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FC Bayern München: Leroy Sané zwischen Sorgenkind und Hoffnungsträger - so plant Thomas Tuchel mit dem Nationalspieler
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Update 12/04/2024 um 19:26 GMT+2 Uhr
Leroy Sané spielt eine Doppelrolle, ist bei Bayern Hoffnungsträger und Sorgenkind in Personalunion. Der 28-Jährige soll nach dem starken Auftritt im Hinspiel zum wichtigen Faktor im Viertelfinal-Rückspiel gegen Arsenal werden. Allerdings ist er angeschlagen, gegen Köln am Samstag wird es wohl nicht reichen. Thomas Tuchel verfolgt indes einen konkreten Plan mit Sané, verbunden mit einer Forderung.
Leroy Sané vom FC Bayern
Fotocredit: Getty Images
Technik, Tempo, Tordrang und ein 40-Meter-Solo in den Strafraum. Im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Arsenal zeigte Leroy Sané in der 30. Minute, warum er an guten Tagen zu den Besten der Welt gehört auf seiner Position. Der 28-Jährige war letztlich nur per Foul zu stoppen, den fälligen Strafstoß verwandelte Harry Kane zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung.
Ob Sané am kommenden Mittwoch im Rückspiel (ab 21:00 Uhr im Liveticker) gegen die Londoner zu 100 Prozent fit mitwirken kann, ist fraglich.
Das Bundesliga-Spiel am vergangenen Wochenende beim 1. FC Heidenheim (2:3) verpasste der Flügelflitzer aufgrund einer Schambeinreizung, gegen Arsenal nahm ihn Thomas Tuchel nach 66 Minuten vom Platz.
Er habe gesehen, dass Sané "ein bisschen gehumpelt" habe, erläuterte der Coach, auch in den Laufduellen sei der Spieler nicht mehr voll da gewesen.
Tuchel über Sané: "Es war zu viel"
Die Auswechslung war eine Vorsichtsmaßnahme - und richtig, wie sich nun zeigt. Sané hat noch immer Probleme, das Bundesliga-Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Köln (Samstag ab 15:30 Uhr im Liveticker) sei "wahrscheinlich nicht" drin, betonte Tuchel auf der Abschlusspressekonferenz vor der Partie. "Es war zu viel die vergangen zwei Wochen. Dann haben wir alles darauf ausgerichtet, dass er gegen Arsenal spielen kann. Dort hat er ein sehr gutes Spiel gemacht. Er war ein wichtiger Faktor."
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Leroy Sané und Coach Thomas Tuchel im Bayern-Training
Fotocredit: Imago
Nur habe sich bei Sané eine körperliche Reaktion gezeigt, die ihn nun wieder einbremse. "Der Plan sieht daher ein Training am Sonntag, spätestens Montag vor. Also die Wiedereingliederung ins Training, um am Mittwoch spielen zu können", so Tuchel.
Darauf liege "klar der Fokus". Doch selbst wenn es klappt mit dem Einsatz gegen Arsenal, das Problem ist noch nicht vom Tisch und dürfte Spieler und Mannschaft weiterhin beschäftigen.
Sané-Problem mit Auswirkung auf EM?
"Wenn er wieder spielt, erwarte ich, dass sich im Schambeinbereich wieder eine Reaktion zeigt. Das wäre normal. Wir müssen sehen, wie wir von da an weitermachen. Das wird in der laufenden Saison beziehungsweise bei der Europameisterschaft so bleiben", glaubt der Bayern-Trainer. "Es wird nicht möglich sein, die Verletzung im laufenden Betrieb auszukurieren."
Für Sané sind das selbstredend keine guten Nachrichten, zumal Tuchel vom 28-Jährigen eine Steigerung einfordert. Es sei zwar unbestritten, "welche Waffen und welches Talent der Junge" mitbringe, aber: "Leroy wartet seit Oktober auf ein Pflichtspieltor. Das ist auch Teil seiner Saison."
tuchel: "Effektivität hat nachgelassen"
Tatsächlich traf Sané zuletzt am 28. Oktober zweimal bei der 8:0-Gala gegen den SV Darmstadt 98. Zur Ehrenrettung des Außenspielers sei festgehalten, dass er seitdem zehn Assists beisteuerte und in dieser Saison der bislang beste Vorlagengeber im Bayern-Kader ist.
"Er hat überragend begonnnen, war extrem an Toren und Torchancen beteiligt, vor allem im Zusammenspiel mit Harry Kane", lobte Tuchel, schränkte aber sofort ein: "Die Effektivität hat ein bisschen nachgelassen, und nicht nur ein bisschen, sie hat nachgelassen."
Dem Druck beim 2:2 im Emirates Stadium gegen Arsenal habe Sané indes standgehalten. "Diesen Schwung versuchen wir mitzunehmen und ihn an sein Toplimit zu pushen. Wir erwarten auch, dass er das selbst tut, denn dann ist er ein Schlüsselspieler."
Gelingt es dem Flügelmann, diese Rolle auszufüllen, dürften die Chancen der Bayern aufs Halbfinale signifikant steigen.
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"Können Geschichte schreiben": Bayer bleibt fokussiert
Quelle: Eurosport
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