit Transfermeldungen glänzen, ist es um Borussia Dortmund verdächtig ruhig geworden.
Dabei ist der BVB nach dem Wechsel von Jude Bellingham für kolportierte 103 Millionen Euro zu Real Madrid durchaus liquide und hat auch einige Baustellen im Kader. Doch es tut sich: wenig.
Einem Bericht der "Bild" zufolge hat das unter anderem damit zu tun, dass sich Sportdirektor Sebastian Kehl und Trainer Edin Terzic bei dem ein oder anderen Kandidaten für den BVB-Kader uneins sein sollen.
Laut der Zeitung wünscht sich Terzic robustere und körperlich stärkere Spieler, Kehl soll hingegen mehr auf die "fußballerische Komponente" Wert legen.
Spur zu Álvarez ist kalt
Fakt ist: Für Felix Nmecha (kam vom VfL Wolfsburg) hat Dortmund erst 30 Millionen der Bellingham-Ablöse reinvestiert. Mit ihm und Ramy Bensebaini (ablösefrei von Borussia Mönchengladbach) hat der BVB die Abgänge von Bellingham und Raphaël Guerreiro (ablösefrei zum FC Bayern) aber erst im Ansatz kompensiert.
Zwar will Dortmund die Bellingham-Millionen nicht komplett in neue Spieler investieren. "Ich denke, dass wir etwa 60 bis 65 Prozent der Transfersummen, die wir in dieser Periode erzielen, wieder reinvestieren werden", hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke aber via "Bild am Sonntag" gesagt.
Sprich: 32 bis 37 Millionen Euro hat der BVB noch auf der hohen Kante. Dortmunder Bemühungen um den Mittelfeldspieler Edson Álvarez von Ajax Amsterdam sind zuletzt aber stark abgeflaut - angeblich ist vor allem Terzic nicht mehr voll vom Mexikaner überzeugt. "Mir ist wichtig, dass wir gute Transfers tätigen, nicht schnelle Transfers", mahnte der Trainer zuletzt zu Geduld.
BVB: 41 Transfergerüchte - aber wenig Handfestes
Auch in Sachen Rückholaktion von Jadon Sancho (Manchester United) oder bei Rechtsverteidiger Iván Fresneda (Real Valladolid) hört man nach anfänglich verheißungsvoll klingenden Anbahnungen immer weniger.
So listet das Portal "Transfermarkt.de" zurzeit 41 Profis mit Transferbezug zum BVB auf - mehr als über den Gerüchtestatus geht das aber bei keinem Spieler hinaus.
Es wirkt fast so, als habe der BVB sich lauernd zurückgezogen, in der Hoffnung, andere Vereine würden in ein paar Wochen vergessen haben, dass Dortmund noch einige Millionen in der Hinterhand hat. "Grundsätzlich sind wir gut aufgestellt, sowohl in der Breite als auch bei der Anzahl der Spieler", wiegelte Kehl zuletzt ab.
Einige Baustellen beim BVB, Schulz geht
Klarer Bedarf herrscht beim BVB aber vor allem im zentralen Mittelfeld, wo auch Mahmoud Dahoud (Brighton & Hove Albion) den Verein verlassen hat. Doch die Bosse haben auch noch anderes zu tun als den Transfermarkt zu sondieren. Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung mit Emre Can sollen auf der Zielgeraden sein.
Dazu wollen die Dortmunder auch noch einige Spieler - dem Vernehmen nach Thorgan Hazard, Thomas Meunier und Soumaila Coulibaly - loswerden. Der Vertrag mit Nico Schulz wurde bereits in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst.
Kommende Woche fliegt der BVB auch noch aus PR-Gründen in die USA, das macht Transfergespräche nicht unbedingt einfacher. Gut möglich also, dass sich BVB-Fans weiter in Geduld üben müssen. Der Trost: Das Transferfenster ist noch bis 1. September - sprich: bis zum 3. Bundesliga-Spieltag - offen.
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Quelle: Perform
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