Sadio Mané: Berater erhebt schwere Vorwürfe gegen FC Bayern und Leroy Sané - der Verein reagiert

Während Sadio Mané selbst betonte, dass ihm der Abschied vom FC Bayern München sehr nahe gehe, hat sein Berater Bacary Cissé in einem Interview im "RMC"-Podcast "l'After Foot" schwere Vorwürfe gegen die Vereinsführung des deutschen Rekordmeisters und gegen Leroy Sané erhoben. Es geht um Lügen und Rassismus. Der FC Bayern hat mittlerweile reagiert und die Vorwürfe weit von sich gewiesen.

Sadio Mané (l.) mit Teamkollege Leroy Sané

Fotocredit: Getty Images

Mané hatte seinem Teamkollegen Sané nach der Niederlage im Champions-League-Viertelfinale gegen Manchester City ins Gesicht geschlagen und war daraufhin für ein Spiel suspendiert und mit einer Geldstrafe belegt worden.
Laut Manés Berater Cissé seien in diesem Zusammenhang jedoch viele "dreckige" Dinge und Unwahrheiten von der deutschen Presse berichtet worden. Angefangen von der Höhe der Geldstrafe, die laut "Sport1" und "Sport-Bild" bei 350.000 Euro gelegen haben soll. Diese Information bezeichnet Cissé als eine "Lüge" - es seien lediglich 50.000 Euro gewesen.
Zudem behauptet Cissé, dass rassistische Äußerungen von Sané gegenüber Mané zu dessen Wutausbruch geführt hätten. "Ja, in der Tat", entgegnete er auf eine entsprechende Nachfrage: "Ich kann nicht ins Detail gehen. Deshalb habe ich gesagt, Bayern war undankbar. Es ist verrückt."
"Jeder, der sich im europäischen Fussball auskennt, weiß, dass Leroy Sané ein sehr herablassender Typ ist, während Sadio sehr ruhig ist und das überall gezeigt hat, wo er bis jetzt gespielt hat", erzählte Cissé im Interview weiter: "Wenn Manés Hautfarbe Sané gestört hat, hat es auch die Verantwortlichen bei Bayern gestört, denn sie haben nicht verstanden, warum sie ihm (Mané, Anm. d. Red.) so viel Geld bezahlen mussten."

FC Bayern reagiert: Rassismusvorwürfe sind gegenstandslos

Der Verein hat mittlerweile auf die schweren Vorwürfe reagiert. Auf "Bild"-Nachfrage heißt es: "Wir haben unseren Vertrag mit Sadio Mané in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Rassismusvorwürfe, wie sie jetzt erneut aus Sadios Umfeld erhoben werden, sind gegenstandslos und waren es von Anfang an. Auch hat unser Trainer Thomas Tuchel nie zu Sadio gesagt, er dürfe ihn nicht mehr einsetzen.
Und weiter: "Der FC Bayern hat Sadio Mané als Mensch und Spieler geschätzt. Leider haben sich unsere gemeinsamen Ziele, die wir uns mit seiner Verpflichtung gesteckt hatten, nicht erfüllt. Das kommt im Fußball vor. Wir wünschen Sadio alles Gute und viel Erfolg bei seinem neuen Verein!"
Manés Berater behauptet weiter, dass sich nach dem Vorfall auch Sané bei Mané gemeldet und um Entschuldigung gebeten habe, nicht umgekehrt. "Er wusste, dass er es verbockt hatte. Sadio hat seine Entschuldigung akzeptiert und gesagt, er hoffe, dass so etwas nicht mehr vorkomme", sagte Cissé.
Vor den Bayern-Bossen habe Sané seine Aussagen dann jedoch bestritten, weshalb Mané für ein Spiel suspendiert wurde. In den Augen des Beraters bei der Schwere des Vergehens eine unverhältnismäßige Sanktionierung: "Wenn er (Mané, Anm. d. Red.) wirklich einen Fehler gemacht hätte, wäre die Strafe höher ausgefallen."
Doch warum geht die Mané-Seite erst jetzt mit diesen Details an die Öffentlichkeit? "Wir wussten, dass irgendwann Sadios Wort gegen Leroys stehen würde. Deshalb haben wir entschieden, das bis zum Saisonende im Stillen zu managen", erklärte Cissé die Vorgehensweise.

Mané-Berater: Tuchel hatte Anweisungen, Mané nicht spielen zu lassen

Generell habe sich der FC Bayern gegenüber Mané in seinen zwölf Monaten in München aber unfair verhalten.
"Sie haben nie den Spielerberater angerufen. Sie haben Sadio nie ins Gesicht gesagt, dass sie ihn loswerden wollen. Stattdessen haben sie Thomas Tuchel vorgeschickt", sagte Cissé, dessen Klient nun an der Seite von Cristiano Ronaldo für den saudi-arabischen Klub Al-Nassr aufläuft.
Die Bayern-Führung habe Tuchel angeblich angewiesen, Mané nicht einzusetzen. "Er (Tuchel, Anm. d. Red.) hat sich bei Sadio sogar entschuldigt, weil er ihm versprochen hatte, dass er unter ihm öfter spielen würde. Aber das ist nicht passiert, weil er entsprechende Anweisungen hatte", so Cissé.
Unter Tuchel stand Mané nur vier Mal in der Startelf, kam meist als Joker von der Bank. Bayern werde eben "nicht von Tuchel geführt“, so Cissé: "Bayern wird von alten Männern auf der Tribüne geführt."
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Tuchel spricht über emotionalen Mané-Abschied: "Lange umarmt"

Quelle: SID

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