FC Bayern München feiert 8:1-Kantersieg gegen den FSV Mainz 05: Harry Kane schnürt Dreierpack

Kantersieg für den FC Bayern am 25. Spieltag der Bundesliga. Die Münchner schlugen den FSV Mainz 05 8:1 (3:1). Harry Kane gelangen seine Saisontreffer 28, 29 und 30 (13., 45.+7, 70.). Die übrigen Tore für die Bayern erzielten Leon Goretzka (19./90.+2), Thomas Müller (47.), Jamal Musiala (61.) und Serge Gnabry (66.). Für Mainz hatte Nadiem Amiri zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzt (31.).

Gnabry

Fotocredit: Getty Images

Konrad Laimer ersetzte bei den Bayern auf der Sechs wie erwartet den Gelb-gesperrten Aleksandar Pavlovic. Joshua Kimmich spielte erneut rechts in der Viererkette, in der Raphael Guerreiro zunächst von Alphonso Davies ersetzt wurde, nach dessen Verletzung aber in der 18. Minute eingewechselt wurde. Das Motto gab Bayerntrainer Thomas Tuchel vor: "Wir müssen gewinnen, gewinnen, gewinnen."
Doch erst einmal startete Mainz furios, als nach gerade 20 Sekunden Philipp Mwene frei vor dem Bayern-Tor auftauchte, den Ball aber nicht richtig traf. Die Münchner schüttelten sich kurz, Musiala legte quer und Kane musste den Ball nur noch über die Linie schieben.
Beim 2:0 war Kane dann der Initiator. Sein wuchtiger Kopfball prallte vom Pfosten zurück an Goretzkas Körper und von dort ins Tor.
Das Spiel schien gelaufen, ehe Amiri aus 25 Metern den Ball per Freistoß ins Netz hämmerte - laut "Sky" mit 115 km/h. In der Folge wurde die Partie offener.

Zaubertor von Serge Gnabry

Mainz suchte den Weg nach vorne und hatte durch den auffälligen Brajan Gruda in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die Chance zum Ausgleich - stattdessen traf kurz vor der Pause Kane, diesmal bedient von Goretzka.
Nach der Pause waren Musiala und Kane weiter die Protagonisten: Der Jungstar legte Müller zum 4:1 auf, Kane wiederum war Wegbereiter des 5:1 und Abstauber beim 7:1. Für den Engländer war es im 25. Ligaspiel seiner Premierensaison der 30. Treffer - er stellte damit den bisherigen Rekord von Uwe Seeler aus der Saison 1963/1964 ein.
Dazwischen traf der lange verletzte Gnabry nach Goretzka-Flanke spektakulär mit der Hacke. Den Schlusspunkt setzte Goretzka.

FC Bayern: Wer hat noch nicht, wer will nochmal?

Harry Kane schnappte sich von Schiedsrichter Patrick Ittrich den Spielball und nahm ihn erst mal mit in die Südkurve. Während droben auf der Tribüne die ehemaligen Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß kaum noch aus dem Klatschen herauskamen, schlenderte der famose Engländer nach dem glanzvollen 8:1 (3:1) gegen den FSV Mainz 05 schließlich entspannt in die Kabine mit stolzgeschwellter Brust und einem Marke, die bislang nur der legendäre Uwe Seeler erreicht hatte.
Drei Treffer, zwei Vorlagen - noch mehr als die ebenfalls herausragenden Leon Goretzka (2 Tore/2 Vorlagen) und Jamal Musiala (1/2) war Kane vier Tage nach dem Einzug des FC Bayern ins Viertelfinale der Champions League wieder mal der Mann des Tages beim Pflichtsieg gegen die stark abstiegsgefährdeten Mainzer. In seiner Premierensaison hat der Engländer in 25 Ligaspielen nun 30 Treffer erzielt, so viele wie zuvor nur "Uns Uwe" 1963/1964.
Neben dem vierten Dreierpack von Kane (13., 45.+7 und 70.) gab es die Treffer von Goretzka (20. und 90.+2), Thomas Müller (47.), Musiala (61.) und dem lange verletzten Serge Gnabry (66.) zu bejubeln. "Es war ein überzeugender Sieg. Das haben wir in dieser Saison oft vermissen lassen, trotzdem ist es unsere Pflicht, weiter alles in die Waagschale zu werfen", sagte Goretzka bei Sky und ergänzte: "Wenn Leverkusen vielleicht mal wackelt, müssen wir da sein."

Mainz-Sportdirektor Martin Schmidt: "Tut sehr weh"

Den Rückstand auf Tabellenführer Bayer Leverkusen verkürzten die Bayern zumindest bis Sonntag auf sieben Punkte, doch realistisch ist die zwölfte Meisterschaft der Münchner in Serie wohl nicht mehr. Mainz bleibt auswärts in dieser Saison weiter sieglos und in akuter Abstiegsgefahr. "Das ist eine krasse Geschichte, das tut sehr weh", sagte Sportdirektor Martin Schmidt: "Wir wollten mutig sein, aber wir waren zu mutig, zu übermütig."
Mainz begann in der Tat mutig, blieb es auch nach dem schnellen 0:2-Rückstand und verkürzte zwischenzeitlich sogar durch den sehenswerten Freistoß von Nadiem Amiri (31.). Mainz suchte weiter den Weg nach vorne und hatte durch den auffälligen Brajan Gruda in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die Chance zum Ausgleich - stattdessen traf kurz vor der Pause Kane. "Wir haben viel zu schlecht, zu naiv verteidigt", sagte Torhüter Robin Zentner.
Nach der Pause und Müllers Treffer fielen die Gäste zusehends auseinander, die Bayern bestraften jeden Fehler mit gnadenloser Effizienz. "Endlich haben wir mal wieder Tore gemacht", sagte Goretzka. Nach dem Sieg gegen Lazio Rom in der Champions League hätten er und seine Mitspieler sich vorgenommen, "dass wir in unserem Flow bleiben wollen - das hat gut geklappt". In der Tat.
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(SID)
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Quelle: Perform

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