Eurosport
FC Bayern München holt Min-Jae Kim und Christoph Freund - FCB freut sich über Sportdirektor und Abwehrspieler
Von
Publiziert 18/07/2023 um 19:09 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern macht Christoph Freund von Red Bull Salzburg überraschend zum neuen Sportdirektor, dazu kommt Abwehr-Ass Min-Jae Kim von der SSC Napoli. An der Säbener Straße freut man sich über den "Super-Dienstag", der nahtlos an die Verpflichtungen von Konrad Laimer und Raphaël Guerreiro ansetzte. Die Planungen der Münchner sind aber noch lange nicht abgeschlossen.
Min-Jae Kim wurde am Dienstag offiziell vorgestellt
Fotocredit: Imago
Erst der Coup mit dem neuen Sportdirektor, nur rund zwei Stunden später die Verpflichtung eines "Monsters" in Lederhosen: Der FC Bayern hat an einem wahren "Super-Dienstag" zwei wichtige personelle Weichen gestellt.
Von Red Bull Salzburg kommt zum 1. September Christoph Freund als Mann für die Transfers, von der SSC Napoli der südkoreanische Nationalspieler Min-Jae Kim als neuer Abwehrchef.
Die Stars des FC Bayern schwitzten am schönen Tegernsee am Morgen beim Zirkeltraining, als sich in der Führungsetage Erstaunliches tat.
Nur 120 Autobahnkilometer östlich, direkt hinter der österreichischen Grenze in der Mozartstadt, hatte der deutsche Rekordmeister einen Sportchef gefunden: Eben Freund. Die Personalie aus dem Nichts wurde am Dienstagnachmittag offiziell.
Kim packt sofort mit an
Nur kurze Zeit später kam der nächste Paukenschlag. Der südkoreanische Nationalspieler Kim (26), Spitzname "Monster", unterschrieb wie erwartet bis 2028. Er kostet eine festgeschriebene Ablöse von rund 50 Millionen Euro. "Der FC Bayern ist der Traum eines jeden Fußballers", sagte er.
Beim locker-leichten 27:0 (18:0) im ersten Vorbereitungsspiel gegen den Neuntligisten FC Rottach-Egern schaute Kim schon zu. Die frisch genähte Lederhose mit den Initialen "MJK" passte ihm im Vorstellungsvideo wie angegossen, und auch das "Servus" kam schon flüssig über die Lippen.
Freund sowieso. Doch während Kim im Trainingslager am Tegernsee sofort loslegt, tritt der 46-Jährige sein Amt als Nachfolger des entlassenen Hasan Salihamidzic erst in gut sechs Wochen an. Zuvor soll er bei seinem bisherigen Arbeitgeber noch die aktuelle Transferperiode gestalten.
"Wir sind davon überzeugt, dass er der Richtige ist, um (...) die Mannschaft künftig weiter zu stärken", sagte Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen. Kim bescheinigte er "eine tolle Entwicklung", der Neue beeindrucke "mit seiner physischen Präsenz genauso wie mit seiner Mentalität und Schnelligkeit".
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/07/05/3738334.jpg)
Min-Jae Kim
Fotocredit: Getty Images
Rangnick schwärmt von Bayern-Sportdirektor Freund
Freund freut sich "riesig" auf die "neue Herausforderung". Er betonte: "Mir ist es wichtig, dass ein Verein eine Identität hat, und dafür steht der FC Bayern ohne Frage."
Mit ihm bekomme der Rekordmeister einen Top-Mann, meinte der österreichische Nationalcoach Ralf Rangnick, der RB und Freund aus dem Effeff kennt. "Neben der hohen sportlichen Kompetenz und seinem internationalen Netzwerk bringt er auch seine starke Persönlichkeit mit ein, menschlich ist er top und absolut integer", sagte er bei "Sky" und dem "Münchner Merkur/tz".
Der neue Sportdirektor, der es als Spieler nicht über die 2. Liga seiner Heimat hinaus brachte, und Salzburg sind beinahe als Synonyme zu nennen. Seit acht Jahren arbeitet er dort als sportlicher Leiter, er folgte 2015 in dieser Funktion auf Rangnick.
Weitere neun Jahre, ab 2006, war Freund in Salzburg Sportkoordinator bzw. Teammanager. Zeitungen nennen ihn "Mastermind" - allerdings unter Laborbedingungen mit hervorragenden finanziellen Mitteln.
Freund agiert zunächst im Hintergrund
Immer wieder haben die Salzburger hochtalentierte Spieler früh an sich gebunden und kommende Weltstars auf das Sprungbrett geführt. Letztes Beispiel für eine raketengleiche Entwicklung ist Erling Haaland, der nach der Durchlauferhitzer-Station Borussia Dortmund nun Champions-League-Sieger mit Manchester City ist.
Alleine aus dem jetzigen Bayern-Kader waren Dayot Upamecano, Sadio Mané und Konrad Laimer in Salzburg, Naby Keita ist gerade vom FC Liverpool zu Werder Bremen gewechselt. Karim Adeyemi (Dortmund) ist inzwischen deutscher Nationalstürmer.
Freund wurde vom FC Chelsea und von Eintracht Frankfurt umworben, er wird Sportdirektor - ausdrücklich nicht Sportvorstand. Mit seiner Verpflichtung als Kaderplaner in Zusammenarbeit mit Trainer Thomas Tuchel und dem Technischen Direktor Marco Neppe wäre ein übergeordneter, noch strategischerer Posten beispielsweise für den schon lange heiß gehandelten Max Eberl (RB Leipzig) keinesfalls ausgeschlossen.
Auf den Kader für die kommende Saison hat Freund nur im Hintergrund Einfluss. Dreesen, Tuchel, das Aufsichtsratsmitglied Karl-Heinz Rummenigge und Neppe werben heftig um Harry Kane. Der Stürmerstar von Tottenham Hotspur soll der nächste große Coup werden.
Das könnte Dich auch interessieren:Nachfolger für de Gea: United vor Einigung mit ten Hags Ex-Schützling
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/07/18/3746483-76219588-2560-1440.jpg)
Besonderer Dank: Demichelis denkt nach Meisterschaft an Bayern
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung