Borussia Dortmund kassiert dritte Niederlage in Folge: Eintracht Frankfurt gewinnt auch ohne Omar Marmoush
VonThomas Gaber
Update 18/01/2025 um 00:20 GMT+1 Uhr
Nuri Sahin eilte nach der nächsten Pleite wortlos die Treppen in Richtung Kabine hinab, die mitgereisten Fans reagierten stinksauer: Nach der dritten Niederlage im dritten Spiel des Jahres brennt bei Borussia Dortmund der Baum. Das 0:2 (0:1) bei Eintracht Frankfurt lässt Sahins Trainerstuhl bedenklich wackeln, die SGE-Fans ließen sich die hämischen "Sahin raus"-Sprechchöre nicht nehmen.
Nuri Sahin (M.) kassierte mit dem BVB die dritte Pleite in Folge
Fotocredit: Getty Images
Sebastian Kehl lehnte allerdings jegliche Trainer-Diskussion ab. "Wir werden weitermachen in dieser Konstellation. Das Vertrauen hat Nuri", sagte der BVB-Sportdirektor direkt nach Schlusspfiff bei "DAZN".
Kehl gab aber auch zu: "Natürlich wirft das Fragen auf, natürlich wird die Kritik größer werden. Natürlich haben wir Fehler gemacht. Am Ende steht man mit leeren Händen da, das ist schon sehr enttäuschend. Wir haben uns das komplett anders vorgestellt."
Hugo Ekitiké (18.) und Oscar Höjlund (90.+2) sorgten für den verdienten Sieg der Eintracht, die auf den abwanderungswilligen Topstürmer Omar Marmoush verzichten musste.
Doch der Ägypter wurde kaum vermisst, weil der BVB drei Tage nach dem peinlichen 2:4 in Kiel erneut viel zu harmlos auftrat. Als die Westfalen nach dem Spiel zu den eigenen Fans trotteten, drehten sie angesichts der wütenden Gesichter schnell wieder um.
Sahin konsterniert: "Situation ist katastrophal"
"Die Situation ist katastrophal, wird dem Verein nicht gerecht. Aber wir müssen da jetzt durch. Bis zum letzten Tag, an dem ich hier Trainer bin, werden Sie von mir nichts anders hören", sagte Sahin.
"Es ist ein Ergebnissport, und wir konnten wieder kein Ergebnis erzielen", sagte Pascal Groß: "In der zweiten Halbzeit war es eine ordentliche Leistung, aber ich finde, das sollte Normalität sein. Wir haben das Spiel nicht gewonnen, davon können wir uns auch nichts kaufen."
Die Partie begann mit Großchancen auf beiden Seiten: Nach rund einer Minute hatte Hugo Larsson nach einem Abspielfehler von Gregor Kobel die Führung für Frankfurt auf dem Fuß, doch der BVB-Schlussmann machte seinen Fauxpas per Fußabwehr wieder wett. Auf der Gegenseite scheiterte Serhou Guirassy mit einem Kopfball am Pfosten (9.).
Der BVB war vor 58.000 Zuschauern auf Kontrolle bedacht, Frankfurt präsentierte sich aktiver - und startete in Person von Rasmus Kristensen nach gut einer Viertelstunde ein Überfallkommando, das Ekitiké aus kurzer Distanz zur Führung vollendete.
Frankfurt im Glück - kein Elfer für Dortmund
Die Hausherren blieben mit ihren schnellen Gegenstößen auch danach brandgefährlich und erarbeiteten sich durch Ansgar Knauff (22.), Ekitiké (34.) und Nathaniel Brown (37.) weitere Einschussmöglichkeiten. Dortmund hingegen fand in der Offensive nur selten Zugriff.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit verbuchten die Westfalen dann deutlich mehr Spielanteile, wurden zunehmend drückender und näherten sich durch den eingewechselten Yan Couto (50.), Jamie Gittens (58.) und Guirassy (61.) dem SGE-Gehäuse an.
Der BVB schien dem Ausgleich näher zu kommen, doch zwingende Chancen wusste die weitestgehend stabile Frankfurter Defensive weiterhin zu verhindern. Glück hatte die Eintracht allerdings, als Arthur Theate im Strafraum Guirassy aufhielt, ein Elfmeterpfiff aber ausblieb (85.). Höjlund machte dann mit seinem ersten Bundesligator alles klar.
Krösche bestätigt Verhandlungen mit Manchester City
In der Offensive verstand es das Team von Trainer Dino Toppmöller nach wie vor, durch schnelles Direktspiel in Tornähe zu gelangen - dort fehlte aber Marmoush. Der Ägypter wird aller Wahrscheinlichkeit nach in Richtung England wechseln.
"Es ist City, mit denen wir seit ein, zwei Tagen im engeren Austausch sind", bestätigte Sportvorstand Markus Krösche vor dem Spiel bei "DAZN": "Die Wahrscheinlichkeit ist sehr, sehr hoch, dass er uns verlässt."
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Quelle: Perform
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