FC Bayern - Schaltzentrale um Joshua Kimmich und Leon Goretzka schwächelt: Thomas Tuchel braucht eine Lösung

Eine turbulente Saison liegt hinter dem FC Bayern. Zumindest die Meisterschaft ging am Ende an die Münchener. Für die neue Spielzeit ergeben sich nach einer mehr als durchwachsenen Saison aber einige Baustellen. Alle Mannschaftsteile stehen auf dem Prüfstand. Auch das einst hochgelobte Zentrum um Joshua Kimmich und Leon Goretzka. Trainer Thomas Tuchel steht vor einer schwierigen Aufgabe.

Joshua Kimmich (l.) und Leon Goretzka stehen in der Kritik

Fotocredit: Getty Images

Joshua Kimmich und Leon Goretzka bilden seit Jahren das Mittelfeldzentrum des FC Bayern. Doch zuletzt mussten sie sich ungewöhnlich viel Kritik anhören. Die Achse des Rekordmeisters zeigte nicht immer die sonst gewohnte Stabilität.
Ein Sinnbild für die insgesamt schwache Spielzeit der Münchener, die mit einer Last-Minute-Meisterschaft endete und einem spektakulären Trainerwechsel für Schlagzeilen sorgte.
Und es kehrt weiter keine Ruhe ein: Um Goretzka ranken sich derzeit Abschiedsgerüchte. Der letztjährige Neuzugang Ryan Gravenberch forderte zudem öffentlich mehr Spielzeit ein.
Auch in der neuen Saison dürfte es für Trainer Thomas Tuchel nicht einfacher werden. Denn mit Konrad Laimer kommt ein neues Gesicht für die Zentrale und somit weitere Konkurrenz zu den Bayern.

Laimer bringt frischen Wind ins Zentrum

Der Transfer war noch von Vorgänger Julian Nagelsmann eingefädelt worden, er kannte den Österreicher schon aus gemeinsamen Zeiten bei RB Leipzig. Die Unterschrift setzte Laimer, der ablösefrei kommt, schon Anfang des Jahres unter seinen neuen Vertrag. Doch Nagelsmann ist Geschichte beim FC Bayern, ein Gespräch zwischen Tuchel und Laimer soll es laut "Kicker" noch nicht gegeben haben. Der 26-Jährige könnte für die Münchener allerdings eine gute Ergänzung sein.
Laimers Stärken liegen im Umschaltspiel und Spielaufbau. Zudem ist der gebürtige Salzburger flexibel. "Ich will auf dem Platz stehen. Wenn es rechts hinten ist, sage ich nicht nein, wenn es als Stürmer ist, sage ich auch nicht nein", erklärte Laimer bei der österreichischen Nationalmannschaft. Im Mittelfeld fühle er sich jedoch "am wohlsten".
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Konrad Laimer wechselt zum FC Bayern

Fotocredit: Imago

Genau für diese Positionen im Zentrum dürften die Bayern-Bosse den 26-Jährigen geholt haben. Dadurch erhält vor allem der ohnehin schon unzufriedene Gravenberch weitere Konkurrenz.
Der Niederländer stellte im Interview mit "De Telegraaf" klar: "So ein Jahr will ich nicht noch einmal erleben. Ich will einfach mehr spielen, am liebsten bei Bayern München." Einen Wechsel schloss der 21-Jährige aber nicht aus. Er wolle schließlich bei einem Klub sein, "bei dem ich zu 100 Prozent spiele".

Kimmich steht vermehrt in der Kritik

Vor allem unter Nagelsmann saß Gravenberch meist auf der Bank. Tuchel setzte viel häufiger auf den jungen Niederländer, der seit dem Trainerwechsel in jedem Bundesligaspiel zum Einsatz kam. Das habe ihm "ein gutes Gefühl gegeben", meinte Gravenberch.
Der Chef im Zentrum bleibt trotz der reichlich eingeprasselten Kritik Kimmich. Auch Lothar Matthäus monierte in der "Sport Bild": "Kimmich will auf dem Platz teilweise zu viel und schadet damit nicht nur sich selbst – sondern auch den Kollegen."
Er sehe den Nationalspieler zwar "als absoluten Leader. Aber er muss sich zurücknehmen!" Laut "Sport Bild" ist der charakterstarke 28-Jährige für Tuchel dennoch weiter sein wichtigster Feldspieler. Der Bayern-Coach soll Kimmich in Zukunft allerdings nicht mehr auf der Sechs, sondern etwas offensiver sehen.

Goretzka: Fragezeichen hinter Zukunft

Ob an der Seite des Mittelfeldchefs dann auch weiter Platz für Goretzka ist, steht offenbar nicht fest. Zuletzt machten Abschiedsgerüchte die Runde. Angeblich könnte der ebenfalls 28-Jährige seinen Stammplatz nach den schwachen Leistungen der Vorsaison verlieren.
Wie die "Sport Bild" berichtet, ist ein Weggang von Goretzka dann nicht mehr ausgeschlossen. Gleich mehrere Interessenten soll es für den DFB-Star geben. Auch Borussia Dortmund gehört nach dem Abschied von Jude Bellingham offenbar dazu, zudem Manchester United sowie der FC Liverpool. Goretzka selbst betonte aber bei "Sport1", er "habe keine anderen Pläne, als bei Bayern zu bleiben".
Die Zukunft von Goretzka beim FC Bayern soll nun vor allem an der Vorbereitung und den Plänen von Tuchel hängen. Klar ist aber eines: Wollen die Münchener in der kommenden Saison um alle Titel spielen, ist eine starke Schaltzentrale unerlässlich. Tuchel steht somit vor einer schweren Aufgabe.
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Der Fußballklub, der die Jungs von der Straße weghält

Quelle: Eurosport

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