Top-Sportarten
Alle Sportarten
Alle anzeigen

Max Eberl will FC Bayern wieder auf Vordermann bringen - Umbruch-Ansage lässt Topstars zittern

Celine Jäntsch

Publiziert 28/02/2024 um 16:36 GMT+1 Uhr

Max Eberl will den FC Bayern in seiner Funktion als neuer Sportvorstand wieder auf Vordermann bringen. Der Rekordmeister steht vor einem großen Umbruch im Sommer und Eberl deutete bei seiner Antritts-Pressekonferenz an, auch vor berühmten Namen nicht halt machen zu wollen. Vor allem Joshua Kimmich dürfte bei der Begrüßungsrede des neuen starken Mannes genau hingehört haben.

Nichts ist unmöglich: Eberl legt seinen Bayern-Plan dar

Joshua Kimmich dürfte ganz genau hingehört haben bei der "Herz und Seele"-Rede des neuen "Mr. FC Bayern". Grundsätzlich, sagte Max Eberl bei seiner Vorstellung als Münchner Sportvorstand, müsse man über einen verdienten Nationalspieler wie Kimmich beim geplanten Gnadenlos-Umbruch "nicht nachdenken".
Doch der 29-Jährige, ergänzte Eberl, erlebe gerade "die Schattenseite des Fußballs" - und sein Vertrag ende 2025. Gutes Geld verdienen lässt sich mit Kimmich also nur noch im Sommer. "Da müssen wir uns Gedanken machen: Wie geht's weiter?", betonte Eberl, und "was sind seine Gedankenspiele?" Zusammengefasst: Keiner ist mehr sicher!
Bei seinem überaus ambitionierten Vorhaben, aus dem FC Bayern wieder eine schlagkräftige "Mia san mia"-Familie zu formen, schreckt Eberl vor großen Namen nicht zurück. Die Stars, das machte der neue Boss am Dienstag überdeutlich, spielen in den drei Monaten bis zum Saisonende (fast) alle auf Bewährung.
"Ich will keine Zahl nennen, aber wir werden uns anschauen, wer mitzieht und Bayern München dieses Herz und diese Seele gibt, um unsere Ziele vielleicht noch zu erreichen", sagte Eberl. Wer die beim Neuaufbau dringend benötigten Tugenden "Charakter und Mentalität" vermissen lässt, kann gehen - alter Status hin oder her.
picture

"Willkommen dahoam, Max": Dreesen freut sich auf Eberl

Das gilt im Zweifelsfall auch für einen Chef wie Kimmich. "Der ist einen unfassbaren Weg gegangen", würdigte Eberl dessen Verdienste. Doch dieser Weg schien zuletzt einer Sackgasse zu gleichen. "Er möchte sehr viel Verantwortung übernehmen und gerne alles machen", sagte Eberl. Darin sehe er "eine unglaublich herausragende Qualität", auch Mentalität - aber dabei hat sich Kimmich auch immer wieder verzettelt.

Goretzka und Kimmich auf dem Prüfstand

Noch-Trainer Thomas Tuchel hat ihm bei seinem ewigen Wunsch nach einer "Holding Six" das Vertrauen entzogen - genau wie Nebenmann Leon Goretzka, mit dem Kimmich über Jahre das Herzstück im Bayern-Spiel bildete. Doch wie in der Nationalmannschaft, bei der Bundestrainer Julian Nagelsmann harte EM-Entscheidungen angekündigt hat, steht das Duo in München auf dem Prüfstand. Soll beim FC Bayern eine neue Achse zwischen Manuel Neuer im Tor und Harry Kane im Sturm entstehen, wackeln beide.
Ebenfalls nicht mehr unantastbar: Die Flügelspieler Leroy Sane, Serge Gnabry und der einstige Champions-League-Held Kingsley Coman. Sane spielte in der Hinrunde überragend, verfiel zuletzt aber teils wieder in alte Muster. Gnabry erlebt eine Seuchensaison, Tuchel witzelte zuletzt: "Serge wer?" Und auch von Coman (derzeit verletzt) erwarten die Bayern mehr.
picture

Eberl: "Gespräch mit Xabi war beeindruckend"

Auch in der Defensive stehen größere Umbauarbeiten an. Alphonso Davies zieht es zu Real Madrid, der eigentliche Chef Matthijs de Ligt wurde von Tuchel geschwächt, Dayot Upamecano schwankt zwischen Solidität und Wahnsinn.
Eric Dier und Sacha Boey sind wie Bryan Zaragoza nicht mehr als Notkäufe und müssen sich auf der Zielgeraden der Saison aufdrängen. Raphael Guerreiro gilt als Tuchel-Liebling, Noussair Mazraoui wurde nie zur Konstante hinten rechts.

Zwei Stars sollen weg

Der Abschied von Eric Maxim Choupo-Moting und Bouna Sarr, deren Verträge auslaufen, ist beschlossene Sache. Wirklich sicher sein können sich neben Kapitän Neuer und Superstar Kane nur Routinier Thomas Müller sowie die Youngster Jamal Musiala, Aleksandar Pavlovic und Mathys Tel.
Letzteren nannte Eberl mehrfach, als er seine Transferphilosophie skizzierte. "Wir brauchen Stars", sagte er, aber auch entwicklungsfähige Spieler, "denen wir Einsatzzeiten geben müssen".
Das war auch eine Ansage an Tuchel, unter dem Tel zuletzt stagnierte. Der Trainer sieht seine Spieler in den letzten gemeinsamen Wochen in der Pflicht. "Jeder", sagte er laut Sport Bild intern, "kann sich schon jetzt für den neuen Trainer zeigen."
Das könnte Dich auch interessieren: Eberl setzt auf Tel und Co.: Es wird königlich beim FC Bayern (SID)
picture

Eberl stellt klar: "Ich bin kein Heilsbringer"

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung