FC Bayern München - Dietmar Hamann kritisiert Machtfülle von Thomas Tuchel: "Kann schalten und walten"

Thomas Tuchel gilt als einer der mächtigsten Bayern-Trainer der jüngeren Geschichte. Im Gespräch mit der "Heilbronner Stimme" kritisierte Dietmar Hamann nun den großen Einfluss des 49 Jahre alten Coaches. "Er kann absolut schalten und walten, wie er mag", bemängelte Hamann. Das sei vor allen Dingen deshalb problematisch, weil Tuchels Bilanz beim FC Bayern "durchschnittlich bis katastrophal" wäre.

Thomas Tuchel (Trainer FC Bayern München)

Fotocredit: Getty Images

Tuchel übernahm den deutschen Rekordmeister im März nach der Entlassung von Julian Nagelsmann. Zwar gewann der Krumbacher mit den Münchnern die Meisterschaft, kommt in zwölf Spielen an der Seitenlinie aber nur auf einen Punkteschnitt von 1,67 (Pokalwettbewerbe eingerechnet).
Durch die Trennung von Sportvorstand Hasan Salihamidzic übernimmt Tuchel aktuell aber verschiedene Kompetenzen in der Kaderzusammenstellung, soll im Mai sogar Spurs-Angreifer Harry Kane besucht haben, um den Engländer von einem Wechsel an die Isar zu überzeugen.
Die "Sport Bild" hatte ihn jüngst als den mächtigsten Bayern-Trainer in der Vereingeschichte bezeichnet.
"Es birgt eine Gefahr, wenn er Spieler holt, weil man nicht weiß, wie lange er da ist", sagte Hamann gegenüber der "Heilbronner Stimme": "Wenn du dem Trainer mehr Macht gibst, besteht die Gefahr, dass er im Winter nicht mehr da ist."
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Thomas Tuchel

Fotocredit: Getty Images

Hamann zweifelt: "Ob das gut geht..."

Immerhin haben die Isarstäder in den zurückliegenden Jahren einige Übungsleiter verschlissen, erinnerte der Champions-League-Sieger von 2005. In der Tat: Seit der Ära Pep Guardiola (verließ den Klub 2016) überstand kein Trainer mehr zwei volle Spielzeiten an der Säbener Straße.
Daher bewege sich der FC Bayern mit seiner Vorgehensweise "im Moment auf dünnem Eis", meinte Hamann, der zwischen 1989 und 1998 in der bayrischen Landeshauptstadt spielte - und schob nach: "Ob das gut geht, da habe ich meine Zweifel."
Schon vor dem Meisterschaftsfinale hatte Hamann Tuchel in die Mangel genommen. Bei "Sky90" hatte er damals gesagt: "Er kam, um die Sache besser zu machen. Der Trainereffekt ist mit seiner Unterschrift verpufft, die Mannschaft spielt nicht besser - eher schlechter."
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Quelle: Perform

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