Leon Goretzka vom FC Bayern positioniert sich zu einem möglichen Wechsel und will mehr Verantwortung übernehmen
Publiziert 16/06/2023 um 15:13 GMT+2 Uhr
Leon Goretzka hat sich nach wochenlanger Diskussion um die verkorkste Saison des FC Bayern und einen möglichen Transfer seiner Person zu Wort gemeldet. "Ich habe keine anderen Pläne als bei Bayern zu bleiben!", erklärte der 28-Jährige in einem Interview. Des Weiteren ordnete der Nationalspieler seine Leistung ein und äußerte sich über seine persönlichen Ziele mit dem deutschen Rekordmeister.
Leon Goretzka und Co. wollen in Manchester den ersten Schritt gehen
Fotocredit: Getty Images
Sowohl im DFB-Pokal als auch in der Champions League flog der Rekordmeister im Viertelfinale raus. In der Liga verspielten die Isarstädter aufgrund einer durchwachsenen Rückrunde einen Neun-Punkte-Vorsprung auf den BVB und holte sich erst im spannenden Liga-Endspurt den ersehnten Titel.
Einer, der dabei immer häufiger in den Mittelpunkt der Kritik rückte, war Leon Goretzka. Der negative Höhepunkt einer schwierigen Rückrunde für den Ex-Schalker: Seine Auswechslung nach gerade einmal 15 Minuten im letzten Bundesliga-Spiel beim 1. FC Köln. Er selbst schätzt seine Leistungen im Interview mit "Sport1" allerdings differenzierter ein.
"Diejenigen, die Kritik üben, wissen beispielsweise nicht, was einem als Spieler vom Trainer mitgegeben wird", sagte der Goretzka. "Da glaube ich schon, dass ich meine Aufgaben häufiger gut erfüllt habe. Aber natürlich waren auch schlechte Leistungen dabei - mehr, als man es von mir gewohnt ist".
Zuletzt waren vermehrt Gerüchte aufgekommen, dass Goretzka beim FC Bayern vor dem Aus stehen könnte. Intensiviert wurden die Spekulationen durch die Bemühungen der Verantwortlichen um die Dienste von Declan Rice von West Ham United, der eine ähnliche Position wie Goretzka im zentralen Mittelfeld bekleidet.
Goretzka äußert sich deutlich zu Wechselgerüchten
Zwar zogen sich die Münchner schlussendlich aus dem Wettbieten um Rice zurück. Einen anderen Transfer machten sie dennoch fix: Mit Konrad Laimer von RB Leipzig, dessen Verpflichtung unlängst am 9. Juni 2023 offiziell verkündet wurde, wird die ohnehin starke Konkurrenz im bayerischen Mittelfeld weiter belebt.
Dennoch erteilte Goretzka den Wechselgerüchten eine klare Absage: "Ich habe keine anderen Pläne als bei Bayern zu bleiben!", erklärte der Nationalspieler und fügte hinzu: "Wir haben nächstes Jahr Großes vor."
Was das genau heißen soll, machte er anschließend deutlich: "Dass wir wieder Meister geworden sind, ändert nichts daran, dass wir nächstes Jahr wieder in allen Wettbewerben richtig angreifen wollen und werden."
Goretzka will Verantwortung übernehmen
Trotz, oder gerade aufgrund der schwierigen Phasen, wie der FC Bayern sie in der vergangenen Saison erlebt hat, will Goretzka mehr Verantwortung übernehmen: "Ich will noch mehr meinem Anspruch als Führungsspieler gerecht werden."
"Ich will in der Lage sein, ein Spiel an mich zu reißen, der Mannschaft zu helfen, ein Ankerpunkt sein in schlechten Phasen, in denen wir ein Gegentor bekommen oder in denen es nicht richtig läuft", untermauerte er seine Ambitionen.
"Ich glaube, dass ich von meinem Mindset her noch mehr verstehen muss, dass ich jetzt einer der Spieler bin, auf den viele schauen - anders als vielleicht vor drei, vier Jahren, als andere mehr im Fokus standen", führte der gebürtige Bochumer weiter aus.
Goretzka über Hansi Flick: "Definitiv" der richtige Trainer
Besonderes Augenmerk lege er zudem auf die Heim-Europameisterschaft im kommenden Jahr. Trotz des schlechten Abschneidens bei den letzten Turnieren glaube er daran, dass Bundestrainer Hansi Flick die Mannschaft zu einem Titelkandidaten machen könne.
"Durch die erfolgreiche Zeit bei Bayern habe ich ein anderes Bild von ihm als vielleicht mancher Spieler, der ihn bislang nur von der Nationalmannschaft kennt. Ich weiß, zu was Hansi in der Lage ist. Ich traue ihm zu 100 Prozent zu, dass er uns zu einer erfolgreichen EM coacht", so der 28-Jährige.
Schließlich äußerte sich Goretzka, der dafür bekannt ist, auch zu Themen außerhalb des Sports seine Meinung eloquent vertreten zu können, zur Rolle der Nationalmannschaft in der Gesellschaft. Für ihn könne die DFB-Elf der "gemeinsame Nenner für alle sein".
"Der Fußball verbindet und kann verschiedene Meinungen wieder zusammen oder zumindest in den Dialog bringen", gibt der Ex-Schalker an. Er sei überzeugt davon, dass der Fußball die Kraft dazu habe, in Deutschland für einen "positiven Push" zu sorgen.
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Quelle: Perform
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