Max Eberl - "Nicht zu retten": Rose und Mintzlaff äußern sich zur Trennung von Leipzigs Sportgeschäftsführer

Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff und Trainer Marco Rose haben sich im Vorfeld des Bundesliga-Tospiels gegen den FC Bayern München zur Trennung von Sportgeschäftsführer Max Eberl geäußert. "Es war nicht zu retten, deshalb haben wir auch so konsequent gehandelt", sagte Mintzlaff im "Sky"-Interview. Rose sei dagegen von der Mitteilung am Freitag "überrascht" gewesen.

Oliver Mintzlaff (l.) mit Max Eberl

Fotocredit: Imago

Nur 25 Stunden Stunden vor dem Gipfeltreffen zwischen RB Leipzig und dem deutschen Rekordmeister FC Bayern haben sich die Sachsen überraschend von Max Eberl getrennt.
Ähnlich wie bereits in der Klubmitteilung am Freitag begründete Geschäftsführer Mintzlaff die harte Entscheidung mit dem "fehlenden Commitment" des 50-Jährigen "zum Klub und zur Stadt".
"Es war nicht zu retten, deshalb haben wir auch so konsequent gehandelt", so Mintzlaff, der betonte, dass es sich nicht um eine kurzfristige Reaktion handelte: "Das ist ein Prozess, der schon im April und Mai begann, als Gerüchte aufkamen."
Mintzlaff hätte sich gewünscht, "dass mehr Überzeugung" auf Eberls Seite vorhanden ist: "Wir haben gesehen, dass Max mit seinem Team tolle Arbeit geleistet hat. Umso trauriger ist das." Mintzlaff habe im Herbst 2022 "persönlich stark um Max gekämpft. Die Überzeugung war sehr groß, dass er zu uns passt." Dass sich die Verpflichtung des Ex-Gladbach-Managers nun als "Fehlentscheidung" entpuppte, sei "enttäuschend".

Rose von Eberl-Aus in Leipzig "überrascht"

Pikanterweise soll vor allem der in Leipzig gastierende FC Bayern Eberl umwerben. Ende Mai trennte sich der FC Bayern von seinem Sportvorstand Hasan Salihamidzic, der Posten beim Rekordmeister ist seitdem unbesetzt.
Die "Sport Bild" hatte zuletzt berichtet, Eberls Engagement beim Rekordmeister sei ohnehin nur eine Frage der Zeit. Eberl hatte seine aktive Karriere in München begonnen. Zudem wohnt seine Lebensgefährtin dort.
Kontakt mit dem Rekordmeister habe es auf Seiten der Leipziger jedoch bisher nicht gegeben, wie Mintzlaff bekräftigte: "Das ist auch nicht unser Thema."
Leipzig-Trainer Rose, der mit Eberl schon bei Borussia Mönchengladbach zusammengearbeitet hatte, gab an, von der Entlassung am Freitag "überrascht" worden zu sein: "Ich habe immer vertrauensvoll mit Max zusammengearbeitet. Ich kann den Prozess nicht bewerten. Ich finde es schade, musste mich aber auch schnell um meine Jungs kümmern."
Der Zeitpunkt der Entscheidung einen Tag vor dem Duell des Pokalsiegers mit dem Meister habe "gar keinen Impact" auf das Spiel, prophezeite Mintzlaff: "Wir haben immer so gearbeitet, dass wir eine Entscheidung durchziehen, wenn wir sie getroffen haben."
(mit SID)
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