FC Bayern fühlt bei Roberto De Zerbi von Brighton & Hove Albion vor: Die italienische Alonso-Alternative

Roberto De Zerbi leistet bei Brighton & Hove Albion seit anderthalb Jahren hervorragende Arbeit. Längst erreichen den Italiener in der beschaulichen Küstenstadt Interessensbekundungen der europäischen Schwergewichte – auf der Suche nach einem Nachfolger für Trainer Thomas Tuchel hat auch der FC Bayern bei De Zerbi vorgefühlt. Für die Münchner ist der 44-Jährige aber nur zweite Wahl.

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Quelle: Eurosport

Bastian Schweinsteiger, bekanntermaßen lange Jahre im Dienst des FC Bayern, hat eine genaue Vorstellung, welches Profil der neue FCB-Coach mitbringen soll.
"Es wäre natürlich schön, wenn mal wieder so einen Trainer wie Pep Guardiola oder Jupp Heynckes verpflichtet werden könnte", wurde der 39-Jährige von der "Sportschau" zitiert. Schweinsteiger führte aus: "Jemand, der über Jahre hinweg Stabilität reinbringt und auf die Werte achtet, die der FC Bayern vermittelt."
Als mögliche Kandidaten brachte der Weltmeister von 2014 Xabi Alonso von Bayer Leverkusen und den derzeit vereinslosen Zinedine Zidane ins Spiel. Zwei namhafte Ex-Profis, die während ihrer aktiven Karriere auf Klub- und Nationalmannschaftsebene so ziemlich alles gewonnen haben.
Mit Alonso und Zidane lehnt Schweinsteiger sich nicht zwingend weit aus dem Fenster, dass die Münchner insbesondere den aktuellen Bayer-Coach als Wunschlösung für die Nachfolge von Thomas Tuchel ausgemacht haben, ist kein Geheimnis. Klub-Patron Uli Hoeneß höchstselbst hatte jüngst vom Spanier geschwärmt.

Hoeneß bestätigt Interesse an Alonso

"In der Zwischenzeit hat er bewiesen, dass er ein Trainer für die ganz große Kaste sein kann", so Hoeneß, der das Interesse bestätigte, aber auch vor der namhaften Konkurrenz warnte: "Da wird es ungleich schwieriger, weil da arbeiten Vereine wie Liverpool, Real Madrid, Leverkusen und auch der FC Bayern dran."
Natürlich buhlt Bayern nicht exklusiv um den Überflieger-Übungsleiter, die Ex-Vereine Liverpool (auf der Suche nach einem Klopp-Erben) und Real (frühestens ab 2025) machen sich ebenfalls Hoffnungen auf eine Verpflichtung. Alonsos aktueller Arbeitgeber ist indes optimistisch, dass der 42-Jährige selbst im Falle eines titelreichen Saisonabschlusses im Rheinland bleibt.
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Xabi Alonso

Fotocredit: Getty Images

"Xabi hat einen Vertrag bis 2026 und es gibt keinen Grund, daran zu zweifeln, dass er bleibt", nahm Leverkusen-Boss Fernando Carro den zahlreichen Gerüchten unlängst den Wind aus den Segeln. Im Fußball wisse man zwar nie, "was passiert", aber, so Carro weiter: "Ich habe großes Vertrauen, wir haben eine gute Beziehung. Wir sind schon lange in den Kaderplanungen für die nächste Saison – mit Xabi Alonso."
Auch Hoeneß hält einen Verbleib für das realistischste Szenario. Man dürfe nicht vergessen, dass der ehemalige Bayern-Profi einen Verein trainiere, "der gerade dabei ist, Deutscher Meister zu werden". Eine Verpflichtung im Sommer werde "sehr schwierig, um nicht zu sagen wahrscheinlich unmöglich", so Hoeneß.

Bayern klopft bei De Zerbi an

Alonso selbst hält sich übrigens komplett bedeckt, für ihn zählt nur, die Spielzeit mit Bayer 04 so erfolgreich wie möglich zu beenden. Und genau das macht die Planungen für die kommende Saison für die Bayern so schwer. Dementsprechend läuft die Suche nach möglichen Alternativen auf Hochtouren. Ein Name, der zuletzt immer wieder fiel: Roberto De Zerbi.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge fanden sogar schon Gespräche zwischen dem deutschen Rekordmeister und dem aktuellen Coach von Brighton & Hove Albion statt. Demnach habe Neu-Sportvorstand Max Eberl das Interesse der Münchner bei De Zerbi hinterlegt, der Italiener soll positiv auf die Avancen aus der bayrischen Landeshauptstadt reagiert haben.
De Zerbi steht seit September 2022 bei den Seagulls unter Vertrag, mit dem Verein um den deutschen Nationalspieler Pascal Groß sorgte er in der vergangenen Saison für reichlich Furore. Erstmals in der 122-jährigen Klub-Geschichte gelang Brighton (Platz sechs) die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb. Auch in der laufenden Spielzeit überzeugt De Zerbis Truppe, derzeit steht Rang acht vor großen Konkurrenten wie Newcastle United oder dem FC Chelsea zu Buche.

Pep outet sich als De-Zerbi-Fan

De Zerbi lässt dominanten Fußball spielen, baut auf flüssiges Kombinationsspiel und wohldosiertes Gegenpressing. Von allen Seiten werden Lobeshymnen auf De Zerbis Stil laut, als ganz besonders großer Fan trat Star-Trainer Pep Guardiola von Manchester City in Erscheinung. "Wie sie spielt niemand sonst, das ist einzigartig", schwärmte der Katalane nach einem Duell zwischen den Citizens und Brighton. Er habe zwar erwartet, dass De Zerbi einen großen Einfluss auf die Premier League haben werde, "aber nicht in so kurzer Zeit."
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Pep Guardiola und Roberto De Zerbi

Fotocredit: Getty Images

Guardiola schob nach: "Er kreiert 20 oder 25 Chancen pro Spiel, klar mehr als die meisten Gegner. Er hat ein Monopol auf den Ball in einer Art, wie sie lange nicht zu sehen war."
Im Kabinentrakt soll Guardiola im Gespräch mit seinen Spielern sogar prophezeit haben, dass De Zerbi eines Tages ihr neuer Trainer werde. Zeitnah wird dies nicht geschehen, immerhin ist Guardiolas Vertrag noch bis 2025 gültig. Dafür ist – ähnlich wie bei Alonso – bereits zwischen vielen anderen Großen der Branche ein Wettrennen um De Zerbis Dienste gestartet.
Neben dem FC Bayern haben offenbar auch der FC Barcelona, Manchester United und Liverpool ihren Hut in den Ring geworfen. Zudem wird für De Zerbi eine Ablöse fällig, die sich auf rund 14 Millionen Euro belaufen soll. Sein Arbeitspapier in der beschaulichen Küstenstadt läuft noch bis 2026. Es dürfte sich im Sommer nicht nur um Alonso ein zähes Ringen ergeben, auch De Zerbi zählt zu den heißesten Aktien auf dem Trainermarkt.
Ob er das von Schweinsteiger präferierte Jupp-Pep-Profil mitbringt? Vielleicht hat er schon bald die Chance, sein Können an der Isar unter Beweis zu stellen.
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