FC Bayern: Christoph Freund vom FC Salzburg soll neuer Sportdirektor werden - Salihamidzic-Nachfolger offenbar gefunden

Christoph Freund wird neuer Sportdirektor des deutschen Rekordmeisters Bayern München. Das berichteten "Sky" und "Bild-Zeitung" am Dienstag übereinstimmend. Der 46-Jährige arbeitet seit acht Jahren in gleicher Funktion beim österreichischen Meister Red Bull Salzburg, zuvor war er dort bereits einige Jahre lang Sportkoordinator bzw. Teammanager.

Christoph Freund

Fotocredit: Getty Images

Die Stars des FC Bayern schwitzten am schönen Tegernsee beim Zirkeltraining, als sich in der Münchner Führungsetage Erstaunliches tat.
Nur 120 Autobahnkilometer östlich, direkt hinter der österreichischen Grenze, soll der deutsche Rekordmeister einen überraschenden neuen Sportdirektor gefunden haben: Christoph Freund von Red Bull Salzburg.
Diese Personalie aus dem Nichts vermeldeten "Sky" und die "Bild-Zeitung" am Dienstagvormittag quasi sekundengenau im Gleichklang. "Sky" zufolge soll der 46-Jährige sein Amt als Nachfolger des entlassenen Hasan Salihamidzic zum 1. September antreten.
Der "kicker" schloss sich der Meldung an - sie darf als gesichert gelten, auch wenn vom Verein zunächst keine Bestätigung zu bekommen war.
picture

Christoph Freund

Fotocredit: Getty Images

Freund sammelte Erfahrungen in Salzburg

Christoph Freund selbst ist unter den österreichischen Idealbedingungen an der Keimzelle des Red-Bull-Fußballs derzeit noch bestens beschäftigt.
Erst am Montag schwärmte er den Fans des Dauermeisters, welch schöne Parallele, von den Vorzügen des dänischen Neuzugangs Mads Bistrup vor ("absoluter Mentalitätsspieler") - demnächst könnte er in München mit weitaus größeren Stars neue Trikots in die Kamera halten.
Christoph Freund, der es als Spieler nicht über die 2. Liga seiner Heimat hinaus brachte, und Salzburg sind beinahe als Synonyme zu nennen. Seit acht Jahren arbeitet er dort als Sportdirektor, er folgte 2015 in dieser Funktion auf Ralf Rangnick, der heute österreichischer Nationaltrainer ist.
Weitere neun Jahre, ab 2006, war Freund in Salzburg Sportkoordinator bzw. Teammanager. Zeitungen nennen ihn "Mastermind" - allerdings unter Laborbedingungen mit hervorragenden finanziellen Mitteln.
picture

Erling Haaland

Fotocredit: Getty Images

Salzburg als Sprungbrett für Weltstars

Immer wieder haben die Salzburger hochtalentierte Spieler früh an sich gebunden und kommende Weltstars auf das Sprungbrett geführt.
Letztes Beispiel für eine solch raketengleiche Entwicklung ist Erling Haaland, der nach der Durchlauferhitzer-Station Borussia Dortmund nun Champions-League-Sieger mit Manchester City ist.
Alleine aus dem jetzigen Bayern-Kader waren Dayot Upamecano, Sadio Mane und Konrad Laimer früher in Salzburg, Naby Keita ist gerade vom FC Liverpool zu Werder Bremen gewechselt. Karim Adeyemi (Dortmund) ist inzwischen deutscher Nationalstürmer.
Häufig, also: sehr häufig, ist Red Bull Salzburg, das sich selbst den FC Liefering als Farmteam hält, Zulieferer für den ebenfalls im Reagenzglas gezogenen deutschen Schwesterklub RB Leipzig. Was von den Fans stets belächelt wird: Jaja, das waren sicherlich harte Verhandlungen.
picture

Christoph Freund von Red Bull Salzburg

Fotocredit: Getty Images

Neuer Sportdirektor bei Bayern München

Freund, der bereits vom FC Chelsea und von Eintracht Frankfurt umworben war, der als starker Strippenzieher gilt, würde sich also einer neuen Realität stellen müssen.
Andererseits hatten die Bayern jahrelang ja eben damit Probleme, Eigengewächse zu integrieren, sie griffen lieber im höheren Regal zu. Das könnte also passen.
Freund soll Sportdirektor werden, ausdrücklich nicht Sportvorstand. Mit seiner Verpflichtung als Kaderplaner wäre also ein übergeordneter, noch strategischerer Posten beispielsweise für den schon lange heiß gehandelten Max Eberl (RB Leipzig!) keinesfalls ausgeschlossen.
Auf den Kader für die kommende Saison hätte Freund mit dem Vertragsbeginn 1. September nur im Hintergrund Einfluss. Trainer Thomas Tuchel, das Aufsichtsratsmitglied Karl-Heinz Rummenigge und Marco Neppe werben heftig um Harry Kane, Stürmerstar von Tottenham Hotspur.
Die baldige Ankunft von Innenverteidiger Min-Jae Kim (SSC Neapel) hatte Tuchel schon mehr als angedeutet, der Transfer dürfte in den kommenden Tagen vollzogen werden.
Das könnte dich ebenfalls interessieren: Tegernsee-Trubel: Hoeness fällt wegen Kane in alte Muster
(SID)
picture

Laimer zeigt sich selbstbewusst: "Ganz einfach: Ich will gewinnen"

Quelle: Perform

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung