BVB nimmt Verfolgung im Kampf um Plätze in der Königsklasse auf: "Müssen uns jetzt Futter anfressen"
Publiziert 21/01/2024 um 16:45 GMT+1 Uhr
Der BVB gewinnt beim 4:0 in Köln auch das zweites Spiel im neuen Jahr. Als besonders belebend im Team von Trainer Edin Terzic wirken dabei die beiden Leihspieler Ian Maatsen und Jadon Sancho. Dass parallel Stuttgart und Leipzig, Hauptkonkurrenten um die Champions-League-Plätze, patzen, lässt Sportdirektor Sebastian Kehl frohlocken. Neuankömmling Maatsen blickt voller Freude auf seine Heimpremiere.
Terzic lobt "außergewöhnlichen" Maatsen nach Sieg in Köln
Quelle: Perform
Ian Maatsen ist zwar erst seit zehn Tagen in Dortmund, einige zentrale Merkmale seines neuen Vereins sind ihm aber bereits geläufig. "Ich habe schon eine Menge Geschichten über das große Stadion und über die gelbe Wand dort gehört", berichtete der niederländische U21-Nationalspieler zum Beispiel gerade in Köln. Dort hatte der junge Linksverteidiger, den der FC Chelsea nun bereits zum vierten Mal – an jeweils unterschiedliche Klubs – verliehen hat, nach dem 3:0 eine Woche zuvor in Darmstadt auch seine zweite Partie mit den Schwarz-Gelben klar gewonnen.
In der Domstadt gab es sogar ein 4:0, und Maatsens Plan für die nächsten Tage war klar: "Gut erholen, hart trainieren, um dann bereit zu sein, auch zu Hause drei Punkte zu holen."
Kehl setzt auf "sehr guten Januar"
Zur Heimpremiere von Dortmunds neuem Abwehrspezialisten kommt am nächsten Sonntag Reviernachbar Bochum zu Besuch. Und für Sebastian Kehl bot sich nach dem gelungenen Einstieg ins neue Jahre die Gelegenheit zu einem genüsslichen Ausblick. Gegenüber der Partie in Darmstadt erkannte der Sportdirektor des BVB einen Fortschritt. "Wir können", sagte er, "Dinge noch besser machen. Aber von der Stabilität und auch von Fußballerischen her sieht das doch deutlich besser aus als in der Hinrunde." Weswegen nun gelte: "Wenn man zwei Mal so gewinnt wie wir, haben wir mit dem Heimspiel vor der Brust nun die Möglichkeit, diesen Januar zu einem sehr, sehr guten werden zu lassen."
Beim Gang in die Weihnachtspause klaffte vor den Borussen noch eine unerfreuliche Lücke von sechs Punkten zu Leipzig auf Champions-League-Rang vier. Auf Stuttgart, das Überraschungsteam der Hinrunde, fehlten sogar sieben Zähler. Aber nun haben beide Konkurrenten ihre zwei Einstiegsspiele ins neue Jahr jeweils verloren, die Doppel-Gewinner aus Westfalen sind plötzlich wieder gleichauf mit RB - und Kehl frohlockt: "Wir müssen uns jetzt ein bisschen Futter anfressen. Die anderen lassen Federn, und wir kommen in Schwung."
Füllkrug lobt Sancho: "Er hat es"
Die Dortmunder Lust auf etwas Winterspeck im Tableau hat viel mit den Ereignissen in der Weihnachtspause zu tun. Neben dem 21-jährigen Maatsen kam mit Jadon Sancho auch ein alter Bekannter als Leihspieler - von Manchester United - zurück zum BVB. In Köln überzeugte das Duo gleichermaßen. Und Sancho (23) gelang es dabei unter anderem, nach einem Solo und einem vergleichsweise sanften Körperkontakt mit FC-Verteidiger Rasmus Carstensen von Referee Daniel Schlager einen Elfmeter zugesprochen zu bekommen.
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Jadon Sancho (links) wollte gerne den Elfmeter schießen.
Fotocredit: SID
Den verwandelte, obwohl sich Sancho nachdrücklich um die Ausführung bemüht hatte, Niclas Füllkrug zum vorentscheidenden 2:0. Und später hielt der Mittelstürmer des BVB zum Beitrag des neuen Teamkollegen fest: "Die Aktion vor dem Elfmeter zeichnet Jadon aus. Das ist schwer zu lernen. Entweder das hast du oder du hast es nicht. Er hat es. Von daher ist er eine große Bereicherung für uns, weil [statt: dass] er vorne immer wieder Chancen kreieren kann."
BVB: Mehr Kontrolle, mehr Mut
Sehr belebend auf das Spiel des Vizemeisters wirkt auch Ian Maatsen. Das 3:0 durch den zweifachen Torschützen Donyell Malen bereitete der Linksverteidiger, den Cheftrainer Edin Terzic aufgrund seiner Ballsicherheit und seiner technischen Fähigkeiten in engen Räumen beim Spielaufbau häufig ins Zentrum auf die Doppel-Sechs zog, nach einer herausragenden Balleroberung am eigenen Strafraum direkt vor. Seinen vorausgegangen Ballverlust bezeichnete Maatsen selbst als "schlampig", Terzic betonte jedoch vor allem: "Man darf Bälle verlieren, aber man darf sein Spiel nicht verlieren. Und das hat ihn heute ausgezeichnet."
Was die Dortmunder bei ihrem Erfolg über die Klassenkämpfer aus Köln generell auszeichnete, war eine – trotz der Ausfälle von Mats Hummels, Emre Can und des bei Halbzeit mit Rückenproblemen ausgewechselten Niklas Süle – stabilisierte Defensive. Die war auch schon beim Sieg in Darmstadt zu beobachten, zudem agiert das Team im Vergleich zur Hinrunde sehr viel kontrollierter, zugleich aber auch mutiger im Spielaufbau. Auch das Spiel bei eigenem Ballbesitz sieht Füllkrug deutlich verbessert, entsprechend zuversichtlich blickt der Angreifer in die Zukunft. "Im Moment", erklärte der gebürtige Niedersachse nach dem Sieg in Köln jedenfalls, "fühle ich mich sehr gut in dieser Mannschaft." Denn, so seine Einschätzung: "Wir sind sehr gut aufgestellt für die Rückrunde."
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